Haupttext | Hauptmenü | Untermenü | Infoboxen


Rubrikillustration Umwelt
Karte - Euskirchen

Elektro- und Elektronik-Altgeräte

Elektro- und Elektronik-Altgeräte (im Folgenden: Elektroaltgeräte) sind, kurz gesagt, die meisten Geräte, die eine Stromversorgung zum Betrieb brauchen. Die Entsorgung ist seit 2006 über das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) geregelt. Am 24. Oktober 2015 trat ein novelliertes ElektroG in Kraft.

Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) / Änderungen

Sammeltasche für Elektrokleingeräte Sammeltasche für ausgediente Elektrokleingeräte; kostenlos erhältlich | Foto: © Kreis Euskirchen Großbildansicht

Am 24. Oktober 2015 trat das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) in Kraft. Elektroaltgeräte müssen getrennt gesammelt werden. Das gilt auch schon seit März 2006. Ziel des neuen Gesetzes ist es seltene Metalle in höherem Maße zurückzugewinnen und die Umwelt noch besser vor einem Schadstoffeintrag zu schützen. Darüber hinaus soll die illegale Ausfuhr von Elektroaltgeräten ins Ausland erschwert werden.

Folgende Änderungen sind für Privatpersonen wichtig:

  1. Leuchten und Photovoltaikmodule zählen zum Elektroschrott.
    Die Lichterkette, Steh- oder Nachttischlampe z. B. zählt nun genau so zum Elektroschrott, wie Photovoltaikmodule.
  2. Erweiterte Rückgabemöglichkeiten über den Handel:
    Ab spätestens dem 24.06.2016 können Sie auch im Handel haushaltsübliche Mengen von Elektrokleingeräten (Geräte mit Kantenlängen bis 25 cm) kostenlos und ohne gleichzeitigen Neukauf eines Gerätes abgeben. Dies in Ladengeschäften und bei Onlinehändlern deren Verkaufsfläche bzw. Lager- und Versandfläche für Elektrogeräte größer als 400 m² ist.
  3. Entfernung von Batterien und Akkus:
    Alle Batterien und Akkus müssen vor der Entsorgung von Ihnen aus dem Gerät entfernt und separat entsorgt werden. Sind die Batterien und Akkus vom Gerät so umschlossen, dass Sie nicht zu entfernen sind, dürfen sie im Gerät bleiben.

Achtung! Getrennt gesammelt werden auch Lampen wie Energiesparlampen, LED's und Leuchtstoffröhren. Die alte Glühbirne hingegen kommt allerdings in den Restmüll.

Ausführliche Informationen zum neuen ElektroG erhalten Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit:

Ihre Pflichten als Besitzer / Rückgabestellen

Als Besitzer eines Elektro-Altgerätes sind Sie verpflichtet, dieses getrennt vom restlichen Abfall zu entsorgen.

Folgende Abgabestellen stehen Ihnen im Kreis Euskirchen dazu zur Verfügung:

Elektro-Kleingeräte (mit keiner Kantenlänge größer als 25 cm) z. B. Toaster, Föhn, Uhr, Bügeleisen, Smartphone:

  • an den Schadstoffmobilen (siehe Abfuhrkalender)
  • am Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) des Kreises Euskirchen in Mechernich
  • im Handel (Ladengeschäften und Online-Händler deren Verkaufsfläche bzw. Lager- und Versandfläche für Elektrogeräte größer als 400 m² ist.) Ohne Kassenbon, ohne gleichzeitigen Neukauf eines Gerätes (ab spätestens 24. Juli 2016)
  • Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Euskirchen: auch beim Stadtbetrieb Technische Dienste, Von-Siemens-Str. 17, 53879 Euskirchen (Mo - Do 8 - 16 Uhr, Fr 8 - 12 Uhr)
  • Für Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Weilerswist: auch am Bauhof Weilerswist, Bonner Str. 33, 53919 Weilerswist (Di 15 - 16 Uhr)

Elektro-Altgeräte (Kantenlänge > 25 cm) z. B. Waschmaschine, Staubsauger, Mikrowelle, Fernseher, Ventilator

Alle größeren Elektro-Altgeräte können Sie am AWZ abgeben oder abholen lassen. Melden Sie sich zwecks Abholung der Elektro-Altgeräte bitte bei Ihrer Abfallberatung der Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

Beim Neukauf eines gleichwertigen Elektrogerätes nimmt der Handel Ihr altes Gerät auch kostenlos und ohne Kassenbon zurück!

