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Rubrikillustration Bürgerservice
Karte - Euskirchen

Projekte des Kommunalen Integrationszentrums

Übersetzungshilfe-Pool

Kooperationspartner*innen Übersetzungshilfe-Pool Kooperationspartner*innen Übersetzungshilfe-Pool | Foto: © W. Andres / Kreisverwaltung Euskirchen Großbildansicht

Wenn die Verständigung aufgrund sprachlicher Barrieren nicht gelingt oder Schwierigkeiten verursacht, kann hier eine Übersetzungshilfe entlasten. Das KoBIZ bietet hierfür in Kooperation mit der Integrationsagentur des DRK Euskirchen, dem Jugendmigrationsdienstes Euskirchen und dem Caritasverband Euskirchen einen zentralen "Übersetzungshilfe-Pool" an.

Die Übersetzungshelfenden sind mehrsprachige Personen, die keine professionelle Ausbildung zum Dolmetscher/Übersetzer o.Ä. haben. Sie leisten einen freiwilligen Beitrag zur Unterstützung von Migrant/innen in ihrer Muttersprache und erbringen keine Leistung im Sinne eines zertifizierten Sprachmittlers.

Wenn Sie eine/n Übersetzungshelfer*in brauchen, finden Sie hier das entsprechende Formular für die Anfrage.  Wenn Sie selbst als Übersetzungshelfer*in tätig werden wollen, können Sie auch hier das entsprechende Formular ausfüllen. 

Kontakt: Nermeen Franke und Florian Schröter, Tel. 02251 15-1331 E-Mail: uebersetzungshilfe@kreis-euskirchen.de

Arbeitskreis der Flüchtlings- und Ehrenamts-Koordinatorinnen und Koordinatoren der Kommunen und Kirchengemeinden

Etwa alle zwei Monate treffen sich die von den Kommunen oder Kirchengemeinden beauftragten Koordinatorinnen und Koordinatoren. Gemeinsamer Schwerpunkt ist die Arbeit mit den Geflüchteten und mit den ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger. Kommunen, Kirchengemeinden und die Kreisverwaltung sehen die vielen Aufgaben, die im Rahmen der Integration auf die Gesellschaft zukommen. Auch wird gesehen, wie wichtig die Einbindung der ehrenamtlich Engagierten ist, ohne die die Integration kaum zu schaffen wäre. Die Treffen dienen zum Austausch, zur gegenseitigen Beratung bis hin zur Planung von Projekten.

Kontakt: Roland Kuhlen Tel. 02251/15-538 E-Mail: roland.kuhlen@kreis-euskirchen.de

Herkunftssprachlicher Unterricht im Kreis Euskirchen (HSU)

Was ist herkunftssprachlicher Unterricht?

Der herkunftssprachliche Unterricht ist ein Angebot des Landes NRW für Schülerinnen und Schüler, die zweisprachig aufwachsen. Dieser Unterricht trägt zum Erhalt der Mehrsprachigkeit bei.

Für die Kinder und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte sind die mitgebrachten Herkunftssprachen und die Kultur der Herkunftsländer Teil ihrer Identität; sie sind für ihre Persönlichkeitsentwicklung von besonderer Bedeutung. Darum wird durch das Land Nordrhein- Westfalen an den allgemeinbildenden Schulen Unterricht in den am meisten gesprochenen Herkunftssprachen angeboten.

Aufgabe des Unterrichtes ist es, auf der Grundlage des gültigen Lehrplanes die herkunftssprachlichen Fähigkeiten in Wort und Schrift zu erhalten, zu erweitern und wichtige interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln. Dabei ist jedoch zu beachten, dass bei den Schülerinnen und Schülern, welche bei ihrem Eintritt in die Schule noch nicht über die notwendigen deutschen Sprachkenntnisse verfügen, das Erlernen und Beherrschen der deutschen Sprache absoluten Vorrang vor jeder anderen Zielsetzung des Unterrichts hat.

Dieses bedeutet auch, dass der HSU außerhalb der regulären Unterrichtszeit, in der Regel nachmittags, stattfindet.

