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Presseberichte

Aus Nominierung wird Winner

Aus Nominierung wird Winner German Design Award 2018 | Foto: © Vogelsang IP - Roman Hövel Großbildansicht

Ausstellung der NS-Dokumentation Vogelsang gewinnt German Design Award

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

Vogelsang IP 23. Oktober 2017 |"Winner 2018" lautet der Titel, den die Ausstellungs-Kuratoren mit den Gestaltungs-Teams verliehen bekommen haben. Und das in gleich zwei Kategorien: in "Fair & Exhibition" sowie in "Universal Design".

Der Award wird vom Rat für Formgebung vergeben, der zum Ziel hat, einzigartige Gestaltungstrends zu entdecken und auszuzeichnen. Der 2012 initiierte "German Design Award" zählt zu den anerkanntesten Design-Wettbewerben weltweit. Ausgezeichnet werden innovative Produkte und Projekte, ihre Hersteller und Gestalter, die in der deutschen und internationalen Designlandschaft wegweisend sind.

Den Geschäftsführer von Vogelsang IP, Albert Moritz, freut dies sehr: "Dass wir mit der Dauerausstellung 'Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen' inhaltlich richtig liegen und schon viele, viele Impulse setzen konnten, wird uns von den Besucherinnen und Besuchern sowie der Fachwelt regelmäßig berichtet. Umso mehr freut es uns, dass nunmehr auch die Gestaltung der Ausstellung, in die alle Mitarbeitenden viel Energie und Kreativität gesteckt haben, so eine tolle Würdigung erfährt."

Moritz betont dabei die äußerst konstruktive Zusammenarbeit bei der Ausstellungsentwicklung zwischen dem Kuratorenteam der Akademie Vogelsang IP unter der Leitung von Stefan Wunsch und den drei verantwortlichen Gestaltungsbüros: gwf Ausstellungen | Konzept + Gestaltung in Hamburg, MATTHIES & SCHNEGG - Ausstellungs- und Kommunikationsdesign in Berlin und IT'S ABOUT exhibitions, Berlin. Die Lichtplanung erfolgte zudem durch Zolghadri GmbH LICHTTechnikDesign, Hamburg.

Die Dauerausstellung der NS-Dokumentation Vogelsang "Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen" wurde vor einem Jahr eröffnet. Zusammen mit dem Denkmalbereich von Vogelsang IP zog sie im ersten Jahr gut 270.000 Besucherinnen und Besuchern in die Eifel, vor allem aus deutschen Fernzielen und den Benelux-Ländern. Die Ausstellungskuratoren legten viel Wert auf eine multimediale Gestaltung: Neben Textdokumenten wie Tagebucheinträgen finden sich zahlreiche Fotos, Videos und auch Reden als Hörstationen. Durch Öffnungen der Außenwände wird das Gelände als Exponat in die Ausstellung integriert. Besonders ist neben den unterschiedlichen Medien die Raumgestaltung und die Farbgebung in Blautönen.

Barrierefreiheit lag den Kuratoren und Gestaltenden ganz besonders am Herzen. So erläutert Stefan Wunsch von der Akademie Vogelsang IP: "Während der NS-Zeit wurde hier in diesen Gebäuden Ausgrenzung und Menschenverachtung gelehrt. Unsere heutige Gesellschaft ermöglicht demgegenüber so vielen Menschen wie möglich die Teilhabe. Neben Fremdsprachen gehört natürlich auch die Barrierefreiheit dazu." Dies gelte für Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind ebenso wie für ältere Menschen mit Rollatoren oder auch Eltern mit Kinderwagen. Durch erhabene Schrift Brailleschrift und Tastmodelle wird die Ausstellung für blinde Menschen und Schwersichtige erfahrbar. Eine Ausstellungserzählung in Leichter Sprache ist in Vorbereitung.

Die offizielle Preisübergabe an Vogelsang IP und die Gestaltungsteams findet am 09. Februar 2018 in Frankfurt am Main statt.

Bildungsrekord für Akademie Vogelsang IP

Besucherzentrum des Forum Vogelsang IP | Foto: © Vogelsang IP - Roman Hövel Großbildansicht

Ein Jahr nach Eröffnung von Forum Vogelsang IP und NS-Dokumentation Vogelsang

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

Vogelsang IP 11. September 2017 | Heute vor einem Jahr wurde in der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang, in Panoramalage mitten im Nationalpark Eifel gelegen, das Forum Vogelsang IP eröffnet. Die Erlebnisausstellung "Wildnis(t)räume" des Nationalpark-Zentrums Eifel einerseits und der Denkmalbereich sowie die Dauerausstellung der NS-Dokumentation Vogelsang andererseits sind seitdem die beiden Hauptattraktionen am "Internationalen Platz" Vogelsang IP, der bis 2005 als belgisches "Camp Vogelsang" militärisch genutzt war.

Immerhin 272.000 Besucherinnen und Besucher fanden im letzten Jahr den Weg in das neue Besucherzentrum am historischen "Adlerhof". Sie waren durchschnittlich 46 Jahre alt und legten bei der Anreise im Durchschnitt rund 125 km zurück. 40% der Besucherinnen und Besucher von außerhalb kamen nach eigener Angabe "wegen Vogelsang IP in die Region". Mehr als 100.000 kamen von deutschen Fernzielen oder aus den europäischen Nachbarländern. 85% der Besucherinnen und Besucher kamen wegen des historischen Geländes bzw. der beiden Ausstellungen, für weitere 15% war das Forum Start, Ziel oder Zwischenstopp auf einer Nationalparkwanderung.

Neben der erfreulich hohen Gesamtzahl an Besucherinnen und Besuchern und der weit über die Landesgrenzen von NRW hinaus reichenden Ausstrahlung liegt den Verantwortlichen der Vogelsang IP gemeinnützige GmbH jedoch insbesondere die Wirkung der Angebote und Programme zum historischen Ort am Herzen. Diese werden von der Akademie Vogelsang IP als Bildungswerk der GmbH entwickelt und gehen u.a. der Frage nach: "Was hat das (noch) mit mir zu tun?".

"Unser Konzept geht auf. Die Angebote unserer Akademie hier am authentischen historischen Ort ziehen." kann Prof. Dr. Jürgen Rolle (LVR) als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung angesichts der nahezu ausschließlich positiven Erfahrungen aus dem ersten Betriebsjahr feststellen. So haben im Jahr seit der Eröffnung immerhin 80.900 Menschen, etwa 30% aller Besuchenden, die Angebote der Akademie wahrgenommen. Die eine Hälfte von ihnen erkundete die neue Dauerausstellung "Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen", die andere Hälfte nahm an einem historischen Geländerundgang, einem Studientag oder z.B. einer kulturhistorischen Wollseifen-Wanderung teil. Insgesamt wurden in dem Jahr seit Eröffnung von den derzeit 35 zertifizierten Referentinnen und Referenten der Akademie 2.240 Gruppen geführt.

Mindestens so wichtig wie diese Zahlen sind für Rolle jedoch die inhaltlichen Rückmeldungen zu den Angeboten. Er freut sich über die vielfältigen positiven und gleichzeitig nachdenklichen Einträge auf der "Wand der Eindrücke", dem digitalen Gästebuch im Besucherzentrum. Eine Besucherin aus Mönchengladbach hinterließ hier im April den Eintrag: "Die Ausstellung zur Ordensburg ist beeindruckend und bedrückend; regt zum Nachdenken an und ist gerade in der aktuellen politischen Situation wichtig. Sehenswert!".

Die Zahl von im letzten Jahr 7.800 an den Akademie-Programmen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern hat sich gegenüber den Vorjahren verdoppelt. Nicht nur dies freut den Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Poth (Kreis Euskirchen) sehr: "Mittlerweile haben zudem bereits 15 Schulen zwischen Blankenheim und Leverkusen eine Bildungspartnerschaft mit der Akademie abgeschlossen." Der Kreis Euskirchen fördert, ähnlich den anderen Kommunen, den Vogelsang-Besuch im Rahmen seines Programms "Maßnahmen gegen Rechtsextremismus". Dass fast 60% der Schulen von außerhalb der Region Aachen zwischen Heinsberg und Euskirchen kommen und teilweise bundesweit anreisen, ist Ausdruck der überregionalen Bedeutung der ehemaligen NS-Ordensburg als außerschulischer Lernort. Insgesamt stellt Poth fest: "Der Umbau des Forums und die Investitionen in die NS-Dokumentation haben sich aus meiner Sicht bereits jetzt voll gelohnt."

Stefan Wunsch, dem wissenschaftlichen Leiter der Akademie Vogelsang IP liegt insbesondere die regionale und überregionale Vernetzung und Kooperation im Bereich der historisch-politischen Bildung am Herzen. Beispielsweise entwickelt sein Team zurzeit mit dem Kreis Euskirchen ein "Integriertes lokales Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus und Rassismus". Zwei Modellprojekte der Akademie mit geflüchteten Menschen am Erinnerungsort Vogelsang werden von der Bundeszentrale für politische Bildung bzw. der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" (EVZ) gefördert und unterstützen gesellschaftliche Diskussion und Integration.

Auch in der Fachwelt ist die Expertise der Akademie Vogelsang IP bzw. der NS-Dokumentation Vogelsang gefragt, sei es in der Beratung von Museen, in der Kooperation mit anderen Gedenkstätten, Erinnerungsorten und Universitäten oder bei pädagogisch/wissenschaftlichen Tagungen, Workshops und Kongressen. In der näheren Region hat die Akademie beispielsweise bei der Weiterentwicklung der Erinnerungslandschaft Hürtgenwald eine beratende Funktion übernommen. Die Nominierung der Ausstellung "Bestimmung: Herrenmensch" zum diesjährigen German Design Award ist für Wunsch da fast schon Nebensache.

Neben der Weiterentwicklung als Bildungspartner und außerschulischer Lernort liegt für Geschäftsführer Albert Moritz ein Schwerpunkt der nächsten Zeit auf Gruppenreisen und der Etablierung als Tagungs- und Seminarstandort. Trotz der im letzten Jahr zusätzlich zu den Schulen bereits 1.030 gebuchten Gruppen mit insgesamt 20.200 Teilnehmenden sieht er hier nach eigenen Worten "noch viel Luft nach oben" und ergänzt: "Wir merken, wie sich das Forum langsam rundspricht und zunehmend Gruppenreisen, Firmentagungen, Seminare, Betriebsausflüge und private Treffen mit Programm gefragt werden." Dass die Akademie hier gemeinsam mit dem Nationalpark-Zentrum und dessen Erkundungstouren in der Ausstellung "Wildnis(t)räume" auftritt, liegt auf der Hand, "haben wir doch hier am Standort mit der Geschichte und dem Nationalpark zwei gleich starke Themenfelder. Dies zeigt schon heute die hohe Nachfrage nach Kombiangeboten."

Der bisherige Erfolg des Forums hat laut Moritz verschiedene Gründe: "Wir haben 365 Tage im Jahr von 10 bis 17 Uhr geöffnet, sind mit den beiden Ausstellungen, den Seminar- und Tagungsräumen sowie der Panoramagastronomie nunmehr eine perfekte Ganzjahresdestination, haben eine Reihe von spannenden Themen im Programm, das denkmalgeschützte Kulturkino mit bis zu 1.000 Sitzplätzen und nicht zuletzt beeindruckende Wandermöglichkeiten im Nationalpark Eifel". Von einem der nicht nur topographischen "Höhepunkte des Rheinlands" und auch von einem Stück "neue Eifel" zu sprechen, liegt für Moritz nicht fern.

