Bevölkerungsentwicklungen - tatsächlich und prognostiziert!
Bevölkerungsentwicklung zwischen 1991 und 2007
Zwischen 1991 und 2007 war die Bevölkerungsentwicklung im Kreis Euskirchen positiv. Der Kreis konnte einen Bevölkerungsgewinn von 11,3% verzeichnen. In den einzelnen Kommunen war die Entwicklung jedoch sehr unterschiedlich: während die Bevölkerung in Mechernich um 19,2% zunahm, nahm sie in Hellenthal um 1,7% ab. Für alle Kommunen gilt, dass die Zunahme der Bevölkerung in den letzten Jahren abgenommen hat. Seit 2005 zeigen sich kaum Veränderungen in der Bevölkerung. Von 2004 auf 2005 gab es lediglich ein Plus von rund 100 Personen, auf 2006 und auf 2007 waren die Veränderungen sogar leicht negativ.Die Zusammensetzung der Bevölkerungsentwicklung
Die Gesamtbevölkerungsentwicklung setzt sich aus der natürlichen Bevölkerungsentwicklung, dem Saldo aus Geburten und Sterbefällen, sowie den Wanderungen, dem Saldo aus Zu- und Fortzügen, zusammen.Eine positive natürliche Bevölkerungsentwicklung, d.h. dass mehr Menschen geboren wurden als gestorben sind, gab es lediglich im Jahr 1997. Insbesondere in den letzten Jahren überstieg die Zahl der Sterbefälle jene der Geburten immer deutlicher. Das Wanderungssaldo ist zwar über den gesamten Zeitraum positiv, d.h. es sind mehr Menschen zu- als aus dem Kreis fortgezogen. Es ist jedoch ein deutlich negativer Trend zu beobachten: das positive Wanderungssaldo wurde von Jahr zu Jahr geringer.
- Homepage der Landesdatenbank NRW - Daten zur Bevölkerungsentwicklung
Die Daten über die Bevölkerungsentwicklung im Kreis stammen vom Landesdatenbank NRW / IT.NRW) und wurden 2008 abgerufen.
Bevölkerungsprognosen
Bevölkerungsvorausberechnungen basieren auf Annahmen. "Grundsätzlich ist bei der Interpretation der Ergebnisse von Bevölkerungsvorausberechnungen zu beachten, dass der für die Zukunft aufgezeigte Verlauf der Bevölkerungsentwicklung nur unter der Voraussetzung des Eintretens der getroffenen Annahmen stattfindet" (Cicholas, U. und Dr. K. Ströker / IT.NRW (Hrsg.) (2009): Statistische Analysen und Studien, Band 60. Vorausberechnung der Bevölkerung in den kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens 2008 bis 2030/2050.- Homepage des Publikationsservice IT.NRW
Download der Vorausberechnung der Bevölkerung in den kreisfreien Städten und Kreisen NRWs (Cicholas, U. und Dr. K. Ströker / IT.NRW (Hrsg.) (2009))
Bevölkerungsvorausberechnungen werden sowohl bei der IT.NRW als auch bei der Bertelsmann-Stiftung mittels Komponentenmethode durchgeführt.
"Hierbei erfolgt eine jahrgangsweise Fortschreibung der Ausgangsbevölkerung nach Alter und Geschlecht, indem Gestorbene und Fortgezogene abgezogen und Zugezogene hinzugezählt werden. Die Lebendgeborenen eines Jahres bilden jeweils die neue Kohorte der unter Einjährigen des darauf folgenden Jahres. Dieser Vorgang wird für jedes Berechnungsjahr und unter einer Annahmesetzung der zukünftigen Entwicklung zu den Komponenten Geburten, Sterbefälle und Wanderungen durchgeführt" (Cicholas, U. und Dr. K. Ströker / IT.NRW (Hrsg.) (2009) s.o.).
Bevölkerungsprognosen für den Kreis Euskirchen bis 2025 / 2030
Während die Prognose der Bertelsmann-Stiftung von 2008 (Wegweiser-Demografie) von einer Zunahme der Bevölkerung bis 2025 um 3,6% ausgeht, geht die jüngste Vorausberechnung des IT.NRW von 2009 von einem leichten Rückgang der Bevölkerung im Kreis Euskirchen bis 2030 um 1%. Vor dem Hintergrund der oben dargestellten Bevölkerungsentwicklungen in den letzten Jahren, scheinen die jüngsten Prognosen des IT.NRW realistischer zu sein.
Sowohl die Prognose des IT.NRW als auch jene der Bertelsmann-Stiftung gehen von einer deutlichen Verschiebung der Altersstruktur aus.
Die IT.NRW prognostiziert dem Kreis, dass der Anteil 65-79-Jährigen bis 2030 um 45%, der Anteil der über 79-Jährigen sogar um 79% steigen wird. Demgegenüber wird der Anteil der unter 65-Jährigen bis 2030 laut IT.NRW deutlich sinken.
Downloads:
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Demografie-Handlungskonzept: Prozess & Zahlen (Dez. 2011)
(pdf-Datei / 3,26 MB)