Weitere allgemeine Informationen zum HSU finden Sie auf der Weibseite der Bezirksregierung Köln

Das Sprachangebot im Kreis Euskirchen

Derzeit wird der HSU im Kreis Euskirchen in folgenden Sprachen angeboten:

- Albanisch   - Arabisch         - Griechisch    - Italienisch     - Kroatisch

- Polnisch     - Portugiesisch  -Russisch       -Spanisch       -Türkisch

Der Unterricht wird an 5 Grundschulen und 4 allgemeinbildenden Schulen in der Stadt Euskirchen und einer Grundschule in Weilerswist angeboten.

Ansprechpartner im Kreis Euskirchen

Kommunales Bildungs- und Integrationszentrum,  Ilhan Güngör, Tel.: 02251 15-503, E-Mail: ilhan.guengoer@kreis-euskirchen.de

Integrationsbericht des Kreises Euskirchen

Im Integrationsbericht "Vielfalt leben im Kreis Euskirchen" sind alle Projekte aus dem Kommunalen Integrationszentrum im Detail beschrieben.

Beispielhaft werden hier einige Projekte vorgestellt.

Interkulturelle Gemeinschaftsgärtnerinnen und -gärtner gesucht

Stammtisch Tafel Zülpich Stammtisch Tafel Zülpich | Foto: © Vera Secker Großbildansicht

In Zülpich werden Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler jeglichen Alters und jeglicher Nationalität mit Freude an der gemeinsamen Gartenarbeit und an der Begegnung mit Menschen aus verschiedenen Kulturen gesucht. Obst, Gemüse, Kräuter und Blumen wachsen im ehemaligen Freizeitgarten der LAGA im Wallgraben prächtig.

Dank der Unterstützung des Kreises Euskirchen, der LaGa GmbH, des FairZülpich e.V. und des Runden Tisches Flüchtlingsarbeit Zülpich entsteht seit Anfang 2016 ein Gemeinschaftsgarten, in dem Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sich begegnen und gemeinsam gärtnern können.

Zahlreiche Obst- und Gemüsepflanzen sowie eingefasste Beete (z.T. Hochbeete) laden im Freizeitgarten zu einer weiteren gärtnerischen Nutzung ein. Auf der Terrasse und im regengeschützten Pavillon mit voll ausgestatteter Küche kann die Ernte verarbeitet und verkostet werden.

Die Initiative "Interkultureller Garten Zülpich", bestehend aus 6-8 Personen, sucht weitere Interessierte mit Freude am gemeinschaftlichen Gärtnern sowie für die Planung und Durchführung von Angeboten in diesem Garten. Wer den Interkulturellen Garten kennenlernen möchte, ist herzlich zum spontanen Mitgärtnern eingeladen.

Der Garten befindet sich im Bachsteinweg 1, zwischen Weiertor und Bachtor in Zülpich. Nächste Treffen sind zu Beginn der Gartensaison geplant.

Kontakt: Vera Secker, Email: vera.secker@kreis-euskirchen.de, Telefon: 02251/15-535

KOMM AN NRW

Förderung der Integration von Geflüchteten in den Kommunen In dem Landesprogramm steht vor allem die Stärkung und Begleitung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe, insbesondere durch die Förderung von Ankommenstreffpunkten, im Zentrum. Der Programmteil I beschäftigt sich mit der Koordination, Vernetzung, Unterstützung und Qualifizierung von Ehrenamtlichen und Geflüchteten und dem Ausbau von Kooperationen und Netzwerken. Im Programmteil II wird auf die Bedarfslagen in den Kommunen eingegangen. Gefördert werden u.a. Ankommenstreffpunkte, Angebote des Zusammenkommens und der Begleitung, Internetseiten, Printmedien, Übersetzungen und Qualifizierung von Ehrenamtlichen.

Kontakt: Programmteil II - Kommunen:

Vera Secker Projektkoordination Tel. 02251/ 15-535 E-Mail: vera.secker@kreis-euskirchen.de

Programmteil I - Ehrenamtliche / Geflüchtete / Kooperationen:

Roland Kuhlen Tel. 02251 / 15-538 E-Mail: roland.kuhlen@kreis-euskirchen.de

Rucksack Schule

Foto: © LaKI Großbildansicht

Was ist Rucksack?

