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Rubrikillustration Bürgerservice
Karte - Euskirchen

Aktuelle Infos des Büros für Lernpartnerschaften

Lernen, Leben Leisten

Lernpartner mit eigenem Logo Lernpartner mit eigenem Logo Großbildansicht
Unter diesem Motto steht die Euskirchener Lernpartnerschaft zwischen der AOK Rheinland/Hamburg, der LVR Max-Ernst-Schule und dem Gymnasium Marienschule Euskirchen. Im Mittelpunkt der Kooperation finden die Vernetzung zwischen Schule und Beruf sowie die Integration von Behinderten und Nichtbehinderten Schülern und Berufsanfängern durch gemeinsame Aktionen statt. Bei ihrem letzten Treffen in der AOK-Geschäftstelle vereinbarten die Lernpartner, den jetzt auslaufenden Kooperationsvertrag erneut zu verlängern. Außerdem wurden wieder konkrete Maßnahmen und Aktionen für das nächste Schulhalbjahr geplant. Zuletzt wurde u. a. von SchülerInnen beider Schulen ein eigenes Logo zur Lernpartnerschaft kreiert, von Marketingfachleuten der AOK Rheinland/Hamburg aufbereitet und schließlich auf Acrylplatten gedruckt. Das gemeinsame Logo wird in den Räumen der Lernpartner einen zentralen Platz finden.

Nachwuchsdesigner ausgezeichnet

Auszeichnung der Nachwuchsdesigner Auszeichnung der Nachwuchsdesigner Großbildansicht
Es war die Idee von Wolfgang Küpper, Marketingleiter der Firma Papstar in Kall, Schülerinnen und Schüler des Bischöflichen Clara-Fey-Gymnasiums zu motivieren, Serviettendesigns zu entwerfen, die womöglich später in die Produktion gehen und gedeckte Tische millionenfach schmücken würden. Im Rahmen der seit 2009 zwischen Schule und Unternehmen bestehenden Lernpartnerschaft arbeiteten daraufhin die Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufe in mehreren Kunstkursen mit Begeisterung an der Aufgabenstellung. Auch gestaltete sich das Projekt vielschichtiger als von den jungen Leuten zunächst angenommen. Trendbestimmung, Kollektionsauswahl, Sortimentseinbindung und Produktionsfaktoren waren notwendige theoretische Schwerpunkte, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler vor den konkreten Motiventwürfen auseinandersetzen mussten. Dabei wurden sie nicht nur von Wolfgang Kerp, dem Studien-und Berufswahlkoordinator des Gymnasiums unterstützt, sondern auch von den Fachleuten der Marketingabteilung des Unternehmens, Wolfgang Küpper, Yvonne Reidt und Robert Dietrich. Zu Beginn des neuen Schuljahres schließlich wurden die besten Designentwürfe ausgezeichnet und im Rahmen einer Feierstunde mit einer Urkunde geehrt, die Schulleiter Helmut Schuster überreichte. Sollten Schülerentwürfe tatsächlich in Massendruck aufgelegt werden, so wird dies nach Auskunft des Unternehmens frühestens 2013 der Fall sein. Es bleibt also spannend.