Ausnahme: asbesthaltige Geräte (z. B. Nachtspeicherheizgeräte) sind staubdicht verpackt (z.B. mit Kunststofffolie umwickelt) am AWZ anzuliefern. Photovoltaikmodule müssen ebenfalls am AWZ angeliefert werden.

ACHTUNG: Eine Abgabe von Elektro-Altgeräten an Schrottsammler ist illegal!

Entfernung von Batterien und Akkus
Alle Batterien und Akkus müssen vor der Entsorgung von Ihnen aus dem Gerät entfernt und separat entsorgt werden. Sind die Batterien und Akkus vom Gerät so umschlossen, dass Sie nicht zu entfernen sind, dürfen sie im Gerät bleiben.

Mit diesem kleinen persönlichen Aufwand bewirken Sie einen hohen Nutzen für die Umwelt: Sie helfen mit, dass wertvolle Rohstoffe recycelt und Schadstoffe gezielt behandelt werden können. Elektroschrott gehört bisher zu den größten Verursachern der Schadstoffbelastung des Restmülls mit Blei, Cadmium und Quecksilber. Und das, obwohl die getrennte Sammlung längst eingeführt ist. 

 

Elektrogroßgeräte Foto: © Kreis Euskirchen Großbildansicht

Daten sicher löschen

Hier liegt die Verantwortung bei Ihnen!

Befinden sich sensible Dokumente, wie z. B. Fotos, medizinische Dokumente oder generell personenbezogene Daten auf dem Speichermedium ausrangierter Geräte, so ist es Ihnen überlassen, ob Sie diese Daten vor der Entsorgung löschen oder nicht. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät die Daten richtig zu löschen. Dabei reicht es nicht aus eine Windows- Datei z. B. in den Papierkorb zu verschieben und diesen zu leeren. 

Zur Löschung der Daten können Sie verschiedene Möglichkeiten heranziehen:

  • Physikalische Löschprogramme (hierzu stehen im Internet diverse Programme zur Verfügung)
  • Zerstörung des Datenträgers mittels Hammer, Bohrer etc. Seien Sie dabei aber vorsichtig und nutzen Sie ggf. Schutzkleidung.

Weiterführende Informationen dazu erhalten Sie beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI):

Wiederverwendung

Gerade bei Elektrogeräten schreitet die Entwicklung in den letzten Jahren sehr schnell voran. Kaum ist ein Gerät auf dem Markt, kommt schon eine verbesserte Version heraus. Deshalb werden häufig Geräte ausrangiert, die nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen, aber trotzdem zu schade für den Müll sind.

Solche Geräte sollten Sie zur Wiederverwendung weitergeben - z.B. an Freunde oder wohltätige Einrichtungen. Einiges lässt sich auch auf dem Flohmarkt oder über das Internet noch verkaufen.

Elektrogeräte enthalten Schad- und Wertstoffe

Elektrogeräte können über 1.000 verschiedene Substanzen enthalten; darunter befinden sich Wertstoffe wie Kupfer oder Aluminium, aber auch Schadstoffe wie Blei und Quecksiber. Um einerseits die Wertstoffe zurückgewinnen und andererseits die Schadstoffe gezielt behandeln zu können, ist die getrennte Sammlung notwendig.

Beispiele für Schadstoffe in Elektrogeräten:
Röhren-Fernseher und -Monitore enthalten bleihaltiges Glas. Die verwendeten Leuchtstoffe sind außerdem schwermetallhaltig. Mit einer gezielten Aufbereitung lassen sich die einzelnen Komponenten voneinander trennen.

