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Rubrikillustration Tourismus
Karte - Euskirchen

Tour 1: Naturzentrum und Freilichtmuseum

Zwischen Blankenheim und Euskirchen rollt man mit dem Fahrrad gemütlich bergab und an vielen Naturschönheiten vorbei. Diese Strecke ist auch für Familien mit Kindern leicht zu bewältigen, denn auf dem Weg von Blankenheim-Wald nach Euskirchen geht es fast nur bergab. Lediglich hinter Kall muss man den Anstieg zur Wallenthaler Höhe bewältigen. Außerdem ist die 44 Kilometer lange Route so gewählt, dass man, falls die Kräfte unterwegs nachlassen sollten, an mehreren Stellen zur Heimreise in einen Zug einsteigen kann.
Karte mit Routenverlauf Routenverlauf Großbildansicht
Höhenprofil der Route Höhenprofil der Route Großbildansicht

 

 

Römerkanal an der Urft Römerkanal an der Urft Großbildansicht
Die Anreise nach Blankenheim erfolgt am besten mit der Bahn. Direkt vor dem Bahnhof schwingt man sich dann in den Sattel, und auf geht's zur ersten Etappe, die rund sieben Kilometer lang ist und nach Nettersheim führt. Kaum hat man die Bundesstraße 258 überquert, sieht man für längere Zeit keine Autos mehr. Denn die Route führt durch das ruhige und schöne Urfttal. Allerdings ist in diesem ersten Abschnitt der Feldweg recht holprig. Rennradfahrer mit ihren schmalen Slicks werden dort Probleme bekommen.

 

Naturschutzzentrum Nettersheim Naturschutzzentrum Nettersheim Großbildansicht
Nettersheim ist recht flott erreicht. Wer jetzt schon eine Erfrischung benötigt, hat dort eine große Auswahl. Denn im Ortskern hat die Gemeinde viel investiert, und in gemütlicher Umgebung kann man etwa einen Eissalon oder auch ein Café aufsuchen. Eine Besichtigung wert ist auch das Naturschutzzentrum Eifel, das direkt neben der Urft liegt. Nun folgen wir den Schildern Richtung Kall. Auch auf den nächsten zwölf Kilometern folgt der Weg, der nun meistens geteert ist, den weiten Biegungen der Urft. Immer wieder kann man Blicke auf den ruhig daherplätschernden Fluss werfen. Besonders im Frühling erfreuen viele blühende Blumen das Auge.

 

Radweg-Beschilderung Radweg-Beschilderung Großbildansicht
Ohne größere Anstrengungen erreichen selbst ungeübte Radfahrer schon recht bald den Ort Kall. Dort heißt es nun aufzupassen, denn im Ortskern herrscht viel Verkehr. Außerdem darf man die Hinweisschilder nicht verpassen, die die Radfahrer im Zickzack durch den Ort führen. Auch in Kall gibt es genügend Möglichkeiten zur Einkehr. Am Ortsausgang muss man dann kräftig in die Pedale treten: Nun gilt es, den Anstieg zur Wallenthaler Höhe zu bewältigen. Wenn man nach der Überquerung der B 266 in einen Wirtschaftsweg eingebogen ist, geht es nur noch ein kleines Stück bergauf. An dieser Stelle wartet an den meisten Tagen der beste Freund eines jeden Radfahrers: der Rückenwind. Die großen Windräder neben der Bundesstraße verraten schon von weitem, ob der Wind - wie erwünscht - aus Westen bläst. Falls ja, geht es nun mit hohem Tempo an Feldern vorbei und durch Wallenthal, Schützendorf und Hostel nach Kommern.

 

Hochwildpark Kommern Hochwildpark Kommern Großbildansicht
Wer genügend Zeit hat, kann unterwegs abbiegen und einen Abstecher in das Rheinische Freilichtmuseum unternehmen. Aber auch die Fahrt durch den historischen Ortskern von Kommern hat viel zu bieten. Nicht nur schöne Gebäude erfreuen das Auge, es gibt auch Gelegenheit zur Einkehr.

 

Die letzten 14 Kilometer unserer Tour führen dann durch Schaven, Obergartzem, Wißkirchen und Euenheim nach Euskirchen. Und wenn am Bahnhof der Kreisstadt die Beine dann müde sind, so macht das nichts: Nach einem schönen Tag im Sattel geht es mit dem Zug wieder Richtung Heimat.

 

Text und Bilder:
Johannes Puderbach (Kölner Stadtanzeiger)
Kreis Euskirchen