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Rubrikillustration Tourismus
Karte - Euskirchen

Tour 9: Altes Fachwerk und flaches Feld

Von Mechernich nach Weilerswist führen die zwei Radtouren, die wir hier vorstellen. Sie unterscheiden sich in der Länge: Während die kurze Route eng am Rotbach in nahezu gerader Linie nach knapp 37 Kilometern zum Ziel führt, schwenkt die Alternativtour weit nach Westen aus und führt nach 52 Kilometern ans Ziel.
Karte mit Routenverlauf Routenverlauf Großbildansicht
Höhenprofil der Route Höhenprofil der Route Großbildansicht

 

Startpunkt ist am Bahnhof in Mechernich. Radler, die mit dem Wagen anreisen, finden hier eine Vielzahl an Parkmöglichkeiten. Zunächst rollt man auf dem Radweg parallel zur Bundesstraße in Richtung Kommern. Mit dem Rücken zum Bahnhof hält man sich dann nach links. Bald erreicht man an der Einmündung in die B 266 am Kommerner Mühlenpark den Wasserburgenradweg, dem man nach rechts (Richtung Euskirchen) folgt.

 

Blick auf den Mühlensee Mühlensee bei Kommern Großbildansicht

Rechter Hand liegt der Mühlensee, links geht es zur Sommerrodelbahn. Der Ort Kommern ist wegen seines historischen Ortskerns mit malerischer Fachwerkbebauung auf jeden Fall einen Abstecher wert.

In Höhe der Kirche sollte man nach links schwenken. Über eine kurze Steigung erreicht man wieder die Bundesstraße, die an dieser Stelle überquert wird. Hier ist Vorsicht geboten, weil man wegen einer Kurve den Autoverkehr von rechts nicht sehr weit übersehen kann. Der Wasserburgenradweg führt an dieser Stelle über die Kreisstraße 20 in Richtung Eicks. Bald weist ein Schild nach links zur Zufahrt des Freilichtmuseums, das ebenfalls einen Abstecher wert ist.

 

Weiter führt die Tour nach Eicks, wo sich die längere und die kürzere Route trennen. Die Kurzstrecke zweigt an der Wasserburg nach rechts ab und folgt weiter der Wasserburgenroute nach Schwerfen. Im Ort fehlt teilweise die Radwegebeschilderung. Die längere Strecke führt hinter dem Ort am Grenicher Hof entlang. Das ist der große Bauernhof jenseits der Bundesstraße 477.

 

Die kurze Strecke führt weiter entlang des Rotbaches an Sinzenich und Linzenich vorbei nach Lövenich. Dabei passiert man einige Naturschutzgebiete im Feuchtgebiet des Rotbaches. Die Strecke bis nach Mülheim-Wichterich ist recht gut als Wasserburgenradweg ausgeschildert. Hier treffen die beiden Routenvarianten wieder zusammen.

 

Probsteimuseum Zülpich Probsteimuseum Zülpich Großbildansicht
Die längere Route folgt ab Eicks der Kreisstraße über Floisdorf nach Berg. Dabei geht es auf und ab. Es folgt eine Kraft raubende Steigung hoch nach Vlatten: Der Ort ist sehenswert. Weiter geht es nun bei leichtem Gefälle über Wollersheim nach Embken. Durch die flache Ebene erreicht man bald Juntersdorf und die Römerstadt Zülpich. Auf Schritt und Tritt trifft man hier auf Spuren der Geschichte. Wer eine Erfrischung braucht, kann nach kurzem Trip den Zülpicher Wassersportsee erreichen.

 

Die weitere Tour führt entlang des Neffelbachs nach Bessenich. Hier verlässt die Route kurz den Kreis Euskirchen. Der nächste Ort heißt Sievernich, er liegt im Kreis Düren. Von da geht es in südöstlicher Richtung zurück in den Kreis Euskirchen bis kurz vor Rövenich, wo man links abbiegt zum Haus Boulich. Dort biegt man rechtwinklig nach rechts ab in Richtung Mülheim-Wichterich. Dort treffen die kurze und die lange Route wieder zusammen.

 

Ab Mülheim folgen beide Touren der Radwegebeschilderung nach Borr, Niederberg und Friesheim im Rhein-Erft-Kreis. Am Friedhof in Friesheim schwenkt die Route nach Osten, also nach rechts, ab. Weiter geht es auf brettebenen Wirtschaftswegen bis zur Erft bei Groß Vernich. Jetzt ist es auf dem Erftradweg nur noch ein kleiner Sprung bis zum Ziel in Weilerswist.

 

Römische Wasserleitung bei Mechernich Römische Wasserleitung bei Mechernich Großbildansicht
Die längere Tour ist wegen der Steigungen und wegen der Gesamtstrecke von fast 52 Kilometern deutlich anstrengender als die kurze Variante. Sie bietet aber auch einiges mehr an kulturellen Sehenswürdigkeiten. Für Familien mit kleinen Kindern und für wenig trainierte Radler empfiehlt sich die kürzere Strecke.

 

Text und Bilder:
F. A. Heinen (Kölner Stadtanzeiger)
Kreis Euskirchen