Duft(intensiv)e Kooperation - Eau de Weilerswist

Seit vielen Jahren arbeitet die Gesamtschule Weilerswist in Sachen Berufswahlvorbereitung mit dem dm-Zentrallager vor Ort zusammen, seit einigen Wochen auch in Form einer zertifizierten Lernpartnerschaft auf der Plattform KURS. Diese konnte jetzt auch auf das Fach Naturwissenschaften ausgeweitet werden, wo im Wahlpflichtunterricht des 10. Jahrgangs das Thema "Duft- und Aromastoffe" Gegenstand des Unterrichts war. Zum Abschluss der Unterrichtseinheit kamen als Expertinnen von dm Jacqueline Laprell-Wanderath und Elke Schmitz, beide tätig in der Drogistenausbildung, in den Unterricht und informierten über Grundlagen der Wirkung und Herstellung von Parfum. Unter ihrer Anleitung erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler praxisorientiert an Beispielen u.a. die Duftnoten, die bei der Kreation eines Parfums zu beachten sind: Kopfnote, Herznote und Basisnote. Zum Abschluss der 90-minütigen duftintensiven Lernwerkstatt durften die Schülerinnen und Schüler dann nach dem Grundrezept von Kölnisch Wasser ihr eigenes Parfum kreieren, sozusagen ihr eigenes Eau de Weilerswist - kein Wunder also, dass sie in der für viele von ihnen letzten Schulwoche an der Gesamtschule mit Feuereifer bei der Sache waren und den beiden Referentinnen zum Schluss mit einem kräftigen Applaus dankten.

Das Praktikum als Chance nutzen

Podiumsdiskussion mit KURS-Lernpartnern und ehemaligen SchülerInnen Podiumsdiskussion mit KURS-Lernpartnern und ehemaligen SchülerInnen Großbildansicht

"Ich habe 100 Bewerbungen geschrieben", bei der letzten habe es dann mit der Ausbildungsstelle geklappt, berichtet eine ehemalige Schülerin der Joseph Emonds Schule in Euskirchen - Kuchenheim. Zum ersten Mal lud Schuleiter Thomas Müller zum Praktikumsabend in die gerade fertig gestellte neue Mensa ein.

Etwa 200 Schülerinnen, Schüler und Eltern haben sich ausführlich über die Berufswahlvorbereitungsmaßnahmen der Schule informiert.

"Wegen des bestehenden Ausbildungspaktes der Stadt Euskirchen mit der Wirtschaft können wir jedem Schüler eine Ausbildungsstelle garantieren" verkündete Herr Müller stolz. Allerdings müssen die Schüler selbst wichtige Voraussetzungen mitbringen. Besonders die so genannten Schlüsselqualifikationen, gutes Benehmen und erkennbare Lernwilligkeit, seien unabdingbar. Das Praktikum bietet eine gute Möglichkeit, dies unter Beweis zu stellen.

Höhepunkt des Abends war eine lebhafte Podiumsdiskussion mit Vertretern des Handwerks, die auch KURS-Lernpartner der Schule sind und Auszubildenden, geleitet von der Berufswahl Koordinatorin Birgit Freynik. Als ehemaliger Schüler der Joseph Emonds Schule erklärte Elvir, wie wichtig es sei, als Schüler mitzumachen und aufzupassen. Damit er seine theoretische Abschlussprüfung bestehen kann, muss der praktisch begabte Auszubildende zusätzlich in seiner Freizeit pauken. "Das müsste ich nicht, wenn ich in der Schule besser mitgemacht hätte, denn im Unterricht wurde alles geboten!"

Michael Kau, Geschäftsführer der Firma ProCar machte deutlich, dass es wenig sinnvoll ist, nach Schulabschluss ein weiteres Jahr in einem Berufskolleg bei einer Vorbereitungsmaßnahme zu verschwenden. Es sei besser, sich sofort um eine Ausbildungsstelle zu bemühen. Wer ohne besonderes Ziel ein Berufskolleg besucht und dort zwei Jahre umsonst verbringt, könnte rund 36000 Euro verlieren, unterstrich André Büschkes, Inhaber eines Dachdeckerbetriebes. Einen besonderen Tipp gab der Metallbauunternehmer Martin Königshofen den Schülerinnen und Schülern: Ihn hatte es beeindruckt, dass ein Schüler zusätzlich ein Praktikum während der Ferien bei ihm absolvieren wollte. "Einen Menschen, der bereit ist, in seiner Freizeit in meinen Betrieb zu kommen, den bilde ich gern aus, weil er den nötigen Willen zeigt. Da sind die Noten zweitrangig."




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Herr Wolfgang Schmitz