Das Programm »Rucksack Schule ist ein Konzept zur koordinierten Sprach(-en)förderung und gelingenden Erziehungspartnerschaft von Eltern und Schule. Es richtet sich an Kinder mit Zuwanderungsgeschichte und ihre Eltern sowie an die Lehrer*innen an der jeweiligen Schule.

»Rucksack Schule« ist ein Angebot an Eltern, sich mit dem System Schule vertraut zu machen, die Bildung ihrer Kinder zu unterstützen und im Schulleben wahrgenommen zu werden. In der Elterngruppe haben sie die Möglichkeit, ihre Fragen, Sorgen und Ängste auszusprechen und Unterstützung und Beratung zu erfahren.

Die Grundschulen erhalten mit »Rucksack Schule« ein Angebot zur mehrsprachigen und diversitätsbewussten Unterrichts- und Schulentwicklung, das auf Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt, Ressourcen und Kompetenzen beruht und im Schulprogramm festgeschrieben wird.

»Rucksack Schule« verbindet den Klassenunterricht mit dem herkunftssprachlichen Lernen und der Elternbildung. Ausgewählte Themen werden im gleichen Zeitfenster mit den Kindern und den Eltern besprochen; eine Elternbegleiterin sensibilisiert dabei die Eltern, die Sprachentwicklung ihrer Kinder durch die gesamte Grundschulzeit hindurch zu begleiten.

Das Materialpaket liegt in 16 Sprachen vor.

Welche Ziele verfolgt Rucksack?

  1. Förderung der Mehrsprachigkeit. Die Muttersprache und die deutsche Sprache werden in den Bereichen Sprechen, Erzählen und Lesen gestärkt.
  2. Förderung der Erziehungskompetenz. Durch Information, Beratung und Austausch in der Elterngruppe werden die Eltern angeregt, ihre Erziehungskompetenzen auszubauen.
  3. Stärkung des Selbstwertgefühls. Die zugewanderten Eltern werden in ihrer Rolle  als Erziehungs- und Bildungspartner ihrer Kinder und der Schule wahrgenommen.
  4. Partizipation und Teilhabe. Gemeinschaftserleben in der Elterngruppe und Ermutigung, aktiv in schulischen und außerschulischen Aktivitäten teilzuhaben.
  5. Zusammenarbeit mit den Eltern: Verbesserung der Kommunikation zwischen Schule und Eltern, Einsicht in die Unterrichtsmethoden und Bildungsziele der Grundschule, Aufgaben der Offenen Ganztagsschule (OGS).
  6. Interkulturelle Schulentwicklung. Der "Normalfall Vielfalt" soll in den Fokus rücken. Diversität gilt als Ressource. Auch das Lehrerkollegium und das Team der OGS werden "bunt".
  7. Stärkung der interkulturellen Pädagogik und des Mehrsprachenkonzepts der Schule und der OGS: Der Spracherwerb in der Muttersprache und im Deutschen wird in allen Fächern unterstützt. Mehrsprachigkeit gilt als wertvolle Ressource.

Was passiert im Rucksack?

Die Elterngruppe trifft sich unter Leitung einer Elternbegleiterin wöchentlich für 2 Stunden in der Schule/OGS. Eine Lehrer*in unterstützt die Elternbegleiterin in der Vorbereitung der Elterngruppenstunde und informiert die Eltern über wichtige Dinge der Schule und des Unterrichts der Kinder.

Wer macht mit im Kreis Euskirchen?

  • GGS Weststadt, Euskirchen
  • GGS Nordstadt, Euskirchen
  • KGS Mechernich
  • Josef-Schaeben-Schule Weilerswist
  • Chlodwigschule Zülpich
  • GGS Bad Münstereifel

Den Programmflyer gibt es in den Sprachen: englisch, französisch, polnisch, russisch, türkisch, arabisch, rumänisch, albanisch, kurdisch und griechisch.

Weitere Informationen, Beratung und Flyer? Bitte wenden Sie sich an:

Kontakt: Ricarda Brecher, Tel.: 02251/15-331, E-Mail: ricarda.brecher@kreis-Euskirchen.de

Rucksack KiTa

»Rucksack Kita« ist ein Sprach- und Familienbildungsprogramm und richtet sich an Eltern mit Migrationshintergrund und ihre Kinder zwischen 4 und 6 Jahren sowie an die Kitas, die von diesen Kindern besucht werden.

