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Rubrikillustration Bürgerservice
Karte - Euskirchen

Schienenverkehr im Kreis Euskirchen

Durch den Kreis Euskirchen verlaufen zwei Schienenstrecken. Die eine verkehrt von Bonn über Euskirchen nach Bad Münstereifel, die andere von Köln über Euskirchen und Mechernich nach Gerolstein bzw. Trier.

 

Voreifel-Bahn - RB 23 (im Fahrplan DB G):
Bonn-Meckenheim-Rheinbach-Euskirchen-Bad Münstereifel

Der Zug fährt alle 60 Minuten. Die Teilstrecke Bonn-Euskirchen wird sogar alle 30 Min. bedient.

 

Eifel-Strecke - RB 24 / RE 22 / RE 12 (im Fahrplan DB H):
(Trier-)Gerolstein-Jünkerath-Kall-Mechernich-Euskirchen-Erftstadt-Köln

Von Kall, Mechernich und Euskirchen aus kommt man zweimal pro Stunde nach Köln. Blankenheim und Nettersheim sind stündlich angebunden, Dahlem alle zwei Stunden. Die RE 22 und RE 12 halten nicht an allen Zwischenpunkten.

 

Details zu den Strecken finden Sie bei der Fahrplanauskunft des VRS oder der Deutschen Bahn (siehe Box rechts).

Mini-Fahrpläne beider Bahnlinien können Sie hier kostenlos anfordern:

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Eifelstreckenkonferenz

 

Am 22.09.2009 fand die Eifelstreckenkonferenz statt. Die Resolution zur Eifelstrecke können Sie unten herunterladen.

Hier die Einführungssrede des Landrats zum Termin:

"Die Eifelstrecke stellt das Rückgrat des ÖPNV im Kreis Euskirchen dar. Sie ist unverzichtbarer Bestandteil zur Erreichbarkeit des Kölner Ballungsraumes für die Bürger des Kreises Euskirchen im Berufs-, Schüler- und Freizeitverkehr, aber auch des Knotenpunktes Köln zur Nutzung überregionaler Verbindungen.

Dies belegen die hohen Nachfragezahlen der Strecke.

Darüber hinaus bindet die Eifelstrecke die Region Köln/Bonn an die touristischen Ziele der Eifel an. Insbesondere Fahrradfahrer und Wanderer nutzen die Anreise mit der Bahn und können auf ein gut ausgebautes Busnetz, das auf den Schienenverkehr ausgerichtet ist, zurückgreifen.

Die vorhandene Infrastruktur der Eifelstrecke korrespondiert allerdings nicht mit der dargestellten verkehrlichen Bedeutung:

An vielen Stationen besteht kein barrierefreier Bahnsteigzugang, so dass mobilitätseingeschränkten Personen und Fahrradfahrern die Nutzung der Züge nur unter erschwerten Bedingungen oder gar nicht möglich ist.

Zum Teil bestehen Einfahrmöglichkeiten nur aus einer Fahrtrichtung oder die Bahnsteige sind verspätungsträchtig angeordnet. Diese Infrastrukturmängel bewirken, dass Potentiale für kürzere Fahrzeiten nicht ausgeschöpft werden können.

Ein Großteil der notwendigen Veränderungen der Infrastruktur ist nach Auskunft der DB Netz AG von dem vorherigen Ausbau des Elektronischen Stellwerks Eifel (ESTW) abhängig.

Das ESTW Eifel wurde bisher jedoch nur auf einem kleinen Teilabschnitt im südlichen Kreisgebiet ausgebaut. Zuvor hatte die DB Netz AG das Projekt "Elektronisches Stellwerk (ESTW) Eifelstrecke" nach Vorlage der ESTW-Vorentwurfsplanung wegen Unwirtschaftlichkeit der ganzheitlichen Umstellung auf der Strecke Trier - Euskirchen - Köln in den Jahren 2003/04 qualifiziert abgebrochen. Aufgrund der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Investitionsmittel seien lediglich kleinere Streckenabschnitte umsetzbar.

Die notwendige Erweiterung des ESTW auf die Streckenabschnitte Urft - Kall - Mechernich - Euskirchen - Weilerswist - Kalscheuren ist für einen Zeitraum nach 2014 angedacht. Konkrete Planungen wurden nach Aussagen der DB Netz AG aber noch nicht begonnen.

Für die Eifelstrecke bedeutet dies, dass in den Abschnitten, die noch nicht dem ESTW Eifel zugeordnet wurden, keine infrastrukturellen Anpassungen vorgenommen werden.

Besonders dringend ist ein infrastruktureller Ausbau in den Bahnhöfen Mechernich und Kall. Der Kreis Euskirchen hat in den letzten Jahren in Gesprächen mit dem NVR und der DB Station&Service mehrfach die - insbesondere aus Sicht der mobilitätseingeschränkten Fahrgäste- nicht vertretbare Situation vieler Haltepunkte auf der Eifelstrecke angesprochen.

So fordert der Kreis Euskirchen eine zeitnahe Modernisierung der Bahnhöfe und Haltepunkte an der Eifelstrecke, insbesondere der stark frequentierten Bahnhöfe Kall und Mechernich. Dies vor dem Hintergrund erheblicher Sicherheitsbedenken wegen nicht vorhandener Barrierefreiheit. Zur konkreten Situation vor Ort werden Ihnen später die beiden Bürgermeister, Herr Dr. Schick aus Mechernich und Herr Radermacher aus Kall, einen Einblick verschaffen.

Auch aus Sicht von DB Station&Service besteht ein hoher Handlungsbedarf bezüglich der beiden vorgenannten Bahnhöfe. Dies ist aus dem Bahnhofsentwicklungsprogramm "Land", Stand und Konzeption 2006, zu entnehmen.