Dauerausstellung der NS-Dokumentation Vogelsang

NS-Dokumentation Vogelsang (Obergeschoss) | Foto: © Vogelsang IP - Roman Hövel Großbildansicht

Für den German Design Award 2018 nominiert

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

Vogelsang IP 21. Juni 2017 | Ein Dreivierteljahr nach ihrer Eröffnung im September 2016 hat die NS-Dokumentation "Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen" im neuen Forum Vogelsang IP eine besondere Würdigung erfahren. Das Ausstellungsprojekt wurde vom "Rat für Formgebung"  in Frankfurt am Main für den renommierten German Design Award 2018 in der Kategorie "Communications Design" nominiert. Der German Design Award zeichnet jedes Jahr innovative Produkte und Projekte, ihre Hersteller und Gestalter aus, die in der deutschen und internationalen Designlandschaft wegweisend sind. Eine international besetzte Jury wird im Juli in unterschiedlichen Kategorien über die Preisvergabe an die nominierten Projekte entscheiden. Aber auch bereits die Nominierung sei, so Geschäftsführer Albert Moritz, eine Auszeichnung, die von der Akademie Vogelsang IP und ihren Gesellschaftern hoch geschätzt werde.

Moderiert von den Ausstellungskuratoren der Akademie Vogelsang IP wurde die Gestaltung der Dauerausstellung "Bestimmung: Herrenmensch" von einer  Arbeitsgemeinschaft dreier Designbüros entwickelt und realisiert: gwf Ausstellungen | Konzept + Gestaltung in Hamburg, MATTHIES & SCHNEGG - Ausstellungs- und Kommunikationsdesign in Berlin und IT'S ABOUT exhibitions, Berlin. Die innovative Präsentation eines inhaltlich nicht einfachen Themas durch Raumgliederung, Farbgestaltung, Lichtführung und den Einsatz unterschiedlicher Medien wie Hörstationen, historische Filme und aktive Bildschirme zeichnet die Gestaltung der neuen NS-Dokumentation besonders aus, ebenso der barrierefreie Rundgang.  Mit der Nominierung ist die Verleihung des Labels "German Design Award  Nominee 2018" verbunden.

Saisonauftakt: Vogelsang ip startet in die erste Saison seit Neueröffnung

Saisonauftakt | Foto: © Vogelsang IP - Roman Hövel Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

Vogelsang IP 07. April 2017 | Pünktlich zu Beginn der Osterferien läutet Vogelsang IP die neue Saison ein. Sowohl die Dauerausstellung der NS-Dokumentation "Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen" als auch die Erlebnisausstellung des Nationalpark-Zentrums Eifel "Wildnis(t)räume" erfreuen sich hoher Beliebtheit in der Bevölkerung. Bereits Anfang Februar und damit vor dem Saisonbeginn konnte der 100.000 Besucher seit der Neueröffnung im September begrüßt werden. Auch die Nachfrage nach den Bildungsformaten zeigt deutlich, dass der Erinnerungsort als historisch-politische Bildungsstätte prominent und beliebt ist.

Historisch Interessierten wird bei einer Gelände- oder Ausstellungsführung die Geschichte des Ortes sowie der heutige Internationale Platz erläutert. Die täglichen offenen Führungen finden unverändert von Montag bis Freitag um 14 Uhr und samstags, sonntags und an den Feiertagen zusätzlich um 11 Uhr für 8 € bzw. 12 € (ermäßigt jeweils der halbe Preis) statt.

Am ersten April starteten zudem die begehrten Turmaufstiege wieder, die bedingt durch den Umbau nicht möglich waren. Besucherinnen und Besucher können für 6 € die 172 Stufen am Wochenende und an den Feiertagen zwischen 12 und 16 Uhr zu jeder vollen Stunde erklimmen sowie in der Woche um 13 Uhr. Die Anstrengungen werden mit einem beeindruckenden 360°-Blick über den historischen Ort und den Nationalpark belohnt.

Wer eine Fahrradtour mit seinem E-Bike macht, kann seinen treuen Begleiter am ehemaligen "Adlerhof" parken und dort das Akku aufladen, während er auf der Panoramaterrasse der Gastronomie den Ausblick genießt. Wer hingegen lieber zu Fuß die Natur erkundet, dem empfehlen wir die Wanderungen über die Urftseestaumauer nach Wollseifen oder eine Etappe des attraktiven Wildnis-Trails.

Jugendlichen aus dem Kreis Euskirchen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren werden im Rahmen des Kulturrucksacks NRW viele kreative und aufregende Projekte angeboten. In kostenlosen Workshops sind sämtliche Kunst- und Kultursparten aus der Region vertreten und laden zum Mitmachen ein. Unter dem Motto "respect 4 all" wird genäht, Musik gemacht, Graffiti gesprayt, getrommelt, getanzt, getöpfert, fotografiert und vieles mehr.

Das Besucherzentrum mit den beiden Ausstellungen und der Gastronomie ist täglich von 10 bis 17 Uhr für Sie geöffnet. Aktuelle Informationen über den Kulturrucksack sowie nähere Informationen zu den Ausstellungen finden Interessierte unter www.vogelsang-ip.de.

 

Vogelsang empfängt 100.000 Besucher seit Eröffnung des Forums

Albert Moritz und Dr. Kerstin Oerter begrüßen die 100.000 Besucher, v.l.n.r.: Albert Moritz, Francesca Gibson, Geoffrey Bryant, Rosemary Bryant, Dr. Kerstin Oerter | Foto: © Vogelsang IP - Roman Hövel Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

08. Februar 2017 | Die Überraschung war groß, als Albert Moritz, Geschäftsführer von Vogelsang IPund Dr. Kerstin Oerter, Leiterin des Nationalpark-Zentrums Eifel, das Ehepaar Geoffrey und Rosemary Bryant mit ihrer Schwester Francesca Gibson aus Kingston upon Hull und Wigan (Großbritannien) in der Besucherinformation begrüßten: Seit der Eröffnung der beiden Ausstellungen vor fünf Monaten sind die drei die 100.000 Besucher. Moritz und Oerter überreichten zwei Bücher sowie Eintrittskarten für die 2.000 Quadratmeter große Erlebnisausstellung "Wildnis(t)räume" und die Dauerausstellung "Bestimmung Herrenmensch: Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen". Das freute die drei Besucher, die ohnehin beide Ausstellungsbesuche geplant hatten. 

Schon vor 20 Jahren haben die Eheleute Bryant in der Region Urlaub gemacht und Geoffrey Bryant schwärmt noch heute von dem schönen "Tearoom" in Gemünd. Im März 2016 besuchten sie bereits die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang, damals noch Großbaustelle. Umso begeisterter zeigte sich das Trio jetzt über das Resultat: "It's really a fantastic place!". "Wir sind sehr froh über die positive Resonanz zu den beiden Ausstellungen, die wir in den letzten fünf Monaten erhalten haben. Viele Menschen haben hierfür mit vollem Engagement gearbeitet. Umso schöner zu sehen, dass sich der Einsatz gelohnt hat", bedankte sich Geschäftsführer Moritz bei den englischen Gästen. 

Nach dem Ausstellungsbesuch sprach die Leiterin des Nationalpark-Zentrums Oerter mit den drei Besuchern. Ihr Fazit: "Dass die Ausstellung 'Wildnis(t)räume' den dreien so gut gefallen hat, zeigt uns einmal mehr, dass diese Ausstellung für jedermann ist, unabhängig vom Alter der Besucher."

Die Ausstellungen sind, wie das Forum Vogelsang IP insgesamt und die Gastronomie, täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Jeder Ausstellungsbesuch kostet 8 €, ermäßigt 4 €. Das Kombiticket für beide Ausstellungen kostet 12 €, ermäßigt 6 €. Der 100 ha große Denkmalbereich selbst ist kostenfrei begehbar und frei zugänglich. Turmaufstiege sind ab April wieder möglich. Der Besucherparkplatz kostet für den ganzen Tag 4 €.

Countdown bis zur Eröffnung des neuen Forum Vogelsang ip am Sonntag, 11. September 2016

Das Besucherzentrum des neuen Forum Vogelsang IP auf dem historischen "Adlerhof" | Foto: © Vogelsang ip Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

19. August 2016 | Noch 3 Wochen verbleiben bis zur Neueröffnung des Forum Vogelsang IP am Sonntag, den 11. September. Im Fokus der Eröffnung stehen die beiden zentralen, barrierefreien Ausstellungen des Standorts: einerseits die Dauerausstellung der NS-Dokumentation Vogelsang unter dem Titel "Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen", andererseits die Erlebnisausstellung des Nationalpark-Zentrums Eifel mit dem Titel "Wildnis(t)räume". Zusammen mit dem neuen, markanten Besucherzentrum, einer Panoramagastronomie, einem Tagungszentrum, dem Aussichtsturm und dem bereits in Betrieb genommenen Kulturkino geht so mitten im Nationalpark Eifel ein Ausstellungs- und Bildungszentrum von überregionaler Bedeutung an den Start.

Um 12 Uhr startet auf dem historischen "Adlerhof" die Eröffnungsveranstaltung mit geladenen Gästen. In Ansprachen wird als Vertreterin des Landes Nordrhein-Westfalen zunächst die u.a. für Gedenkstättenförderung und Erinnerungskultur zuständige Ministerin Christina Kampmann sprechen, anschließend der für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz zuständige Landesminister Johannes Remmel. Ministerialdirektor Dr. Günter Winands spricht für die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Danach geht es im Rahmen einer moderierten Gesprächsrunde um Perspektiven und Entwicklungspotenziale. Hieran werden für die Hauptgesellschafter der Vogelsang IP gemeinnützige GmbH Prof. Dr. Jürgen Rolle, Landschaftsverband Rheinland, und Manfred Poth, Kreis Euskirchen, für Wald und Holz NRW dessen Leiter Andreas Wiebe, Axel Kunze als Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sowie der Beiratsvorsitzende der NS-Dokumentation, Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer, teilnehmen.

Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung ist das Forum Vogelsang IP ab etwa 14 Uhr dann für die Öffentlichkeit zugänglich. Für beide Ausstellungen gilt am Eröffnungstag "Eintritt frei!" und eine bis 19 Uhr verlängerte Öffnungszeit.

Ab Montag, den 12.09. werden das Forum Vogelsang IP und die Gastronomie dann täglich von 10 - 17 Uhr geöffnet sein. Zusätzlich zu den bereits heute stattfindenden Geländeführungen und Rangertouren wird es dann täglich in beiden Ausstellungen Führungen geben. Auch der Panoramablick vom Turm wird wieder möglich sein.

NS-Dokumentation Vogelsang und Nationalpark-Zentrum Eifel eröffnen am Samstag, 10. September 2016 im neuen Forum Vogelsang ip

Foto: © Vogelsang IP Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

08 Juli 2016 | Am Samstag, den 10. September diesen Jahres ist es soweit: In der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang, in exponierter Lage mitten im Nationalpark Eifel gelegen, wird das neue Forum Vogelsang IP eröffnet.

Knapp 4 ½ Jahre Bauzeit und 45 Mio. EUR für Sanierung und Umbau waren dann nötig, um aus dem historischen Zentralbau der 100 ha großen, denkmalgeschützten Anlage Vogelsang ein modernes, 12.500 m² umfassendes Besucher- und Ausstellungszentrum zu machen. Jährlich 300tausend Besucherinnen und Besuchern werden zukünftig erwartet. Herzstücke des Projekts sind neben dem 1.800 m² großen Besucherzentrum zwei große Ausstellungen, die einen zeitgerechten, barrierefreien und 4-sprachigen Zugang zu den beiden zentralen Themen des Standorts ermöglichen.

Dies ist zum einen die zukünftige Dauerausstellung der NS-Dokumentation Vogelsang. Sie trägt den Titel "Bestimmung: Herrenmensch | NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen". Auf 800 m² und zusätzlich gut 1.000 m² in den drei Exponaträumen "Ehrenhalle", "Burgschänke" und "Kameradschaftshaus" vermittelt sie aus verschiedenen Perspektiven den historischen Ort Vogelsang. Damit ist sie, neben dem Denkmalbereich an sich, zukünftig Basis der Bildungsangebote der Akademie Vogelsang IP. Betreiberin der NS-Dokumentation ist die Vogelsang IP gemeinnützige GmbH.