Alte Kühlschränke enthalten sogenannte FCKWs (Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe). Diese Stoffe schädigen die Ozonschicht. Sie müssen abgesaugt und gesondert entsorgt werden, bevor die Metalle und Kunststoffe verwertet werden können. Achten Sie deshalb bei der Entsorgung von Kühlschränken darauf, die Leitungen hinten am Gerät nicht zu beschädigen.

Beispiele für Wertstoffe in Elektrogeräten:
Fast alle Elektrogeräte enthalten Kupfer. Im Durchschnitt lässt sich aus 14 Tonnen Elektroaltgeräten eine Tonne Kupfer zurückgewinnen. Um dieselbe Menge Kupfer aus Bergwerken abzubauen, müssen bis zu 1.000 Tonnen Gestein bearbeitet werden.
Vor allem IT-Geräte enthalten neben Metallen oft auch sehr hochwertige Kunststoffe. Spezielle Zusatzstoffe in diesen Kunststoffen sorgen dafür, dass eine Verwertung nur mit besonderen Verfahren möglich ist. Eine gemeinsame Verwertung mit Verpackungskunststoffen ist daher z.B. nicht möglich.
Platinen enthalten oft auch Edelmetalle. Obwohl die Mengen pro Platine relativ klein sind, kann sich aufgrund des hohen Wertes eine Rückgewinnung lohnen

Neuanschaffung von Elektrogeräten

GEEA-Zeichen GEEA-Zeichen Großbildansicht

Achten Sie beim Neukauf von Geräten darauf, dass sie möglichst sparsam im Energieverbrauch sind. Bei größeren Geräten finden Sie die "Energieeffizienzklasse" angegeben. Weitere Kennzeichnungen sind der "Blaue Engel" oder das "GEEA-Zeichen".

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass sich Geräte vollständig ausschalten lassen und nicht ständig "Strom ziehen". Informationen hierzu finden Sie unter www.no-e.de.

Die Stiftung Warentest vergleicht den Energieverbrauch verschiedener Geräte. Sie finden die Ergebnisse unter diesem Link:

Das sollten Hersteller und Händler wissen

Seit dem 23. März 2006 dürfen nur noch Elektrogeräte in Verkehr gebracht werden, die ordnungsgemäß gekennzeichnet sind und deren Hersteller bei der EAR (Stiftung Elektro-Altgeräte-Register) registriert sind. Zur Kennzeichnung gehören eine dauerhafte Beschriftung mit dem Namen des Herstellers und das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne.

Händler müssen diesbezüglich keine besonderen Vorgaben beachten; allerdings kann es sinnvoll sein, beim Hersteller bzw. Lieferanten nachzufragen, ob die Geräte gekennzeichnet und registriert sind.

Für den Hersteller ist der Aufwand relativ hoch. Details zur Registrierung finden Sie auf der Homepage der EAR (siehe unten).

Rücknahme der Elektro-Altgeräte durch den Handel:
Der Handel hat dazu drei Möglichkeiten:

  • Er verwertet die Altgeräte selbst bei zertifizierten Erstbehandlungsanlagen.
  • Er übergibt sie den Herstellern.
  • Er übergibt sie den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern.

(Die Mitteilungspflichten des Vertreibers sind in § 29 ElektroG dargelegt.)

Wer Elektro-Altgeräte sammelt oder zurücknimmt muss die Verbraucherinnen und Verbraucher über die Eigenverantwortung zur Löschung der eigenen personenbezogenen Daten informieren.



Weitere Infos im WWW:


Infoboxen

Weitere Infos

Umweltlinks, auch zum Thema Energie

Hier finden sie weitere Seiten mit interessanten Infos rund um das Thema Energie(sparen)

Verschenk- und Tauschbörse Euskirchen

Ist Ihr Altgerät noch nutzbar? Dann bieten Sie es doch in der Verschenk- und Tauschbörse an!

Stiftung Elektro-Altgeräte-Register

Informationen zum ElektroG, insbesondere für Hersteller

Zurück zur Übersicht oder weiter zum nächsten Thema: