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Rubrikillustration Tourismus
Karte - Euskirchen

Historische Bauten aus der Römerzeit

Römische Kalkbrennerei Bad Münstereifel-Iversheim

Bei Bauarbeiten für eine Wasserleitung entdeckte man 1966 sechs Kalköfen aus der Römerzeit. Von 100 bis 300 n.Chr. wurde an dieser Stelle Kalk gebrannt. Der ungelöschte Kalk fand als Baustoff Verwendung und wurde mit dem Lastkahn über die Erft transportiert. Trotz der Zerstörung beim 1. großen Frankeneinfall 270 wurde der Betrieb wieder aufgenommen, bis er um 300 schlagartig aufgegeben wurde.
Die Sammlung ist ein für die römische Wirtschaftsgeschichte nördlich der Alpen einmaliges archäologisches Denkmal.

Die genaue Lage der Kalkbrennerei im Stadtplan können Sie sich über den Radroutenplaner NRW (siehe Box rechts oben) anzeigen lassen.

Römische Kalkbrennerei Iversheim
Bad Münstereifel-Iversheim, Kalkarer Weg

Ansprechpartner:
Dorfverschönerungsverein Iversheim, Tel.: 02253/3385 oder
Städtische Kurverwaltung Bad Münstereifel, Tel.: 02253/542244

Römerkanal Euskirchen-Kreuzweingarten

Die Eifelwasserleitung nach Köln versorgte die Römer im zweiten und dritten Jahrhundert mit frischem Trinkwasser aus den Quellgebieten der Nordeifel. Nach dem Abzug der Römer wurden die Leitungen unbrauchbar, weil niemand in der Lage war, sie ordnungsgemäß zu warten. Die Kanäle verkamen, wurden aufgebrochen und als Steinbruch genutzt.

Dabei stieß man auf Kalkablagerungen, die eine Stärke von bis zu 30 Zentimetern erreichten. Der Sinter wurde herausgebrochen, poliert und im Mittelalter beim Bau von Kirchen und Burgen weiterverarbeitet.

Insbesondere in der Nähe des Ortsteiles Kreuzweingarten gibt es ausgezeichnet erhaltene Reste einer römischen Wasserleitung, die Jahrhunderte hindurch die römische Großstadt Köln mit frischem Eifelwasser versorgte. Deutlich ist hier die dicke Kalkschicht zu erkennen, die sich an den Wänden der Leitung gebildet hat. Der Weg ist in Kreuzweingarten ausgeschildert. Der Besuch der Wasserleitung lässt sich gut mit einer kleinen Wanderung zur Hardtburg verbinden.

Die genaue Lage des Kanalaufschlusses im Stadtplan können Sie sich über den Radroutenplaner NRW (siehe Box rechts oben) anzeigen lassen.

Römische Wasserleitung, Mechernich-Breitenbenden

Direkt neben einem Wirtschaftsweg liegt ein besonders gut erhaltener Aufschluß der römischen Wasserleitung aus der Eifel nach Köln. Gut erkennbar sind die Abdrücke der Holzschalung für das Gewölbe.

Römische Aquäduktbrücke, Mechernich-Vussem

Die Römer benutzten in ihren Wasserleitungen keine Pumpen, daher war ein gleichmäßiges Gefälle der Kanalrinne erforderlich. Einschnitte in der Landschaft galt es zu überbrücken. Die Aquäduktbrücke bei Vussem überspannte in vermutlich 13 Bögen ein Bachtal in einer Länge von 80 m in bis zu 10 m Höhe. Bei den heute sichtbaren Teilen handelt es sich um Rekonstruktionen.

Die genaue Lage des Aquädukts im Stadtplan können Sie sich über den Radroutenplaner NRW (siehe Box rechts oben) anzeigen lassen.

Gallorömischer Tempelbezirk "Görresburg", Nettersheim

Auf einem Bergrücken westlich von Nettersheim liegt eine Tempelanlage aus römischer Zeit, in der die einheimischen "Matonae Aufaniae", drei weibliche Gottheiten, verehrt wurden. Die Funde deuten auf eine Blütezeit der Anlage im 2. und 3. Jahrhundert hin. Die entdeckten Fundamente wurden durch Aufmauerung bei der Rekonstruktion deutlich gemacht. Die aufgestellten Weihesteine sind Abgüsse der hier gefundenen Originale.

Die genaue Lage des Tempels im Stadtplan können Sie sich über den Radroutenplaner NRW (siehe Box rechts oben) anzeigen lassen.

Kalköfen und Kalksteinbruch "Kaninhecke", Nettersheim

Ähnlich wie in Iversheim liegt auch hier der Kalkstein in reiner und gut abbaubarer Form in der Erde. Die Nettersheimer Kalköfen stammen aus dem 19. Jahrhundert und sind vor einigen Jahren restauriert worden. Anders als bei der zyklischen römischen Produktionsweise in Iversheim werden bei diesen moderneren Anlagen kontinuierlich Kalkstein und Kohle oben eingefüllt und der fertige Branntkalk unten durch Abstichöffnungen entnommen. Der dahinterliegende Steinbruch ist reich an Fossilien und für geologisch Interessierte auf Schildern beschrieben.

Römischer Werkplatz "Steinrütsch", Nettersheim

Die genaue Bedeutung dieser im 2. Jahrhundert entstandenen Bauten ist unklar. Möglicherweise handelt es sich hier um Straßenposten oder stein- und metallverarbeitende Betriebe. Zu sehen sind römische Meilensteine, von dem eine Nachbildung am Fundort ausgestellt ist.

Gallorömischer Tempelbezirk, "Heidentempel", Nettersheim-Pesch

Die auf einer Berghöhe gelegenen, teilrekonstruierten römischen Tempelgebäude stammen aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.. Sie sind Folgebauten von älteren Vorgängern.

Drei ummauerte Bezirke liegen in einer Reihe: im nördlichen davon, der seiner Anlage nach ein gallorömischer Umgangstempel ist, wurden die Matronae Vacallinehae (weibliche Gottheiten) verehrt. Die Funktion der übrigen Bezirke ist unklar. Ein Brunnen und Nebengebäude gehören ebenfalls zu dem Komplex. Der Abguß eines der gefundenen Weihesteine ist vor der Cella des Matronentempels aufgestellt.

Der Tempelbezirk ist an der Landstraße zwischen Bad Münstereifel-Nöthen und Nettersheim-Pesch, in der Nähe eines Wanderparkplatzes zu finden. Die Überreste der Gebäude können ganzjährig besichtigt werden.




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