Unter dem Titel "Wildnis(t)räume" tritt die zweite große Dauerausstellung auf. In Panoramalage mitten im Nationalpark Eifel gelegen, wird sie zukünftig die zentrale Anlaufstelle des seit 2004 bestehenden, einzigen Nationalparks in NRW werden und dessen "Nationalpark-Zentrum" sein. Mit ihren knapp 2.000 m² an Ausstellungsfläche, kinder- und damit familienfreundlich angelegt, sowie mit vielfältigen flankierenden Programmen ergänzt sie die Bildungs- und Erlebnislandschaft des Nationalparks Eifel um eine wesentliche weitere Komponente. Betreiber des Nationalparkzentrums ist der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen.

Neben den Ausstellungsbereichen bietet das neue Forum Vogelsang IP ein Seminar- und Tagungszentrum, eine Gastronomie mit außergewöhnlichem Landschaftsblick sowie eine Aussichtsplattform auf dem 48 Meter hohen historischen Turm. Bereits im Jahr 2012 wurde das neben dem Forum liegende, aus den 50er Jahren stammende "Kulturkino" in Betrieb genommen.

Die Eröffnungsveranstaltung am 10. September und das Rahmenprogramm des Eröffnungswochenendes sind in Vorbereitung. Als Vertreterin des Landes Nordrhein-Westfalen wird die u.a. für Gedenkstättenförderung und Erinnerungskultur zuständige Ministerin Christina Kampmann das Forum und die NS-Dokumentation eröffnen. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), von der die NS-Dokumentation gefördert wurde, wird durch ihren Abteilungsleiter Dr. Günter Winands vertreten. Landesminister Johannes Remmel, in NRW zuständig für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, wird das Nationalpark-Zentrum Eifel eröffnen. Im Anschluss an den Festakt wird das Forum für die Öffentlichkeit geöffnet.

Umbau und Sanierung des Forums sowie die NS-Dokumentation wurden mit Landes-, Bundes- und EU-Mitteln sowie von den Gesellschaftern der Vogelsang IP gemeinnützige GmbH gefördert. Die Finanzierung des Nationalparkzentrums Eifel erfolgt durch das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.

Eröffnung Forum Vogelsang durch Imtech-Insolvenz verzögert

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

18. August 2015 | Schon nach wenigen Tagen ist klar: Die Insolvenz der Fa. Imtech wirkt sich auch auf den Fortgang der Baumaßnahme Forum Vogelsang aus. So war das Personal der für Elektroanlagen zuständigen Firma, zunächst noch vollzählig erschienen. Nachdem ab dem 7. August bereits wesentliche Zulieferer von Imtech ihre Zuarbeit ausgesetzt hatten, ist seit Donnerstag letzter Woche nun auch unabdingbares Montagepersonal nicht mehr auf der Baustelle. Ob und wann dieser Zustand beendet sein wird, ist zurzeit nicht absehbar.

Da in der aktuellen Phase des Projekts alle Gewerke Hand in Hand arbeiten, wirkt sich fast jeder Ausfall auf die nachfolgenden Gewerke und damit terminlich aus. Gerade am Strom hängt Einiges: der Betrieb der Ausstellungen sowie des Besucherzentrums, der Gastronomie, der Brandmeldeanlagen und Lüftungsanlagen, der Innenausbau, die Kälte-/Wärmeversorgung, die Beleuchtung und vieles andere mehr. "Wir prüfen zur Zeit alle unter den jetzigen Umständen möglichen Optionen, die Maßnahme bis Ende 2015 fertigzustellen", konstatiert GmbH-Geschäftsführer Albert Moritz. "Klar ist allerdings bereits jetzt, dass der geplante Eröffnungstermin Anfang Dezember 2015 nicht mehr zu halten ist."

Eine belastbare neue Termin- und Kostenprognose ist zurzeit noch nicht möglich. Auf Grund der Verzögerungen wird jedoch die eigentlich für September geplante vorzeitige Inbetriebnahme der neuen Gastronomie im Westflügel des Forums nicht möglich sein.

Der Besucherbetrieb bleibt von der aktuellen Baustellenentwicklung grundsätzlich unbeeinflusst. Die Besucherinformation inklusive Gastronomie im Kulturkino ist weiterhin täglich von 10 - 17 Uhr geöffnet und Führungen sowie Studien- und Projekttage finden wie gewohnt statt. Der seit kurzem im Rahmen von Führungen mögliche Zugang der Besucherinnen und Besucher zum Adlerhofgelände mit seinem Panoramablick bleibt ebenfalls bestehen und soll, wie angekündigt, sukzessive ausgeweitet werden.

Zugang zum Adlerhof als 1. Stufe der Geländeöffnung am Forum Vogelsang

Eröffnung Buswendeschleife | Foto: © Vogelsang IP Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

26. Juli 2015 | Gut drei Jahre lang war Besucherinnen und Besuchern des Internationalen Platzes Vogelsang IP auf Grund der Baumaßnahmen der Zugang zum zentralen Adlerhof verwehrt. Doch bevor in 5 Monaten, im Dezember 2015, die Eröffnung des neuen Forum Vogelsang stattfinden soll, beginnt bereits heute, zeitgleich mit der Inbetriebnahme der neugestalteten Busendhaltestelle, die stufenweise Öffnung des Geländes.

In einem ersten Schritt ist der Adlerhof ab sofort wieder Station und Highlight der am Kulturkino startenden Geländeführungen der Vogelsang-ReferentInnen. Dies gilt sowohl für die täglich um 14 Uhr, am Wochenende zusätzlich um 11 Uhr startenden offenen Führungen, als auch für die von Gruppen individuell gebuchten Programme. War in den letzten Jahren vor dem Bauzaun Stopp und die Enttäuschung für die Gruppen meist groß, kommen diese nun wieder hautnah in das Herz der denkmalgeschützten Anlage.

Zwar wird im Inneren des Forums und an den Freianlagen weiterhin kräftig gearbeitet, doch erschließt sich für die Besucherinnen und Besucher auf dem Adlerhof und an der ehemaligen Wandelhalle bereits jetzt wieder hautnah das architektonische Konzept der NS-Ordensburg. Der beeindruckende Stahl-/Glasneubau des zukünftigen Besucherzentrums mitten im Adlerhof und die fassadendurchdringenden grünen 'Inlays' sind zwar noch in Bau, lassen jedoch heute schon die Architektursprache der Neubauanteile am Denkmal erkennen. "Der gewollte Kontrast der zukünftigen Nutzungen zur Stein gewordenen Ideologie der NS-Ordensburg ist bereits jetzt deutlich ablesbar." stellt Prof. Dr. Jürgen Rolle (LVR) als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von Vogelsang IP fest.

Auf Grund der umfassenden Sanierungsmaßnahmen wird die Freitreppe an der ehemaligen Wandelhalle in Richtung Urftsee erst in einigen Wochen zugänglich sein. Dafür eröffnet sich schon heute zwischen der Burgschänke, der neuen Gastronomieterrasse sowie dem Westflügel mit der zukünftigen NS-Dokumentation und Gastronomie ein neuer Panoramablick über die Hangbauten bis zum Urftsee.

"Leider können wir den Adlerhof aus Sicherheitsgründen zur Zeit erst für von unseren ReferentInnen begleitete Gruppen öffnen", stellt Albert Moritz, Geschäftsführer von Vogelsang IP, fest und ergänzt: "Doch ab September soll er wieder für alle Besucher begehbar sein. Als weiteres Highlight wollen wir dann auch die neue Vogelsang-Gastronomie eröffnen. Der Panoramablick auf das Baudenkmal, auf Wollseifen und die Nationalparklandschaft aus dem Gastraum im Westflügel und von der Terrasse aus ist beeindruckend. Der Name 'Wolkenschmaus' des zukünftigen Pächters der Gastronomie drückt dies hervorragend aus."

Ob dann auch bereits der komplette Bauzaun rund um das Forum fallen kann, ist fraglich. "Die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher muss immer vorgehen; es kann deshalb sein, dass wir bestimmte Teilbereiche des Geländes, z.B. den ehemaligen Appellplatz, bis in den Herbst hinein für Besucher gesperrt halten müssen." prognostiziert Moritz.

Die letzte und wesentliche Etappe der Wiederöffnung des Geländes stellt dann die für Dezember 2015 geplante Gesamteröffnung des neuen Forums dar. Dann werden die Türen zum neuen Besucherzentrum und zu den beiden zentralen Ausstellungen geöffnet werden. Unter dem Titel "Bestimmung: Herrenmensch | NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen" öffnet dann zum einen die 800 Quadratmeter große Dauerausstellung der NS-Dokumentation als Teil der Akademie Vogelsang IP. Die 2.000 Quadratmeter umfassende Ausstellung "Wildnis(t)räume" wiederum ist wesentlicher Teil des zukünftigen Nationalparkzentrum Eifel. Die Ausstellungen werden gemeinsam über das neue Besucherzentrum und ein Foyer mit 'Eifelpanorama' erschlossen.

"Mit der Verlängerung des Durchführungszeitraums bis Ende 2015 hat das Land NRW mittlerweile die Voraussetzung für eine fördergerechte Abwicklung der Maßnahme geschaffen," stellt Manfred Poth als Aufsichtsratsvorsitzender von Vogelsang IP zufrieden fest und bringt einen Eröffnungstermin mit großer Symbolkraft ins Gespräch: "Sollten wir es schaffen, die Eröffnungsveranstaltung exakt auf den 13. Dezember 2015 zu terminieren, so wäre dies auf den Tag genau 10 Jahre nach der Übergabe der Forumsschlüssel durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben an die Region."

Tag der offenen Baustelle am Forum Vogelsang

Blick vom Turm auf die Baustelle Forum Vogelsang | Foto: © Vogelsang IP Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

21. Juli 2015 | Wie weit sind die Baumaßnahmen am neuen Forum Vogelsang gediehen? Wie werden die Räume und das Gelände später aussehen? Wo gab und gibt es Komplikationen? Wann kann man als Besucher wieder frei auf das Gelände? Wann wird das Forum eröffnet? Diese und andere Fragen möchte die Vogelsang IP gemeinnützige GmbH am kommenden Sonntag, 26. Juli 2015 allen Interessierten im Rahmen eines Tags der offenen Baustelle beantworten.

5 Monate vor der geplanten Eröffnung des Forums im Dezember 2015 ermöglichen der Geschäftsführer, der baufachliche Projektleiter und weitere Referenten im Rahmen von kostenlosen öffentlichen Führungen einen Blick hinter die Baukulissen. Beim Rundgang über den Adlerhof, durch das spätere Besucherzentrum, die Ausstellungsräume, den Seminarbereich und die zukünftige Gastronomie bekommen Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die Baumaßnahme, die sehr unterschiedlichen Bauzustände und nicht zuletzt in die Herausforderungen des Bauens im Denkmal. "Auch wenn wir weiter an vielen Stellen um den Baufortschritt und mit Komplikationen ringen müssen, werden das Baustellenende und die Fertigstellung immer greifbarer. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich bei einem spannenden Rundgang Informationen aus erster Hand geben zu lassen", lädt der Geschäftsführer von Vogelsang IP, Albert Moritz alle Interessierten herzlich zur Teilnahme ein.

Termin: Sonntag, 26.07.2015

Uhrzeiten: 12 - 16 Uhr, Beginn der Rundgänge jeweils zur halben Stunde

Dauer: ca. 45 Minuten

Preis: kostenlos, Parken 3 EUR

Treffpunkt: an der ausgeschilderten Baustellenzufahrt, ca. 500 Meter vom Besucherparkplatz und 300 Meter vom Kulturkino Vogelsang IP entfernt

Anmeldung: Aufgrund der sicherheitsbedingt beschränkten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung telefonisch unter fon +49 (0)24 44 91579-0 oder per E-Mail an info@vogelsang-ip.de empfehlenswert - für einen Spontanbesuch aber nicht zwingend erforderlich.

Wichtig:

Festes Schuhwerk ist Voraussetzung; die Baustellenbegehung erfolgt auf eigene Gefahr.

