Dritte Sitzung des Fachbeirats und Arbeitstagung am 7. und 8. März 2004 in Köln
Auf Einladung von Dr. Werner Jung, Leiter der Dokumentation EL-DE-Haus, fand die 3. Sitzung des Fachbeirats in Köln statt. Nach einer ausgedehnten Besichtigung der Ausstellung zur NS-Geschichte in Köln standen vor allem die inhaltliche Feinabstimmung des Förderantrages an die Bundes-Gedenkstättenstiftung sowie eine Diskussion über Details des Thesenpapiers zur Ausrichtung einer regionalgeschichtlichen Ausstellung auf Vogelsang im Mittelpunkt der Beratungen.
Die praktische Arbeit der Fachbeiratsmitglieder hat faktisch zu zwei Arbeitsgruppen geführt, die sich parallel, jedoch in Absprache, mit den Ideenskizzen zu den beiden Ausstellungsprojekten "NS-Dokumentation" und "Regionalgeschichte" beschäftigt haben. Diese Arbeitsstruktur wurde vom Fachbeirat nun auch offiziell bestätigt.
Beiden Arbeitsgruppen steht es frei, in eigener Zuständigkeit Mitglieder des Fachbeirats oder andere Persönlichkeiten zu kooptieren. Außerdem können fallweise und je nach thematischer Notwendigkeit auch weitere Personen in den Kreis gebeten werden, die nicht den Status von kooptierten Mitgliedern haben.
Hinsichtlich des Flächenbedarfs der historischen Ausstellungen wurde unter Einbeziehung der Verortungsfrage grundlegend diskutiert. Prof. Mainzer führte zu diesem Punkt folgendes aus: Es besteht Konsens darüber, dass die Aufgabe darin besteht, einen Lernort zu vitalisieren. Dabei ist die erhaltene Architektur das Primäre. Man kann die Ganzheit des Ortes nur vermitteln, wenn die Originalquellen erhalten werden. Durch eine künstlerische oder bauliche Überformung und Brechungen können durchaus neue Zugänge zur Bewusstmachung geschaffen werden, jedoch ohne Zerstörung der baulichen Quellen. Fazit: Schwimmbad und Burgschänke, die beiden einzigen auf Vogelsang nahezu unversehrt erhaltenen Inneneinrichtungen, müssen aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten bleiben!
Der Beirat stimmte mehrheitlich dem Vorschlag zu, Möglichkeiten zur Unterbringung der historischen Ausstellungen in der bestehenden Burgschänke - wie in der Machbarkeitsstudie vorgesehen - unter Einbeziehung weiterer Räume im Adlerhof sowie möglicher neu zu errichtender Anbauten im Verlauf des weiteren Prozesses untersuchen und qualifizieren zu lassen.
Der Fachbeirat befürwortete es ausdrücklich, die diskutierten Arbeitspapiere in den Prozess der Euregionale 2008 einzubringen, wo sich ein Förderschwerpunkt "Nationalparklandschaft" abzeichnet.