Auf Bestreben der Kreisverwaltung Euskirchen wurden daher im letzten Jahr mehrfach Gespräche zwischen der NVR GmbH und der DB Station&Service geführt mit dem Ziel, zunächst die Bahnhöfe Mechernich und Kall als Maßnahmen für die entsprechenden Förderprogramme anzumelden.

Allerdings argumentieren DB Netz AG und DB Station&Service, Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit der Bahnhöfe Mechernich und Kall könnten nur im Zusammenhang mit der Modernisierung der Stellwerkstechnik erfolgen. Ein Modernisierung der Stellwerkstechnik im Bereich der beiden Bahnhöfe vor einem Förderbescheid zum ESTW Eifel sei hingegen förderschädlich.

Ein aktueller Fall beschäftigt derzeit meine Heimatgemeinde Weilerswist. Hier müsste der stark frequentierte Bahnübergang ausgebaut werden, um ein sicheres Nebeneinander von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern zu gewährleisten. Die DB Netz AG ist zwar willig, kurzfristig Verbesserungen zu schaffen. Eine "große" Lösung scheitert aber ebenso daran, dass auf das ESTW "gewartet" werden muss.

Weitere infrastrukturelle Probleme, die diesmal - meinen Informationen nach - nicht im Zusammenhang mit dem ESTW stehen, gibt es in Nettersheim. Hier sind Zugkreuzungen mit Halt nicht möglich, weil einer der beiden Bahngleise im eingleisigen Bereich liegt. Dies führt zu fahrplanmäßigen Restriktionen. Die Lösung läge in der Verlegung des einen Bahnsteiges in den zweigleisigen Bereich und gleichzeitig der Schaffung des Personenzugangs über Bahnübergang oder Unterführung. Weder die DB Netz AG noch DB Station&Service haben diese Maßnahme jedoch auf ihrem mittelfristigen Maßnahmeplan.

Sorgen bereitet auch der Haltepunkt Blankenheim-Wald. Nach dem erfolgten Ausbau des überregionalen Radwegenetzes im Kreis Euskirchen und den umliegenden Kreisen unter Einbeziehung des Ahrradweges mit Beginn am Bahnhof Blankenheim - Wald, aber auch aufgrund der Aufwertung dieses Bahnhofes durch den Bau einer neuen P&R-Anlage wird aus Sicht des Kreises Euskirchen weiterer dringender Handlungsbedarf für den Bahnhof Blankenheim-Wald gesehen. Die Kommune hat bereits Planunterlagen zum Neubau der Personenunterführung und Schaffung behindertengerechter Zugänge erstellen lassen. Fördermittel stehen auf Seiten des NVR bereit. Was fehlt, ist der Wille der DB Netz AG bzw. Station &Service diesen Haltepunkt zu modernisieren und einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Um aus erster Hand zu erfahren, wie sich die aktuellen Planungen der DB Netz AG zum ESTW und zur sonstigen Infrastruktur darstellen, haben wir für die heutige Konferenz Vertreter der DB Netz AG (Michael Schüler und Michael Hög) sowie von DB Station&Service (Bernhard Christ und Wolfgang Schmitz) eingeladen. Die Herren haben zugesagt, Fragen zu dieser Thematik beantworten.

Aber auch die Betriebsleistungen auf der Eifelstrecke können ohne eine Ausweitung des ESTW Eifel nur in sehr engen Grenzen erweitert werden, da beispielsweise für Mehrleistungen notwendige Begegnungsverkehre wegen eingleisiger Abschnitte nicht eingerichtet werden können.

So ist die von den beiden Zweckverbänden NVR und Rheinland-Pfalz Nord gewünschte Einführung eines schnellen Produktes zwischen Köln und Trier grundsätzlich nur möglich, wenn die infrastrukturellen Voraussetzungen in Kall, Mechernich und Derkum geschaffen werden. Derzeit wird nach Kompromisslösungen gesucht. Über den aktuellen Stand informiert Sie der Geschäftsführer des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland, Herr Hans Joachim Sistenich.

Für Fragen zum jetzigen Leistungsangebot steht darüber hinaus ein Vertreter von DB Regio, Herr Kampschulte, zur Verfügung.

Ganz aktuell hat den Kreis Euskirchen die Information erreicht, dass die Durchführung des für den Zeitraum ab 2013 geplanten Betriebskonzeptes nur möglich ist, wenn die DB Netz AG bis zur Betriebsaufnahme die Infrastruktur zwischen Euskirchen und Jünkerath instand setzt.

Bei allen notwendigen Maßnahmen gilt es im übrigen sicherzustellen, dass Euskirchen als Knotenpunkt erhalten bleibt.

Damit komme ich zum Ende meiner Einführung.

Die eingeladenen Fachleute werden Ihnen sicherlich noch weitere interessante Informationen liefern. Ich erhoffe mir von der heutigen Veranstaltung eine fruchtbare Diskussion, das Aufzeigen von Lösungen und vor allen Dingen konkrete Zielsetzungen.

Einleiten möchte ich die Diskussion mit einem Vortrag des Fahrgastverbandes PRO BAHN Rhein-Sieg e.V..

PRO BAHN hatte Anfang September 2009 zu einer Informationsveranstaltung zur Eifelstrecke in das Euskirchener Cityforum eingeladen. Hier wurden Kritikpunkte an dem aktuellen Personenverkehr vorgetragen und darauf aufbauend Lösungsvorschläge unterbreitet. Der Kreis Euskirchen hat Herrn Dr. Dilling, Bezirksgruppenleiter Köln, gebeten, die wesentlichen Ergebnisse der Informationsveranstaltung hier vorzutragen."




Infoboxen

Fahrplanauskunft

Zug am Bahnübergang

Deutsche Bahn

VRS