Hinweis: Besucherinformation und Gastronomie im Kulturkino sind auch während der Baustellenführungen von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Die 90minütigen, von ReferentInnen begleiteten historischen Geländeführungen für 5 EUR finden wie gewohnt um 11 Uhr und um 14 Uhr statt; sie starten am Kulturkino.

Sanierung und Umbau bis August, Eröffnung im Dezember

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

28. April 2015 | Bei der jüngsten Aufsichtsratssitzung der Vogelsang IP gemeinnützige GmbH gab Geschäftsführer Albert Moritz einen aktuellen Statusbericht zum neuen Forum Vogelsang. Demnach werden die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen auf Basis eines internationalen Architekturwettbewerbs Ende August 2015 dem Förderzweck entsprechend abgeschlossen sein.

Herzstück der mehr als 11.000 Quadratmeter Nutzfläche umfassenden Anlage bilden die Ausstellungsräume des zukünftigen Nationalparkzentrums Eifel sowie der NS-Dokumentation Vogelsang. "Allein der Einbau, die Einregulierung und die Probeläufe der Nationalparkausstellung 'Wildnis(t)räume' werden auf Grund ihrer Größe dreieinhalb Monate benötigen." stellt Moritz fest. "Da es leider nicht gelingen wird, die Räume schon vor Ende August zum Ausstellungsbau zu übergeben, rückt die Gesamteröffnung, anders als bisher geplant, in den Dezember 2015." Gegen die kleineren und größeren Baubehinderungen der letzten Wochen, eine Firmenkündigung inclusive, sowie gegen weitere Schäden in der Altbausubstanz waren sowohl Architekt und Bauleitungen wie auch die Geschäftsführung und Projektleitung der GmbH machtlos.

"Doch: Das Warten wird sich gelohnt haben!", ist Moritz überzeugt. Über das Besucherzentrum mit seiner prägnanten Stahl-/Glaskonstruktion und einem 'Eifel-Panorama' erreichen die Besucher nach der Eröffnung des Forums die beiden Ausstellungen. Diese bilden die Basis für Ausstellungsführungen sowie vielfältige neue Bildungsangebote der Akademie Vogelsang IP sowie des Nationalparkzentrums. Hierzu dient auch ein neuer Seminar- und Tagungsbereich.

Damit die Besucher so bald wie möglich wieder mitten in das historische Ensemble kommen, sind laut Moritz bis zur Eröffnung zwei Zwischenetappen geplant. So wird ab 1. Juli 2015, pünktlich zum Beginn der diesjährigen NRW-Sommerferien, sukzessive der Bauzaun rund um das Forum fallen. Nach 3 Jahren Baustellensperrung wird der von allen Besuchern vermisste Zugang zum ehemaligen 'Adlerhof' mit seinem beeindruckenden Gelände- und Nationalparkblick endlich wieder möglich sein. Auch die täglichen Führungen werden, dem Baufortschritt folgend, wieder mitten in das historische Ensemble gehen und nun auch die ehemalige 'Ehrenhalle' umfassen. "So früh wie möglich werden wir auch wieder Aufstiege auf den Turm mit seinem phantastischen Nationalparkblick anbieten", stellt Albert Moritz eine weitere Attraktion für die Besucher in Aussicht.

Zum 1. September 2015 folgt dann ein weiterer Meilenstein: "Sowohl unsere Besucheranlaufstelle wie auch die Gastronomie werden dann vom Kulturkino zurück an den 'Adlerhof' wandern" freut sich Moritz. Während die Anlaufstelle bis zur Eröffnung des neuen Besucherzentrums zunächst einen provisorischen Standort findet, wird die zukünftig 200 Plätze umfassende Gastronomie bereits in den endgültigen Räumen eröffnet. Der Panoramablick aus der Gastronomie auf Urftsee, Nationalpark, Turm und die ehemalige Burgschenke der NS-Ordensburg ist ein absolutes Highlight. 'Wolkenschmaus', der Name der neuen Gastronomie, passt zum exponierten Standort.

Wenn zum Jahresende dann die Ausstellungen als zentrale Adressen des Internationalen Platzes Vogelsang IP betriebsbereit sind, kann das neue Forum Vogelsang im Rahmen einer prominent besetzten Eröffnungsfeier seiner Bestimmung übergeben und eröffnet werden; die genaue Terminfindung ist noch im Gange.

"Die Baukosten sind auf Grund von Unvorhergesehenem und der Bauzeitverlängerung weiter leicht gestiegen", meldet Moritz als Ergebnis der aktuellen Kostenfortschreibung. "Aktuell liegen wir knapp 3,4 Mio. EUR über dem vor 5 Jahren ermittelten Planwert von 35,1 Mio. EUR. Ein exaktes Endergebnis wird es allerdings erst zum Projektende geben können."

Dass die Gesellschafter der GmbH mittlerweile die Gesamtfinanzierung der jetzt über 38 Mio. EUR umfassenden Maßnahme gesichert haben, ist für Moritz beruhigend. Ein Nachfinanzierungsantrag an das Land NRW über 2,7 Mio. und damit 90% von 3 Mio. EUR der Mehrkosten ist gestellt, die sieben Gesellschafter haben in ihren Kommunalparlamenten die 10%ige Finanzierung des Eigenanteils von 300.000 EUR gesichert. Alle über 3 Mio. EUR hinaus schießenden Kosten müssen dann letztlich von der GmbH selber über Darlehen finanziert werden.

Die landesseitige Zusage für die dort beantragten 2,7 Mio. EUR steht zur Zeit noch aus. Angesichts der herausragenden Bedeutung des Projektes für das Land NRW sind die Vogelsang IP-Gesellschafter jedoch sehr zuversichtlich und erwarten, dass auch diese Mittel bewilligt werden.

Öffentliche Führungen durch die Baustelle "Forum Vogelsang"

Baustelle Forum Vogelsang | Foto: © vogelsang ip Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

09 Juli. 2014 | Das neue "Forum Vogelsang" nimmt Formen an und der Baufortschritt der "konstruktiven" Rohbauphase ist offensichtlich. Im rahmen von öffentlichen und kostenlosen Baustellenführungen ermöglicht vogelsang ip seinen Besuchern einmal im Monat einen Blick hinter die Kulissen.

Das neue Besucherzentrum auf dem "Adlerhof" wächst täglich. Der sog. "Raum der Stille" ist bereits im Rohbau fertig. Das zukünftige Foyer des Forums sowie der Tagungsbereich unterhalb der Panoramagastronomie sind gut erkennbar. "Eine Großbaustelle wie diese kann man nicht oft besichtigen. Faszinierend sind die Herausforderungen des Bauens im Denkmal und die Mischung aus Neubauten und dem Bauen im Bestand", erklärt der Baufachliche Projektleiter Lothar Winkler. Die Baustellenführungen werden von erfahrenen Referenten durchgeführt.

Termine: Sonntag, 17.08. | Sonntag, 14.09. | Sonntag, 19.10. | Sonntag, 09.11. |

Uhrzeiten: 10 - 16 Uhr jeweils Beginn zur vollen Stunde

Preis: kostenlos, Parken 3 EUR

Treffpunkt: An der ausgeschilderten Baustellenzufahrt, ca. 500 Meter vom Besucherparkplatz und 300 Meter vom Kulturkino vogelsang ip entfernt.

Anmeldung:
Aufgrund der Sicherheitsbedingt beschränkten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung telefonisch unter fon +49 (0) 2444/91579-0 oder per E-Mail an info@vogelsang-ip.de empfehlenswert - einen für einen Spontanbesuch nicht zwingend erforderlich.

Wichtig:
Festes Schuhwerk ist Voraussetzung, die Baustellenbegehung erfolgt auf eigene Gefahr.

Die Besucherinformation mit der Gastronomie ist täglich auch während der Baustellenführungen von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Die 90minütigen Geländeführungen für 5 EUR finden wie gewohnt um 11 und um 14 Uhr statt.

Applaus zum Richtfest Forum Vogelsang

richtfest2 (Bildrechte: Vogelsang ip) Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

15.Januar. 2014 | Der Richtkranz über dem Dachstuhl des zukünftigen Tagungszentrums zeigte es an: Auf der Baustelle Forum Vogelsang geht es voran. Nachdem mehrere größere Dachöffnungen wieder geschlossen und auch die Rohbauarbeiten weit gediehen sind, war es für die vogelsang ip gemeinnützige GmbH als Bauherrin an der Zeit, den beteiligten Handwerkern mit einem zünftigen Richtfest für das bisher Geleistete zu danken.

Der Applaus war groß, als Zimmermann Christian Franzen von der Firma Dachbau Franzen aus der Nationalparkgemeinde Kall den Richtspruch aussprach und das obligatorische Glas vom Dachstuhl auf die Außenterrasse der zukünftigen Forumsgastronomie warf.

"Auch wenn wir heute eher niedrige Temperaturen haben, kann man sich die zukünftige, tolle Atmosphäre hier auf der Panoramaterrasse bereits sehr gut vorstellen, insbesondere den fantastischen Blick Richtung Nationalpark, Urftsee und Wollseifen. Das sind ideale Voraussetzungen für zufriedene Besucher, für erfolgreiche Seminare und Tagungen. Natürlich hat vor allem auch die zukünftige Gastronomie hier einen idealen Standort." gibt sich Aufsichtsrats-vorsitzender Johannes Bortlisz-Dickhoff optimistisch. "Bereits jetzt ist spürbar, wie Alt und Neu hier am neuen Forum spannend zusammenspielen werden."

Manfred Poth als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Vertreter des Kreises Euskirchen betonte, dass "hier von den beteiligten Firmen ganze Arbeit geleistet wird." Und er ergänzte: "Wir wissen, dass dies eine Baustelle mit hohen Anforderungen und vielen Überraschungen ist. Schon jetzt ist eine hohe Qualität in der Ausführung ablesbar. Hierfür danken wir Ihnen allen sehr herzlich. Toi, toi, toi für die verbleibende Bauzeit bis zur Eröffnung im Frühjahr 2015!" Für den Bauablauf der nächsten Wochen galt sein größter Wunsch dem Wetter: "So richtig Winter werden muss es dieses Jahr für mich nicht mehr!" gab er ehrlich zu.

richtfest1 (Bildrechte: Vogelsang ip) Großbildansicht

Neben den Räumen für die NS-Dokumentation "Bestimmung.Herrenmensch" im Westflügel sind auch die Räume für die große Nationalparkausstellung "Wildnis(t)räume" im Ostflügel des Forums bereits weit gediehen. Henning Walter, Leiter des Nationalparkforstamts stellte fest: "Ich freue mich bereits jetzt auf den Zeitpunkt, wo mit dem Einbau der beiden Ausstellungen begonnen werden kann". Und er fügte hinzu: "Ich bin sicher, dass das neue Besucherzentrum und die beiden Ausstellungen der überregionalen Bedeutung des Standortes gerecht werden und zu Zugpferden auch für die Region werden."

"Damit sich die Besucherinnen und Besucher selber ein Bild von dem Baufortschritt machen können und insbesondere wieder mitten in das Herz der historischen Anlage kommen und den außerordentlichen Landschaftsblick genießen können, werden wir möglichst bald einen Zugang sowohl hier in den späteren Gastronomiebereich ermöglichen, als auch begleitete Turmaufstiege anbieten." zeigte Geschäftsführer Albert Moritz abschließend eine gute Perspektive bereits für 2014 auf.

 

 

Öffentliche Führungen durch die Baustelle "Forum Vogelsang"

Baustellenführung(Rechte:vogelsang ip) Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

29. Oktober 2013 | Der Bauforschritt auf der Baustelle "Forum Vogelsang" wird sichtbar. Nachdem die Tiefbauarbeiten beendet sind, läuft nun die "konstruktive" Rohbauphase, was vogelsang ip zum Anlass nimmt, am Sonntag 10. November 2013, ganztägig kostenlose Baustellenführungen durchzuführen.

Die baulichen Veränderungen rund um den "Adlerhof" werden immer prägnanter. "Die Besucher sehen jetzt die entkernten Räumlichkeiten sowie teilweise neu errichtete Anbauten, wie z.B. den Tagungsbereich und die spätere Panorameterasse", erklärt der baufachliche Projektleiter Lothar Winkler. "Besonders spannend ist der Blick auf den freigelegten gewachsenen Fels, auf dem die meisten Gebäude des Forums mit ihren Stützpfosten stehen."

Den Blick hinter die Kulissen und die Untergeschosse ermöglichen Projektleitung und Referenten von vogelsang ip. Informiert wird über die Herausforderungen des Bauens im Denkmal sowie die bautechnichen Besonderheiten und den Baufortschritt.

 

Halbzeit auf dem Weg zum neuen Forum Vogelsang: Ein Blick hinter die Kulissen der Baustelle

Architekt Henner Winkelmüller (li.) im fachlichen Austausch mit Albert Moritz, Johannes Bortlisz-Dickhoff und Manfred Poth.Bild © vogelsang ip gemeinnützige GmbH-Roman Höve Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH 

10. Oktober 2013 | Etwa eineinhalb Jahre sind seit dem Spatenstich zum neuen Forum Vogelsang im Mai 2012 und dem temporären Umzug des Besucherzentrums in das neu renovierte Kulturkino vergangen. Etwa gleich lang wird es noch dauern, bis im Frühjahr 2015 auf Basis eines internationalen Architekturwettbewerbs die Neueröffnung des Informations-, Ausstellungs- und Bildungszentrums des Internationalen Platzes vogelsang ip rund um den "Adlerhof" erfokgen kann. Zu einer Halbzeitbilanz luden Bauherr, Architekt und Gesellschafter die Presse ins Herz der Baustelle ein.

"In machen Bauteilen laufen Sanierung und Umbau planmäßig, vielfach jedoch haben wir große Überraschungen erlebt", leitete vogelsang ip-Geschäftsführer Albert Moritz die Besichtigung ein. Denn die von den Nationalsozialisten für ein "Tausendjähriges Reich" geplante "Ordensburg" entpuppte sich im Zuge der Sanierungsarbeiten an manchen Stellen als überraschend sanierungsbedürftig, teilweise baufällig. Vor Ort zeigten Architekt Henner Winkelmüller vom Berliner Büro Mola + Winkelmüller Architekten und der baufachliche Projektleiter von vogelsang ip, Lothar Winkler, den begleitenden Journalisten neben den Baufortschritten auch eine gute Hand voll der kritischen Punkte.

Unvorhergesehenes beim Bauen im Denkmal

"Besonders augenfällig ist zurzeit der Stützenwald in den Räumen der geplanten NS-Dokumentation", erzählte der leitende Architekt Winkelmüller. Die Stützen sind nötig, weil hier die Decke von unten in voller Stärke erneuert werden muss." Diese stellte sich nach dem vorbereitenden Sandstrahlen aufgrund in der NS-Zeit verwendeter schlechter Materialien und mangelhafter Bauweise leider als eine Art "Blätterteig" dar. "Aus statischer Sicht ist sie im wahrsten Sinne des Wortes unhaltbar", führte Winkelmüller aus. "Die Sanierung muss von unten erfolgen, da der darüber liegende Natursteinboden der historischen Wandelhalle als einer der wenigen Originalböden unter Denkmalschutz steht", ergänzte Projektleiter Winkler. "Die Belgier wie auch wir haben uns hierauf lange Jahre bedenkenlos bewegt. Für die Zukunft müssen wir erst aufwändig sanieren."

Weitere überraschende bauliche Entdeckungen wurden mittlerweile im Rahmen der Sanierung behoben, unter anderem einige große "Kiesnester" in Betonstützen, wodurch deren Standfestigkeit nicht gewährleistet war, sowie durch Kriegsschäden verursachte Risse in Betonunterzügen.

Schlecht gegründete Stützen und Fundamente, stärker als erwartet marode Dachstühle und nicht zuletzt die bei der Auskofferung des früheren "Adlerhofs" gefundenen Adlerrümpfe, die eine archäologisch-bodendenkmalpflegerische Begleitung nach sich zogen, waren weitere Stationen des Baustellenrundgangs. Dass dies alles zu zeitlichen Verzögerungen führte, verwundere nicht, erklärte Winkelmüller. Hinzu kamen die Behinderungen durch den strengen und langen Winter 2012/2013, der mit mehr als drei Monaten zu Unterbrechungen bei den Rohbauarbeiten führte. "Nachdem wir mittlerweile aus dem Gröbsten heraus sind, ist mit einer Gesamtfertigstellung frühestens im Frühjahr 2015 zu rechnen. Den genauen Termin werden wir aber erst nach dem kommenden Winter nennen können", stellte Winkelmüller in Aussicht.

Frühzeitige Öffnung des "Adlerhofs" für Besucher

Die Umsetzung einiger anderer Baumaßnahmen läuft hingegen nahezu plangemäß. So werden beispielsweise weite Teile des Westflügels, der neue Tagungsanbau sowie die in Richtung Urftsee und Wollseifen ausgerichtete Gastronomieterrasse bereits Mitte 2014 fertig sein. "Das gibt uns die Möglichkeit, diesen Geländeteil sowie den späteren Gastronomiesaal bereits im nächsten Sommer wieder für die Besucher zu öffnen. Dies zwar noch ohne Ausstattung, aber mit den gewohnt beeindruckenden Ausblicken auf die Landschaft sowie den Denkmalbereich und zudem mit spannenden Einblicken in das auf dem "Adlerhof" in die Höhe wachsende Besucherzentrum", betont Manfred Poth, Allgemeiner Vertreter des Landrates des Kreises Euskirchen und Aufsichtsratsvorsitzender der vogelsang ip gemeinnützige GmbH. "Der jetzige Bauzaun wird dann zumindest teilweise der Vergangenheit angehören."

"Als besonderes Bonbon wollen wir den Besuchern ab nächsten Sommer im Rahmen von Führungen auch wieder den Aufstieg auf den Turm und die Besichtigung des "Kultraums" ermöglichen", freut sich Poth auf dann neue Perspektiven für Besucher. Bis dahin sind das gesamte Vogelsang-Gelände sowie Besucherzentrum und Gastronomie im Kulturkino wie gewohnt täglich geöffnet. Auch die täglichen historischen Geländeführungen finden unverändert statt.

Kostendeckel eingehalten, Region profitiert

"Angesichts der vielfältigen unvorhersehbaren Erkenntnisse beim Bauen im Denkmal freut es uns umso mehr, dass wir das Bauprojekt bisher im gedeckelten Kostenrahmen von 35,1 Mio. Euro halten können. Und: Immerhin zwei Drittel der bisher vergebenen Bauaufträge gingen in die Region", zog Poth ein positives Resümee aus dem bisherigen Projektverlauf.

Vielversprechende Perspektiven

Johannes Bortlisz-Dickhoff vom GmbH-Hauptgesellschafter Landschaftsverband Rheinland legte den Fokus auf die Perspektiven des neuen Forums. "Trotz der notwendigen Zusatzaufwendungen bei der Sanierung können wir die Qualität des Projekts halten. Die Besucher können sich schon jetzt auf eine eindrucksvolle Architektur, eine ansprechende und gleichzeitig denkmalgerechte Gestaltung sowie auf die zwei spannenden Ausstellungen freuen." Der derzeitige Konzeptstand für die NS-Dokumentation und das Nationalparkzentrum sei sehr vielversprechend. "Damit sehe ich den Internationalen Platz vogelsang ip zukünftig als eine der ersten Adressen in der Eifel und in NRW sowie als überregionales Leuchtturmprojekt", zeigte sich Bortlisz-Dickhoff überzeugt.

"Damit insbesondere die Besucher aus der Region den wachsenden Baufortschritt beobachten können, werden wir am Sonntag, den 10. November 2013 bei einem weiteren "Tag der offenen Baustelle" wieder kostenlose Baustellenführungen anbieten", lud Albert Moritz abschließend alle Interessierten ein, sich ein eigenes Bild vom Umbau zu machen. Zudem informiert die druckfrische Ausgabe der ip.news über den Baufortschritt und dokumentiert den Umbau in Bildern und Artikeln.

Rund 30 Meter Graffiti am Bauzaun: "Und es wird noch bunter."

Rund 30 Meter Graffiti am Bauzaun (Rechte: Vogelsang ip) Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH 

02. September 2013 | ca. 30 Meter Graffiti, rund 50 Farbdosen und eine Menge Spaß: 21 Kinder aus dem Kreis Euskirchen besprühten am Samstag den Bauzaun zum neuen "Forum Vogelsang" unter dem Motto "respect 4 all".

Seit dem Wochenende ziert ein weiteres Graffiti den Bauzaun. Kunterbunt gestalten die Kinder und Jugendlichen zwischen zehn und 14 Jahren den Schriftzug "respect 4 all", abwechselnd mit Motiven für Frieden, Liebe und Menschenrechte. Die Anleitung für die künstlerische Gestaltung gab die zwanzigjährige Graffiti-Künstlerin Jaqueline Hintz aus Euskirchen. Zuvor gab es eine lange Brainstorming-Liste als Antwort auf alle Frage, was "respect 4 all" bedeuten könnte. Den respektvollen Umgang miteinander hatten viele Kinder bereits im Kulturrucksack-Projekt "starke Kids" geübt. bei dem im Spiel und Theater Ernstes wie Mobbing und Ausgrenzung versinnbildlich und diskutiert wurde.

Mit Mundschutz und Schutzkleidung sprühte jeder am Ende auch sein eigenes Motiv auf Leinwand, das er mit nach Hause nehmen durfte.

Das nächste Graffiti-Projekt des Kulturrucksacks des Kreises Euskirchen findet vom 21. bis zum 25. Oktober jeweils von 10 bis 17 Uhr in Hellenthal am Jugendtreffpunkt Point statt. Die Anmeldung erfolgt über Helmut Woelk, fon: 02482 911567, point-hellenthal@online.de.

Die Teilnahme an allen Projekten des Kulturrucksacks ist kostenlos!

Weitere Informationen zum Kulturrucksack Nordrhein-Westfalen: www.kulturrucksack.nrw.de

 

Besuch in Vogelsang IP: Minister Groschek würdigt bisherige Standortentwicklung

Minister Groschek Minister Michael Groschek auf der Großbaustelle "Forum Vogelsang". (V.l.n.r.) Udo Meister, Bürgermeister der Stadt Schleiden, Milena Karabaic vom Landschaftsverband Rheinland, Thomas Fischer-Reinbach, Geschäftsführer der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang GmbH Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH 

19. April 2013 | NRW-Bauminister Michael Groschek hat sich am Freitag, den 19. April 2013, persönlich vor Ort ein Bild von der Entwicklung der NS-Ordensburg Vogelsang zum Internationalen Platz vogelsang ip im Nationalpark Eifel gemacht. Für seine Zuständigkeiten im Bereich Denkmalschutz in Vogelsang will er nun Klarheit auf Landesebene schaffen sowie ausstehende Finanzierungsfragen klären. Er nannte als verbindlichen Termin Ende Juni 2013

Wichtig waren Manfred Poth, Aufsichtsratsvorsitzender der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang GmbH und der vogelsang ip gemeinnützige GmbH, sowie weiteren Vertretern der Gesellschaft, beim Bauministerium Unterstützung für die zeitnahe Umsetzung der Projekte Jugendherberge und Nationalparkverwaltung zu bewirken. "Diese in der Rahmenvereinbarung 2008 festgelegten Kernnutzungen sind der Katalysator für weitere private Investoren am Standort", äußerte Poth. Als Weiteres bat er das Bauministerium um die Fortführung der Standortentwicklungsgesellschaft für weitere fünf Jahre.

Thomas Wondra als Vertreter der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben wies auf das Standortprinzip Denkmalerhalt vor Neubau hin. Die Nationalparkverwaltung müsse unbedingt im "Malakoff-Komplex" verortet werden. Das Land habe hier eine wichtige Vorbildfunktion. "Es bestehen sonst kaum Chancen, private Investoren von Nutzungen der denkmalgeschützten Gebäude zu überzeugen."

