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Rubrikillustration Umwelt
Karte - Euskirchen

Vertragsnaturschutz

Vertragsnaturschutz bedeutet Partnerschaft zwischen Naturschutz und Landwirtschaft

Die bunten und artenreichen Wiesen und Weiden, die farbenfrohen Ackerränder sowie die Obstwiesen und Hecken in unserer Kulturlandschaft sind das Ergebnis einer traditionellen landwirtschaftlichen Nutzung. Die wertvollen Lebensräume sind jedoch in den letzten 50 Jahren durch Intensivierung der Bewirtschaftung (z. B. stärkere Düngung, höheren Viehbesatz oder Umbruch zu Ackerland) immer seltener geworden.

Ziel des Vertragsnaturschutzes ist es, in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft einen Beitrag zum Erhalt dieser alten Kulturlandschaften und zum Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu leisten.

Freiwillige ökologische Leistungen der Landbewirtschafter in Form von Verzicht auf Dünge- und Pflanzenschutzmittel, geringere Viehbesatzdichte sowie zeitliche Beschränkung der frühest möglichen Nutzung werden durch Förderprämien vom Land NRW, der EU und dem Kreis Euskirchen honoriert. Sie sollen den Ertragsausfall ausgleichen und einen Anreiz für naturschutzgerechte Bewirtschaftungsformen schaffen.

Erfolgreiche Zusammenarbeit seit über 30 Jahren

Bereits in den 1970er Jahren wurden erste Pflegemaßnahmen im Bereich der Gemeinde Blankenheim durch ortsansässige Landwirte gegen eine angemessene Vergütung durchgeführt.

Damit gehört der Kreis Euskirchen landesweit zu den Vorreitern in Sachen Vertragsnaturschutz. Mittlerweile nehmen fast 320 Betriebe im Kreis Euskirchen am Vertragsnaturschutz teil. Die nach naturschutzfachlichen Erfordernissen bewirtschaftete Fläche umfasst mehr als 2.500 ha. Das jährliche Zuwendungsvolumen erreicht annähernd 900.000 Euro.

Fördermaßnahmen für eine artenreiche Feldflur

Die aktuelle Situation von Arten der offenen Feldflur ist besorgniserregend. Viele früher häufige Arten gehen in ihren Beständen deutlich zurück. Was für Ackerwildkräuter seit vielen Jahren bekannt ist, trifft nun auch für Vogelarten der Feldflur zu. Für Feldlerche, Grauammer, Wachtelkönig, Kiebitz, Rebhuhn und Co. sind daher dringend verstärkte Schutzbemühungen notwendig.

Um die Situation der Feldarten zu verbessern, macht das Land NRW seit 2007 zusätzliche Förderangebote im Vertragsnaturschutz.

Mehr dazu finden Sie im Flyer "Fördermaßnahmen für eine artenreiche Feldflur":

Genaueres zur Förderung




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Förderverfahren

Fördermaßnahmen