Mit »Rucksack KiTa« können Eltern die Entwicklung ihrer Kinder und die Familiensprache stärken, sich mit dem System KiTa vertraut machen und sich mit anderen Eltern austauschen. Die Eltern erhalten ein umfangreiches Angebot an Spiel- und Übungsmaterialien, um die Bildung ihrer Kinder zu unterstützen.

In der Elterngruppe haben sie die Möglichkeit, ihre Fragen, Sorgen und Ängste auszusprechen und Unterstützung und Beratung zu erfahren. Die Elterngruppe trifft sich unter Leitung einer Elternbegleiterin wöchentlich für 2 Stunden in der KiTa. Eine Erzieher*in unterstützt die Elternbegleiterin in der Vorbereitung der Elterngruppenstunde und informiert die Eltern über wichtige Dinge der KiTa.

Die KiTas setzen parallel zu der Arbeit der Eltern die Förderung der deutschen Sprache um. Ausgewählte Themen werden dabei im gleichen Zeitfenster mit den Kindern und den Eltern besprochen. Rucksack-KiTas erhalten ein Angebot zur mehrsprachigen und diversitätsbewussten KiTa-Entwicklung, das auf Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt, Ressourcen und Kompetenzen beruht. Die Rucksack Eltern werden aktiv in den KiTa-Alltag einbezogen.

Das Materialpaket liegt in 15 Sprachen vor. Den Programmflyer gibt es in den Sprachen: englisch, französisch, russisch, türkisch, arabisch, albanisch Weitere Informationen, Beratung und Flyer?

Bitte wenden Sie sich an: Kontakt: Hannah Schimpl, Tel.: 02251/15-509, E-Mail: hannah.schimpl@kreis-euskirchen.de

Seiteneinsteigerberatung

In den letzten Jahren sind vermehrt SchülerInnen ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen in den Kreis Euskirchen gezogen.

Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Euskirchen (KI), ein Handlungsfeld des Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrums (KoBIZ), unterstützt die Schulen und Bildungseinrichtungen dabei, schulpflichtige SchülerInnen aufzunehmen und bestmöglich zu integrieren. Zu den wesentlichen Aufgaben des KI Kreis Euskirchen gehören hierbei

  • Das Angebot einer qualifizierten Erstberatung von SeiteneinsteigerInnen
  • Empfehlung der SeiteneinsteigerInnen an eine passende Schule
  • Unterstützung der aufnehmenden Schulen in der Arbeit mit SeiteneinsteigerInnen

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) kann während der Beratung, der Vermittlung an eine passende Schule und während der Beschulung von SeiteneinsteigerInnen als Anlaufstelle fungieren. Diese Arbeit kann nur durch eine enge Zusammenarbeit vieler Kooperationspartner funktionieren.

 

Der Begriff SeiteneinsteigerInnen

Mit dem Begriff SeiteneinsteigerInnen werden Kinder und Jugendliche bezeichnet, die aus dem Ausland in den Kreis Euskirchen gezogen sind. Sie sind nicht in Deutschland eingeschult worden und haben geringe oder keine Deutschkenntnisse und müssen in das Schulsystem des Landes NRW integriert werden.

Die Gruppe der SeiteneinsteigerInnen ist sehr heterogen. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern und haben einen unterschiedlichen Aufenthaltsstatus in Deutschland. Das sind beispielsweise Familien aus EU Staaten, Spätaussiedler, Geflüchtete, die hier einen Antrag auf Asyl stellen, Kontingentflüchtlinge und Familien aus anderen Ländern außerhalb der EU. Daraus ergibt sich natürlich, dass die Kinder und Jugendlichen verschiedenste Familiensprachen mitbringen und darüber hinaus oftmals die Kompetenz der Mehrsprachigkeit aufweisen. Dieses kann darin begründet sein, dass sie in ihrer bisherigen Schullaufbahn eine weitere Fremdsprache erlernt haben, Eltern mit verschiedenen Herkunftssprachen haben oder bereits in verschiedenen Ländern gelebt und die dortige Amtssprache erworben haben. Diese Kinder und Jugendlichen haben eine sehr unterschiedliche Bildungsbiographie und so gestaltet sich dann auch ihr Bildungshintergrund hier in Deutschland. Es gibt Kinder und Jugendliche, die bei entsprechender sprachlicher Unterstützung in der Lage sind einen deutschen Schulabschluss zu erlangen.

 

Es gibt aber auch Kinder und Jugendliche, die noch keine Schulerfahrung haben und an den Schulalltag und das System Schule behutsam gewöhnt werden und für den Schulalltag erforderliche Grundfertigkeiten vermittelt bekommen.

Nun kommen diese Familien über das Jahr verteilt in den Kreis Euskirchen, was die Schulen und Lehrkräfte vor große Herausforderungen stellt.

Vorrangiges Ziel ist es den neu ankommenden Kindern und Jugendlichen schnellstmöglich die erfolgreiche Teilnahme in den Klassen des Regelunterrichts zu ermöglichen. Diese Aufgabe müssen alle Schulformen erfüllen. In internationalen Klassen oder auch Vorbereitungsklassen genannt werden die Kinder und Jugendlichen in gesonderten, kleineren Gruppen auf den Regelunterricht vorbereitet.

 

Das Beratungsgespräch

In einem ausführlichen Beratungsgespräch wird mit den Eltern und dem schulpflichtigen Kind oder Jugendlichen die bisherige Schullaufbahn in der Heimat besprochen. Die Familie wird über das Schulsystem in NRW informiert. Mehrsprachige Flyer liegen hierzu bereit. Die Erstberatung wird überwiegend von Lehrkräften des KI durchgeführt. Vorab wird ein Termin mit den Eltern vereinbart zu dem sie mit ihrem Kind in die Räume des KI kommen. Die Beratungszeit für ein Kind beträgt ca. 45 Minuten. Bei der schriftlichen oder telefonischen Terminvereinbarung wird darauf hingewiesen, dass die Familien eine aktuelle Meldebescheinigung, ihre und die Pässe ihres Kindes und, soweit vorhanden, die Zeugnisse des Kindes zum Beratungsgespräch mitbringen sollen. Zudem bitten wir die Familien, falls erforderlich, eine Person mitzubringen, die im Gespräch zwischen der Herkunftssprache und der deutschen Sprache übersetzen kann. Falls keine Person zur Übersetzung mitgebracht werden kann, vermittelt das KI einen ehrenamtlich tätigen Übesetzungshelfenden aus dem Übersetzungshilfepool des Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrum (KoBIZ).

Im Beratungsgespräch werden die Angaben in einem Erfassungsbogen dokumentiert. Im ersten Teil des Bogens werden persönliche Angaben des Kindes, Herkunftsland, Namen der Eltern, Telefonnummer und weitere Personen, die ggf. bei der Kontaktaufnahme behilflich sein können, abgefragt. Im zweiten Teil steht die bisherige Schullaufbahn des Kindes im Fokus: Einschulungsjahr, Dauer des Schulbesuchs im Heimatland, Schulformen, Zeugnisse und besondere Situationen. Im letzten Teil geht es darum die Kompetenzen des Kindes einzuschätzen. Hat es schon Deutschkenntnisse, über welche anderen Sprachkenntnisse verfügt das Kind, ist es alphabetisiert? Wenn ja, in welcher Schrift.

Mit Hilfe dieser Informationen wird eine erste Einschätzung, über die passende Schulform und ob das Kind eine Deutschförderung erhalten sollte, abgegeben.

Die Erziehungsberechtigten werden über die datenschutzrechtlichen Vorgaben informiert und erteilen dem KI mit ihrer Unterschrift auf einem Formular die Erlaubnis, die im Erfassungsbogen angegebenen Daten, an Schulen und an das Gesundheitsamt zu übermitteln.

Nach dem Beratungsgespräch übermittelt das KI eine Terminanfrage zur schulärztlichen Untersuchung an das Gesundheitsamt.

Das KI kann eine Schulempfehlung aussprechen, jedoch nicht eine Schule zuweisen. Die Zuweisung erfolgt durch die zuständige Schulaufsicht. Eine passgenaue Schulempfehlung ist abhängig von folgenden Faktoren:

  1. dem Alter,
  2. den deutschen Sprachkenntnissen,
  3. dem Wohnort und
  4. dem Leistungsstand des Kindes.