Beeindruckt zeigte sich Minister Groschek beim Besuch von den bereits mit privatem Engagement betriebenen Einrichtungen Rotkreuz Museum, DRK-"Transit 59" und Schwimmbad Vogelsang sowie der geplanten Astronomie-Werkstatt und einem Sternenreservat.

Er besichtigte auf einem Geländerundgang auch das mit Landesmitteln sanierte 50er Jahre-Kulturkino vogelsang ip sowie die laufenden Bauarbeiten am denkmalgeschützten Bauensemble "Forum Vogelsang". Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW finanziert dort maßgeblich die Entstehung eines Ausstellungs- und Bildungszentrums mit einer NS-Dokumentation und Nationalparkausstellung.

Minister Groschek: "Mit seinem Engagement für das Forum Vogelsang leistet das Land einen großen Beitrag für die Erhaltung dieses bedeutenden Zeitzeugnisses, das das absurde Menschenbild der Nationalsozialisten und ihres verbrecherischen Regimes dokumentiert. Es ist richtig, Orte wie die ehemalige Ordensburg Vogelsang so weit als möglich zu erhalten und für nachfolgende Generationen zugänglich und erlebbar zu machen." Daher sei es wichtig, die Denkmäler in Vogelsang mit Leben zu füllen. Es dürfen keine leeren Gebäudehüllen zurückbleiben.

Vogelsang gehört mit seinen 100 Hektar zu den größten und bedeutendsten Denkmälern in NRW.

Über 60 Jahre verschollene Vogelsanger Adlerplastiken im Bauschutt entdeckt

Adler Dr. Monika Herzog vom LVR-Amt für Denkmalpflege und Klaus Ring, Fachbereichsleiter Ausstellungen und Forschungen vogelsang ip Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH 

30. Juli 2012 | Die beiden überlebensgroßen Adler-Steinplastiken, die bis 1945 auf den "Adlerhof" in Vogelsang standen und ihm den Namen gaben, sind in wesentlichen Fragmenten bei den derzeit laufenden Ausschachtungsarbeiten zum zukünftigen Forum Vogelsang entdeckt und geborgen worden.

Bauarbeiter der Simmerather Recycling GmbH Braun stießen Ende vergangener Woche beim Ausbaggern von verschütteten Kellerräumen im kriegszerstörten Ostflügel auf die Überreste der seit 1947 verschwundenen Plastiken von Willy Meller. In unmittelbarer Nähe wurde auch ein Fragment geborgen, das der Unterbau der ebenfalls nicht mehr vorhandenen Brunnenschale aus der Mitte des "Adlerhofs" sein könnte.

Ferner konnte das wissenschaftliche Team von vogelsang ip zahlreiche Materialproben von wertvollen Marmorfußböden, dem hellen Muschelkalkbelag des "Adlerhofs" vor 1945, und die Reste zahlreicher Gebrauchsgegenstände aus dem viele Hundert Kubikmeter umfassenden Bauschutt des ehemaligen Gebäudekomplexes bergen. Die freigelegten Keller aus der NS-Zeit sind gut erhalten und bieten erstmals einen umfassenden Einblick in die Wucht und Wirkung der alliierten Bomben, die in der Endphase des Zweiten Weltkrieges auf Vogelsang fielen.

Spatenstich für die Zukunft: Baubeginn für neues Ausstellungs- und Bildungszentrum in der NS-Ordensburg Vogelsang

Spatenstich Vertreter der Fördergeber, der vogelsang ip gemeinnützige GmbH sowie des Standorts vogelsang ip starteten mit dem entfernen der Bodenplatten am "Adlerhof" symbolisch die Umbau- und Sanierungsarbeiten am Forum Vogelsang (Rechte: vogelsang ip) Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH 

14. Mai 2012 | Mit einem symbolischen Akt starteten Vertreter von Bund, Land und Region am Montag, 14. Mai 2012, die Baumaßnahmen zum neuen 'Forum Vogelsang'. Im Zentrum des denkmalgeschützten Geländes der NS-Ordensburg Vogelsang wird in den nächsten zwei Jahren das Ergebnis eines internationalen Architekturwettbewerbs umgesetzt und die Frage nach dem Umgang mit diesem Erinnerungsort sowie der Gestaltung des zukünftigen Ausstellungs- und Bildungszentrums beantwortet werden.

Der Architekturentwurf der beiden Berliner Büros 'Mola + Winkelmüller Architekten' sowie 'sinai. Faust.Schroll.Schwarz | Freiraumplanung + Projektsteuerung' ist kennzeichnend für den programmatischen Umgang mit diesem Erinnerungsort, der mit seiner Öffnung im Jahre 2006 als 'Internationaler Platz vogelsang ip' in die Zukunft startete. Ein markantes Besucherzentrum als neuer 'Zugang' sowie eine Durchdringung der historischen Bausubstanz mit einem eigenständigen 'Inlay', einem Raum im Raum, mit neuem Leben, werden den Besucher bei der für 2014 geplanten Eröffnung erwarten. Dann werden auch eine NS-Dokumentation, das zukünftige Nationalparkzentrum Eifel mit einer großen Informationsausstellung sowie ein 'SchauFenster Eifel' eröffnet. Insgesamt werden über 42 Millionen Euro investiert.

Auch während der Bauzeit bleibt das 100 Hektar große Gelände mitten im Nationalpark Eifel für Besucher geöffnet. Das Besucherzentrum findet sich vorübergehend in dem frisch renovierten Kulturkino, das mit seinem 50er Jahre- Kinosaal auch für sich schon einen Besuch wert ist. Hier befinden sich die Besucherinformation und die Gastronomie und starten tägliche Geländeführungen und die Nationalparkwanderungen. Etwa 200 Meter entfernt vom Besucherzentrum bietet ein neu geschaffener Aussichtspunkt den Blick auf die Forumsbaustelle rund um den früheren 'Adlerhof', den Denkmalbereich und die Nationalparklandschaft.

Beim symbolischen Spatenstich hoben die Vertreter der Fördergeber, der Gesellschafter der vogelsang ip gemeinnützige GmbH sowiesowie des Standorts vogelsang ip am 'Adlerhof' die Natursteinplatten, um symbolisch Platz für das neue Forum Vogelsang zu schaffen. Über diese Platten liefen seit 1936 Nationalsozialisten, ab 1945 Soldaten der alliierten Streitkräfte sowie später im belgischen 'Camp Vogelsang' NATO-Soldaten und seit 2006 bereits über 1,2 Millionen Gäste aus der ganzen Welt.

"Wir halten hier einen Teil der Geschichte Vogelsangs in den Händen. Mit den Fördermitteln kann jetzt in historischer Verantwortung Neues geschaffen werden. An dieser Stelle werden wir 2014 in das neue Besucherzentrum aus Stahl und Glas gehen", sagte Regierungsvizepräsidentin Ulrike Schwarz von der Bezirksregierung Köln für das Land Nordrhein-Westfalen, den zentralen Fördergeber für das Bauprojekt. Neben EU- und Städtebaufördermitteln des Landes fließen auch Mittel des Bundesbauministeriums und des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in das Projekt. Dies ist Ausdruck der überregionalen Bedeutung des Projekts.

"Mit dem neuen Forum Vogelsang und seinen Angeboten zur kulturellen und politischen Bildung schaffen wir einen modellhaften, in die Zukunft weisenden Umgang mit diesem Erinnerungsort internationalen Ranges", erklärte Johannes Bortlisz-Dickhoff, Aufsichtsratsvorsitzender der vogelsang ip gemeinnützige GmbH und Vertreter des Hauptgesellschafters Landschaftsverband Rheinland. Auch das zukünftige Nationalparkzentrum mit seinen Umweltbildungsangeboten stehe für den Respekt vor Mensch und Natur, der zukünftig an diesem Ort erfahrbar sein solle.

Für den Kreis Euskirchen, der stellvertretend für die Gesellschafter der vogelsang ip gemeinnützige GmbH Förderempfänger für das Projekt ist, stellte Landrat Günter Rosenke fest: "Welcher Kreis hat schon ein derartige Baumaßnahme mit einer vom Nationalsozialismus über den "Kalten Krieg" bis zur europäischen Einheit reichenden Geschichte zu verantworten? Andererseits: Die Chancen dieses Ortes inmitten des Nationalparks sind einmalig." Schon jetzt sei Vogelsang eine zentrale touristische Destination in der Eifel.

Für den in Entwicklung befindlichen Internationalen Platz vogelsang ip ist das neue Zentrum wesentlicher Motor für die Standortentwicklung. "Die Realisierung des Forum Vogelsang mit seinen erwarteten 400.000 Besuchern jährlich ist ein Signal der öffentlichen Hand an private Interessenten, dass hier Chancen für deren eigene Projekte entstehen", stellte Manfred Poth, Aufsichtsratsvorsitzender der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang GmbH heraus. "Mit einer Jugendherberge und einem Hotel wollen wir zukünftig auch Übernachtungen in vogelsang ip ermöglichen. Die Region wird vor allem vom SchauFenster Eifel profitieren."

Bauherr des Projekts ist die vogelsang ip gemeinnützige GmbH. Ihr Geschäftsführer Albert Moritz betonte: "Für unsere Gäste bieten wir auch in den nächsten zwei Jahren das volle Besuchsangebot. Allein die engere Baustelle rund um den 'Adlerhof' bleibt gesperrt. Allerdings wird es auch während der Bauphase Einblicke in diesen zentralen Bereich des historischen Ortes geben." Neben dem dauerhaften Aussichtspunkt werde es an ausgewählten Tagen kostenfreie Baustellenführungen geben.

Auch die Angebote der Programmpartner laufen wie gewohnt weiter. Dazu gehören u.a. Fledermausführungen, die Astronomiewerkstatt, das Rotkreuz Museum für Internationales Völker- und Menschenrecht, Angebote von Seelsorge Nationalpark Eifel + Vogelsang, ein Jugend-, Natur- und Umweltbildungshaus des DRK sowie ein Schwimmbad.

Der Baustellenfahrplan für Mai sieht vor allem weitere Demontage- und Abbrucharbeiten sowie die abschließende Baustelleneinrichtung vor. Ende Mai beginnen umfassende Erdarbeiten innerhalb des Bauzauns. Anfang Juni werden die Rohbauarbeiten europaweit ausgeschrieben. "Das ist der größte Kostenposten", erläuterte Albert Moritz den Bau-Fahrplan. Nachdem im Sommer diesen Jahres das Erdloch für das Besucherzentrum ausgehoben wird, können Gäste ab Herbst bereits peu à peu das künftige Gesicht des Forum Vogelsang ablesen. Die Stahlkonstruktion für das neue Besucherzentrum ist für Mitte 2013 geplant. Mitte 2014 wird das neue Forum Vogelsang dann mit seinen Angeboten eröffnen.

 

Zehn Jahre Konversion: Die Entwicklung Vogelsangs ist ein Erfolg

Zehn Jahre Konversion (v.l.n.r.) Dr. Hand-Jürgen Wichardt, Christoph Lorbach, Udo Meis-ter, Victor Neels, Manfred Poth, Thomas Wondra, Thomas Fischer-Reinbach, Johannes Bortlisz-Dickhoff, Michael Deitmer, Günter Rosenke, Albert Moritz (Rechte: vogelsang ip, Roman Hövel ) Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH 

17. April 2012 | Zehn Jahre ist es am 17. April 2012 her, dass offiziell die Konversion Vogelsangs begann. Belgien hatte zuvor verkündet, Vogelsang 2005 zu verlassen. Die Bundesrepublik erhielt damit eine anspruchsvolle Immobilie zurück. Teilnehmer der Konversionskonferenz und heute Verantwortliche trafen sich für eine Zwischenbilanz.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang GmbH Manfred Poth brachte es auf den Punkt: "Der damals erhoffte öffentliche Invest ist gesichert. Jetzt geht es darum, privaten Invest folgen zu lassen."

 

Hans-Jürgen Wichardt, damals stellvertretender Leiter der Oberfinanzdirektion Köln und Michael Deitmer vom NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, damals und heute Konversionsbeauftragter des Landes, sind sich einig: "Die Voraussetzungen waren schwierig." Eine Fläche von 100 Hektar und mit NS-Geschichte belastet ging auf den Bund über. "Da meinte mancher: Sprengt Vogelsang!", erzählte Wichardt.

 

"Wir haben für den Bund die Verantwortung für das Gelände übernommen. Bis zu 6 Millionen Euro haben wir bereitgestellt, um die Infrastruktur in Vogelsang für privaten Invest auf Vordermann zu bringen", betonte Thomas Wondra von der Bundesanstalt für Immobilien, heute Eigentümer des Geländes. Mit der Vermarktung sollten keine Gewinne erzielt werden, sondern vielmehr die Refinanzierung der Infrastruktur erfolgen. Die Ergebnisse der Konferenz seien heute noch Grundlage für ihr Agieren.

 

Auch 100 Quadratkilometer Truppenübungsplatz um Vogelsang wurden frei. Michael Deitmer sah für das Land damals eine Chance: "Wir wussten, dass hier der erste Nationalpark in NRW mit einem Zentrum in Vogelsang entstehen könnte." Ein weiteres Thema der Konferenz sei Vogelsang als Erinnerungs- und Lernort zur Geschichte des Nationalsozialismus gewesen.

 

Landrat Günter Rosenke und der ehemalige Bürgermeister der Stadt Schleiden Christoph Lorbach sind sich heute einig: "Wir wussten nicht, welche Dimensionen auf uns zukommen würden. Aber klar war, die Konversion muss auf den Schultern der gesamten Region ruhen." Die war nach kurzer Zeit im Boot: 100 Amts- und Mandatsträger sowie Vertreter aus Verbänden und Institutionen der Region nahmen an der Konferenz 2002 teil.

 

Die Konferenz war Startschuss für einen Lenkungskreis unter der Leitung von Landrat Günter Rosenke. Ein europaweites Verfahren für eine Machbarkeitsstudie wurde auf den Weg gebracht. Bund, Land und Region sagten ihr finanzielles Engagement in Vogelsang zu.

 

Rosenke: "Wir leiteten damals den Konversionsprozess, der auch für uns Neuland war. Der Kreis Euskirchen stürzte sich da mit Elan rein. Heute sind wir stolz, dass wir gemeinsam geschafft haben, was wir vor 10 Jahren vorhatten."

 

170 zivile Arbeitsplätze seien mit dem Verlassen der Belgier damals weggefallen. Lorbach: "Die Frage der Altlasten hatte uns umgetrieben." Udo Meister sprach als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Schleiden in der Gegenwart: "Wir sind sehr zuversichtlich und versprechen uns neben den 60 neu entstandenen Arbeitsplätzen am Standort Vogelsang und jenen in der Region noch mehr für die Zukunft. Das grenzüberschreitende Leuchtturmprojekt Vogelsang mit seinen Grundlagen aus dem Flächennutzungsplan 2007 birgt einmalige Entwicklungschancen, über die wir sehr glücklich sind."

 

Victor Neels, ehemaliger Kommandant des 'Camp Vogelsang': "Natürlich hatten wir damals Angst, als wir Belgier den Ort den Deutschen überließen. Wir sind nun aber froh mit in der Geschichte und der Überführung Vogelsangs zu einem demokratischen Ort dabei gewesen zu sein und sie auch maßgeblich begleitet zu haben. Vogelsang ist heute der Beweis für ein anderes Deutschland."

 

"Dem Statement von Neels müssen wir am Standort gerecht werden", ergänzte Manfred Poth. Besonders das Engagement der Region mit unter anderem der Präsenz des Schwimm- und Sportvereins mit rund 2.000 Mitgliedern und des vogelsang ip-Personals sei es zu verdanken, dass ein Ziel in besonders greifbarer Nähe ist, das neue Forum Vogelsang mit einer NS-Dokumentation, einer Nationalparkausstellung und die Einrichtung eines Besucherzentrums mit einem SchauFenster-Eifel. "Den ersten Auftragsvergaben habe ich zugestimmt. Anfang Mai rollen hier die Bagger an und der Umbau kann endlich losgehen." Das Land und die EU sowie die Gesellschafter finanzieren 35 Millionen Euro für Umbau und Sanierung der Kernnutzung Forum Vogelsang.

 

Von Anfang an sollte Vogelsang als Anziehungspunkt für Neo-Nazis verhindert werden. Der Landschaftsverband Rheinland als Hauptgesellschafter mit Herrn Johannes Bortlisz-Dickhoff erachtet den Erhalt des Ortes für die außerschulische Jugendbildungs- und Friedensarbeit als besonders wertvoll: "Orte wie dieser sind wichtig, um die Dramatik und die Dimensionen des Nationalsozialismus für die Nachwelt erlebbar und begreifbar zu machen."

 

Die Grundlagen für den Lernort lieferte die Standortentwicklungsgesellschaft (SEV) bereits 2005. Der Geschäftsführer Thomas Fischer Reinbach schaut in die Zukunft: "Hier entstehen demnächst eine Astronomiewerkstatt mit einem Darksky-Reservat, ein Hochseilklettergarten, ein Baumwipfelpfad, ein Outdoorzentrum, sowie das DJH." Auch ein standortgerechtes Hotel soll her. Geplant ist darüber hinaus die Fläche des historisch geplanten Haus des Wissens als "Open Space", d. h. als zentrale Aufenthalts- und Veranstaltungsfläche zu gestalten. "Das sind wahre Zukunftsperspektiven!"

 

Mit der Vermarktung des Standortes mit privaten Investoren stellt sich auch die Frage "Was hier machbar ist". Auf eine Zeitungsannonce mit dieser Frage hin antwortete damals der heutige Geschäftsführer der vogelsang ip gemeinnützige GmbH Albert Moritz mit seiner Machbarkeitsstudie. "Jeder der 200 Seiten ist heute 500.000 Euro wert", spekuliert Moritz fröhlich gestimmt.

 

Heute würde sich bereits mit der bildungspolitischen Ausrichtung das Optimum abzeichnen, was aus dem Standort gemacht werden kann. Moritz: "Vogelsang ist mit 200.000 Besuchern 2001 bereits eine starke Adresse in der Eifel. Erwartet werden zukünftig und mit weiteren Nutzungen sogar 400.000. Lassen Sie uns in zehn bis fünfzehn Jahren noch einmal zur Bilanz treffen. Wir werden dann auf einer neuen Qualitätsstufe angekommen sein."

Vor Baustellenumzug: Countdown für Turmaufstieg und Werkschau Otto Pankok im Forum Vogelsang

Blick auf das Forum Vogelsang vom Turm aus (Rechte: vogelsang ip, Roman Höfel Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH 

26. März 2012 | Die letzten Wochen vor dem Umbau im Forum Vogelsang bieten bis zum 22. April noch einmal Turmaufstiege. Auch die außergewöhnliche Werkschau Otto Pankoks ist bis zum 15. April verlängert. Mit den am 23. April 2012 beginnenden Bauarbeiten wird das Gelände rund um den "Adlerhof" dann gesperrt werden müssen. Bis zur Neueröffnung des Forums in 2014 wird das Besucherzentrum im frisch umgebauten Vogelsang-Kino zu finden sein, in direkter Nähe zum Besucherparkplatz.

"Das ist die letzte Chance, das Gelände rund um den "Adlerhof" vor den Umbau- und Sanierungsarbeiten zu erleben, wie die Belgier es 2005 verlassen haben", betont Albert Moritz, vogelsang ip-Geschäftsführer.

"Nach 173 Stufen werden die Besucher vom Turm aus mit einem Blick in alle vier Himmelsrichtungen belohnt. Das rund 100 Fußballfelder fassende Gelände von Vogelsang kann von hier aus am besten überflogen werden", erläutert Uwe Breda vom vogelsang ip-Besucherzentrum. Start der Aufstiege ist immer um 13 Uhr, zusätzlich am Wochenende von 12 bis 16 Uhr jeweils stündlich. Der Aufstieg kostet 3 Euro.

Insbesondere der Panoramablick vom Vogelsanger Turm wird zwei Jahre lang nicht mehr möglich sein.  Als Teil des neuen Forum Vogelsang öffnet der Turm erst Mitte 2014 wieder. "Schnaufend oben ankommen muss dann aber niemand mehr. Ein außen neu angebrachter Fahrstuhl ist geplant. Damit ist hier unser Ziel weitgehender Barrierefreiheit gewährleistet", schaut Breda nach vorne.

Eine ebenso letzte Gelegenheit vor dem Umbau bietet sich für den Besuch der Ausstellung "Von der Brüderlichkeit mit aller Kreatur" - Otto Pankok (1893-1966). Sie ist im Forum Vogelsang bis zum 15. April 2012 verlängert und täglich von 10-17 Uhr geöffnet. Veranstalter sind das Bischöfliche Clara-Fey-Gymnasium Schleiden (CFG), die Seelsorge in Nationalpark Eifel + Vogelsang und die vogelsang ip gemeinnützige GmbH.

Otto Pankok ist einer der bedeutendsten Vertreter des expressiven Realismus in der europäischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Der Veranstaltungsort im Forum Vogelsang sei laut Veranstalter wohl gewählt: Etliche Kunstwerke Pankoks entstanden in den entscheidenden Jahren seines inneren Exils in der Nähe der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang.

Auch der Initiator Georg Toporowsky freut sich, dass die Werkschau einen Monat länger geöffnet bleibt. Er ist Pastoralreferent von der Seelsorge in Nationalpark Eifel und Vogelsang. Er verbindet das kirchliche Engagement in vogelsang ip damit, sich aktiv an der Konversion der ehemaligen NS-Formierungsstätte zu beteiligen: "Otto Pankok hat diese auch christlichen Werte der Würde des Menschen und der Schöpfung überzeugend gelebt und in seinen Werken eindringlich dargestellt. In seiner Geradlinigkeit ist er für mich ein Vorbild, das anregt, Mensch und Schöpfung achtsam und mitfühlend zu betrachten."

 

NRW Minister Voigtsberger startet Bauphase in Vogelsang

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH 

14. Februar 2011 | Mit einer Kinoklappe startete NRW-Minister Harry K. Voigtsberger für Vogelsang am Sonntag, 13. Februar 2011, einen neuen Zeitabschnitt. Das Forum Vogelsang wird mit 42 Millionen Euro als Ausstellungs-, Kultur- und Bildungszentrum im Nationalpark Eifel fit gemacht.

Voigtsberger kam mit Vogelsang erstmals in seiner Funktion als Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), heute größter Gesellschafter des Bauherren vogelsang ip gemeinnützige GmbH (kurz "vogelsang ip"), in Berührung: "Wir haben um die Zukunft Vogelsangs gerungen." Einerseits sei der kontrollierte Verfall, zum anderen die Chancen diskutiert worden. "Die Anlage mitten im Nationalpark Eifel muss mit einer NS-Dokumentation ein internationales Forum bieten, um an einem Täterort zu zeigen, wie Erziehung und Formierung im Nationalsozialismus funktionierten", erklärte der Minister vor über 300 Gästen aus Politik, Verwaltung und interessierter Öffentlichkeit. Zu Vogelsang gehöre passend zu seiner zentralen Lage ebenfalls eine Nationalparkausstellung. Bei der anschließenden Talkrunde anlässlich des Baustarts zeigten sich alle Gesellschafter der vogelsang ip in diesem Punkt einig.

Euskirchens Landrat Günter Rosenke, stellvertretend für die Gesellschafter der Förderempfänger für die Baumittel in Höhe von 35 Millionen Euro, sieht "Vogelsang auf einem sehr erfolgreichen Weg, mit seinen Zielen international und bundesweit wahrgenommen zu werden". Vogelsang hätte nur durch den Schulterschluss der Region und des LVR so weit kommen können.