Das Alter des Kindes entscheidet grundsätzlich darüber, ob ein Kind primarschulpflichtig, sekundarschulpflichtig oder berufsschulpflichtig ist. Je nach dem vom Kind erreichten Pflichtschuljahr hängt ab, welche Schulform für ihn zuständig ist. Wenn die SchülerInnen das 15. Lebensjahr vollendet haben, sind sie berufsschulpflichtig. Ein weiteres Kriterium für die Wahl einer passenden Schule ist das Vorhandensein oder Fehlen von deutschen Sprachkenntnissen. Hat das Kind jedoch bereits in seiner bisherigen Schullaufbahn deutsche Sprachkenntnisse erworben, kann ein direkter Einstieg in die Regelklasse erwogen werden. Spricht das Kind kein Deutsch, sollte der Besuch einer Internationalen Klasse empfohlen werden, damit es einen Grundstock an deutscher Alltags- und Bildungssprache aufbauen kann. Natürlich spielt auch der Wohnort des Kindes eine große Rolle bei der Auswahl der Schule. Die Schule sollte möglichst wohnortnah gelegen sein. Am schwierigsten ist sicherlich die Einschätzung des Leistungsniveaus des Kindes, sofern keine ins Deutsche übersetzten Zeugnisse vorhanden sind und das Kind kein Deutsch spricht. Dennoch kann in dem Beratungsgespräch ein erster Eindruck des Kindes gewonnen werden, der durch das Gespräch mit den anwesenden Eltern mit weiteren Informationen bereichert werden kann.

 

Unsere Kooperationspartner:

Die Städte und Gemeinden im Kreis Euskirchen, das Jugendamt Kreis Euskirchen, das Schulamt für den Kreis Euskirchen, das Jobcenter, der Integration Point des Jobcenter, das Ausländeramt, die Schulen und die Schulsozialarbeit, das Gesundheitsamt Kreis Euskirchen, die ehrenamtlich engagierten Menschen, die Flüchtlingsinitiativen, das Deutsche Rote Kreuz, der Jugendmigrationsdienst, die Caritas, die Schulberatungsstelle Euskirchen

Nach den Beratungsgesprächen und der erfolgreichen Vermittlung in eine Schule stehen die MitarbeiterInnen des KoBIZ sowohl den Schulen, den Kooperationspartnern als auch Privatpersonen zu Fragen im Zusammenhang mit neu zugewanderten schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. Die Beratung kann von montags bis freitags in Anspruch genommen werden.

 

Inhalte der Beratung:

  • Vereinbarung von Beratungen zur Schullaufbahn
  • Vermittlung von Dolmetschern und Übersetzern (Übersetzungshilfepool)
  • Fragen zur Untersuchung und/ oder zur Anmeldung der Untersuchung beim Gesundheitsamt Kreis Euskirchen
  • Fragen zu geeigneten Materialien oder Literaturhinweisen für den Unterricht mit neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen
  • Fragen zu schulrelevanten Erlassen im Umgang mit SeiteneinsteigerInnen
  • Fragen zu weiteren außerschulischen Sprachförderangeboten
  • Fragen zu Zeugnisanerkennungen und ausländischen Schulabschlüssen
  • Fragen zur Anerkennung der mitgebrachten Sprache(n), Sprachprüfungen
  • Fragen zu neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen mit eventuellen zusätzlichen Förderbedarf
  • Fragen zum Herkunftssprachlichen Unterricht
  • Fragen zur Sprachfeststellungsprüfung
  • Terminvereinbarung für Schulungen und Beratungen an Schulen
  • Fragen zu Leistungsbewertungen
  • Fragen zu Übergängen von der Vorbereitungsklasse in die Regelklasse
  • Fragen zu Übergängen von der Primarstufe in die Sekundarstufe I und von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II
  • Fragen zu Übergängen von Schule in den Beruf
  • Fragen zum Bildungsangebot "Fit für Mehr" an den Berufskollegs
  • Fragen zum Bildungs- und Teilhabepaket
  • uvm.