"Die Menschen der Region haben Vogelsang seit Öffnung am 1. Januar 2006 für sich angenommen", betonte vogelsang ip-Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Poth. Dies belegen die bisherigen Besucherzahlen. Im vergangenen Jahr 2010 kamen 27 Prozent der Gäste aus Fernzielen, 43 Prozent aus der Rheinschiene und 30 Prozent aus der Region, insgesamt über 200.000. In diesem Jahr wird der Millionste Gast erwartet. Alleine deshalb sei die vogelsang ip gut beraten, mit dem Vogelsang-Kino für die Bauphase ein Besucherzentrum und eine Aussichtsplattform zum Forum zu haben.

Für den Geschäftsführer der vogelsang ip, Albert Moritz, hatte Landrat Rosenke dann auch den genehmigten Bauantrag dabei, "ohne den dürfen Sie hier keinen Spaten in die Hand nehmen", so Rosenke.

Die Rolle des LVR als starker Partner der Region und Impulsgeber für das Programm beschrieb die Erste LVR-Landesrätin Renate Hötte: "Unsere vornehmste Aufgabe ist, das kulturelle Erbe des Rheinlandes zu wahren." Die Leitentscheidung des Landes NRW zu Vogelsang im Jahr 2006 sei Voraussetzung für den Einstieg gewesen. Vogelsang sei selbstverständlich Teil des LVR-Netzwerkes Kulturelles Erbe. Den an Vogelsang gestellten Anspruch, ein kulturelles und politisches Bildungsprogramm zu organisieren, sieht sie mit 2.000 Führungen und Workshops sowie 40.000 Teilnehmern alleine 2010 als "übererfüllt an. Es ist schön, einen so lebendigen Ort zu sehen, obwohl bisher vieles provisorisch ist." Die vogelsang ip wird das Programm auch während der Bauphase aufrecht erhalten.

Die Bezirksregierung Köln stellt eigens zwei Lehrerinnen bereit, um die NS-Geschichte der "Ordensburg" für den Schulunterricht fruchtbar zu machen. "Ein außerschulischer Lernort ist kein Selbstläufer", erläuterte Ulrike Schwarz, stellvertretende Regierungspräsidentin. Beispielsweise müssten didaktische Materialien entwickelt werden. Vogelsang selbst sei ein hervorragendes Anschauungsobjekt für NS-Architektur und Skulptur in einem selten zu findenden Erhaltungszustand, den es für die Zukunft zu wahren gelte.

Landrat Wolfgang Spelthahn hob für den Gesellschafter Kreis Düren hervor, dass "für Schulen aus unserem Kreis eigens ein Bustransfer nach Vogelsang eingerichtet worden sei, um den Lernort zugänglich zu machen". 300 Schulklassen pro Jahr nehmen Vogelsang bereits vor allem als Lernort wahr. Alleine 60 Prozent seien aus der Region, der Rest komme von Rheinschiene und Ruhrgebiet. Besonders erfreue ihn die internationale Begegnung 2011 zwischen einer Dürener Schule und zwei polnischen aus Zlocieniec, dem Standort der NS-Ordensburg Krössinsee.

Gemeinsam mit seinem Gesellschafter-Kollegen Karl-Heinz Lambertz, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgien, strich Spelthahn auch die touristischen Chancen Vogelsangs heraus. "Die Eifel zieht 41 Millionen Gäste an. Wir müssen über unser Kirchturmdenken hinauskommen, um dies wertschöpfend für die Region fruchtbar zu machen", so der Dürener Landrat. Das in Vogelsang zukünftig angesiedelte SchauFenster Eifel-Ardennen sei in diesem Sinne ein wichtiger symbolischer Akt. Daran anknüpfend formulierte Lambertz den grenzüberschreitenden Charakter Vogelsangs: "Hier lässt sich Zukunft gestalten im Sinne europäischer Werte und einer fortschreitenden grenzüberschreitenden Verflechtung."

Alle Beteiligten zeigten sich von der einmaligen 50er Jahre Innenarchitektur des Vogelsang-Kinos begeistert und freuten sich darauf, es als zentralen Tagungs- und Veranstaltungsort Ende 2011 wieder zu eröffnen. Zwei Millionen Euro werden investiert. Seine Atmosphäre bleibt unangetastet. In den Saal-Nebenräumen entstehen ein 280 Quadratmeter großes Foyer, eine 210 Quadratmeter große Gastronomie sowie Tagungs- und Büroräume. Im Rahmen der geführten Geländerundgänge wird das Kino ab Baubeginn nicht mehr besucht. Im Rahmen von speziellen "Baustellenführungen" werden - soweit vom Bauablauf her möglich - Einblicke in die Baumaßnahmen im Kino sowie in weitere Objekte im Gelände gegeben. Zahlreiche Gäste der Veranstaltung sahen sich die Räume noch einmal vor der Umbauphase an.

Pressemitteilung 15. Juli 2010

Vogelsang ip gemeinnützige GmbH (v.l.n.r.) Manfred Poth, Milena Karabaic,Thomas Fischer-Reinbach, Iris Poth, Johannes Bortlisz-Dickhoff, Albert Moritz Großbildansicht

Pressemitteilung der Vogelsang ip gGmbH

15. Juli 2010 | Die Lust, endlich die Ärmel aufkrempeln zu können, war bei allen Beteiligten spürbar. "Der jetzt erteilte vorzeitige Maßnahmebeginn ist für uns der Start in die Umsetzungsphase des neuen Forum Vogelsang. Jetzt können wir das Projekt offensiv voran treiben", meinte Johannes Bortlisz-Dickhoff, der Aufsichtsratsvorsitzende der vogelsang ip gemeinnützige GmbH anlässlich der heutigen Pressekonferenz.

Grund zur Freude war reichlich vorhanden: Am 7. Juli hat die Bezirksregierung Köln auf Erlass der beteiligten Landesministerien dem Kreis Euskirchen als Förderempfänger mitgeteilt, dass das Projekt zur baulichen Umgestaltung des "Forum Vogelsang" förderunschädlich gestartet werden darf. Gleichzeitig wurde die formelle Bewilligung einer ersten Teilsumme an Landes-, Bundes- und Europa-Fördermitteln im Rahmen der Städtebauförderung 2010 für die nächsten Monate in Aussicht gestellt. Als Voraussetzung hierfür wird zur Zeit noch einmal der angemeldete Gesamtkosten­rahmen von 35 Mio. Euro überprüft.

Die vogelsang ip gemeinnützige GmbH mit ihrem Geschäftsführer Albert Moritz an der Spitze wird für den Kreis Euskirchen die Planung und Realisierung des Forum Vogelsang durchführen und verantworten. Geschaffen werden soll ein neues Besucherzentrum mitten im "Adlerhof", adäquate Ausstellungsräume für die NS-Dokumentation und die Nationalparkausstellung, ein großzügiger Seminar- und Tagungsbereich, eine Panoramagastronomie mit großer Außenterrasse, ein attraktiver Außenaufzug zum "Eifelblick" auf dem Turm sowie eine Aufwertung der Freiflächen rund um den Gebäudekomplex.

"Ich persönlich habe keinen Zweifel, dass das Vogelsang-Team diese Herkulesaufgabe genauso professionell bewältigen wird wie bisher alle Aufgaben an diesem Standort", sprach Manfred Poth für den Kreis Euskirchen seine Zuversicht über das Gelingen des Projekts aus. Er richtete seinen Dank ausdrücklich an die Landesministerien sowie die Bezirksregierung für ihre konsequente Unterstützung in dem nicht immer einfachen Förderdschungel. Insbesondere angesichts der aktuellen Haushaltslage des Landes und des Bundes wisse er dies sehr zu schätzen. "Der jetzt ausgesprochene 'vorzeitige Maßnahmebeginn' gibt uns die Möglichkeit, die auf Basis des Internationalen Architekturwettbewerbs 2008 bereits erarbeiteten Vorplanungen baureif zu machen und nach Vorliegen der Förderbescheide umzusetzen. Ich rechne mit einer Fertigstellung im Jahre 2014".

Für den Gesellschafter Landschaftsverband Rheinland bestätigte LVR-Dezernentin Kultur und Umwelt Milena Karabaic: "Für uns als LVR ist das Forum Vogelsang vor allem wegen der geplanten NS-Dokumentation und des 'SchauFenster Eifel-Ardennen' ein wichtiger Partner in unserem 'LVR Netzwerk Kultur'." Das jetzt startende Sanierungs- und Umbauprojekt ist laut Karabaic wesentliche Voraussetzung für die anstehenden Ausstellungsprojekte mit ihrem klaren Bildungsauftrag. Die Nationalparkausstellung, deren Förderung bereits seit mehreren Monaten gesichert ist, bezog sie hierbei ausdrücklich mit ein.

Geschäftsführer Albert Moritz treiben in diesen Tagen näher liegende Dinge um: "Parallel zu der Bauplanung müssen wir im kommenden Jahr einen kompletten Umzug auf dem Gelände organisieren. Schließlich sollen unsere Besucherinnen und Besucher unsere Angebote ja auch während der Bauzeit finden und annehmen!" Deshalb ist in den beantragten Fördermitteln auch die Herrichtung des belgischen Kinos als vorübergehendes Besucherzentrum für die jetzt provisorisch am "Adlerhof" untergebrachten Einrichtungen Besucherinfo, Gastronomie, Seminarräume und Verwaltung vorgesehen. "Es wird vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter drei Jahre lang recht beengt werden, aber wir sind Provisorien ja seit 2006 gewöhnt und haben trotzdem bisher über 750.000 Gäste hier empfangen", sagt er nicht ohne Stolz. "Für die Gäste wird es auch während der Bauzeit des Forums einen uneingeschränkten Geländezugang sowie einen Full-Service geben. Es lohnt sich für die Besucher, wiederzukommen." Dass die aktiven Baustellenbereiche aus Sicherheitsgründen gesperrt sein werden, versteht sich von selbst.

Damit die Besucherinnen und Besucher Vogelsangs trotz der Bauarbeiten am neuen Forum den Ausblick genießen und die Baustelle beobachten können, plant vogelsang ip zur Saison 2011 im Rahmen des Projekts die Einrichtung einer Aussichtsplattform auf der Felsformation oberhalb des "Adlerhofs"  - ähnlich wie während der Bauarbeiten am Potsdamer Platz in Berlin. In den 'ip.news' als halbjährlich aktualisierter Bauzeitung sowie bei speziellen Baustellenführungen werden zudem ständig aktuelle Informationen über den Baufortschritt zu erhalten sein.

Doch bevor die ersten Bagger anrollen können, sind jetzt zunächst dringend Baufachleute gefragt: zusätzlich zu den schon beauftragten Wettbewerbsarchitekten (Mola Winkelmüller Architekten und sinai. Faust. Schroll. Schwarz, beide aus Berlin) werden in Kürze die Projektsteuerung sowie diverse Fachplanungen ausgeschrieben. Allein die Ausschreibungsverfahren - teils nach europäischem Recht - werden Monate in Anspruch nehmen. "Ein Projekt von rd. 35 Millionen Euro hat eben eine europäische Dimension. Die Region wird in den kommenden Jahren erheblich von den Investitionsgeldern profitieren. Die öffentlichen Gelder am Standort Vogelsang werden auch weiteres privates Geld nach sich ziehen", war sich Thomas Fischer-Reinbach, Geschäftsführer der Standortentwicklungsgesellschaft, sehr sicher. Ohne die konkrete Entwicklungsperspektive für das Forum Vogelsang hätte sich wohl kaum eine Nutzungsidee wie jüngst für Van Dooren aufgetan.

"Es wird eine spannende Zeit werden. Nun arbeiten wir aktiv daran, bald den ersten formellen Bewilligungsbescheid aus Düsseldorf zu erhalten", fasste Manfred Poth die Aufbruchstimmung abschließend zusammen.

Pressekontakt: Klaus Ring, vogelsang ip gemeinnützige GmbH, Telefon: (02444) 91 579 16; eMail: klaus.ring@vogelsang-ip.de




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