Kontakt: Julia Gennet, Tel.: 02251/15-1343, E-Mail: Julia.gennet@kreis-euskirchen.de oder Ilhan Güngör Tel.: 02251 15-503, E-Mail: ilhan.guengoer@kreis-euskirchen.de

SmiLe (Sprachbildung mit individuellem Lernerfolg) - Sprachpatenprojekt

Pate und Patenkind lesen gemeinsam Pate und Patenkind lesen gemeinsam | Foto: © J. Bernardy, KoBIZ Großbildansicht

Ziel des Projekts ist die individuelle Unterstützung der sprachlichen Bildung von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte durch ehrenamtliche Sprachpatinnen und -paten.

Interessierte werden vorab sowohl über didaktische und methodische Herangehensweisen informiert, als auch in interkultureller Sensibilisierung, Vorurteilsbewusstsein, Umgang mit Heterogenität und Vielfalt geschult. Anschließend werden die Sprachpatinnen und -paten wohnortnah an Schulen oder Kindertageseinrichtungen vermittelt, um dort mit Kindern spielerisch in die deutsche Sprache einzutauchen. Sie betreuen ihr jeweiliges Patenkind entweder vormittags oder nachmittags eins zu eins in enger Zusammenarbeit mit der jeweiligen Institution. Die Spannbreite der ehrenamtlich Tätigen reicht von Oberstufenschülerinnen und -schülern umliegender Schulen über Berufstätige bis hin zu Menschen, die längst im Ruhestand sind.

Kontakt: Jutta Bernardy, Telefon 02251/15-697, Mail: jutta.bernardy@kreis-euskirchen.de

Impulse und Unterstützung: Unterricht für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche

Um neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern möglichst optimale Startvoraussetzungen und Unterstützung rund um schulische Bildung zu geben, sollen Lehrkräfte, die neu zu gewanderte Kinder unterrichten, Gelegenheit bekommen, ihre pädagogischen und didaktischen Fähigkeiten im Bereich dieses Unterrichtes auszubauen und zu erweitern. Alle interessierten Lehrkräftn aller Schulen im Kreis werden zu den Arbeitskreistreffen eingeladen. Der Arbeitskreis wird regelmäßig mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten. Neben einem fachlichen Austausch sollen auch didaktische, methodische und psycho-soziale Unterstützungsbedarfe der Beteiligten u.a. durch externe Berater aufgegriffen werden.

Kontakt: Julia Gennet, Tel.: 02251/15-1343, E-Mail: Julia.gennet@kreis-Euskirchen.de

Sprach- und Familienbildungsprogramm "Griffbereit"

»Griffbereit« ist ein Sprach- und Familienbildungsprogramm für Eltern mit Kindern im Alter zwischen einem und drei Jahren. In einer mehrsprachigen Eltern-Kind-Gruppe spielen, singen und malen Kinder miteinander und mit ihren Eltern in den Familiensprachen und in Deutsch.

Gemeinsam entdecken Eltern und Kinder bei einem wöchentlichen Treffen für ca. 2 Stunden Spiel und Sprache und werden dabei von Elternbegleiterinnen angeleitet. Durch »Griffbereit« kommen Kleinkinder aus Familien mit oder ohne internationaler Familiengeschichte schon sehr früh mit der deutschen Sprache und mit weiteren Sprachen in Kontakt. Die Eltern bekommen die entsprechenden Spiele, Lieder oder Übungen in ihren Familiensprachen für die Durchführung zuhause mit.

Als Sprachvorbilder lernen die Eltern im Programm »Griffbereit«, ihre Kinder beiläufig und regelmäßig in entwicklungsfördernde Sprachspiele einzubinden, die nebenbei auch Spaß und Freude machen. »Griffbereit« unterstützt eine durchgängige Sprachbildung von Beginn an und fördert einen Aus- und Aufbau von Erziehungs- und Bildungspartnerschaften zwischen Familien und KiTa. »Griffbereit« kann in einer KiTa, aber auch in Einrichtungen wie zum Beispiel Familienbildungsstätten durchgeführt werden.

Die Träger erhalten mit »Griffbereit« ein Angebot zur mehrsprachigen und diversitätsbewussten Öffnung ihrer Bildungseinrichtung, das auf Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt, Ressourcen und Kompetenzen beruht. Das Materialpaket liegt in 15 Sprachen vor. Weitere Informationen, Beratung und Flyer? Bitte wenden Sie sich an:

Kontakt: Hannah Schimpl, Tel.: 02251/15-509, E-Mail: hannah.schimpl@kreis-euskirchen.de




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