Der Workshop-Prozess 2008/2009
Zwischen September 2008 und Februar 2009 wurden im Rahmen des konzeptionellen Teils des Prozesses Workshops mit Vertretern der Politik und der Verwaltung (im Sept. 08), mit den Bürgermeistern der 11 Kommunen (im Dez. 08), mit Vertretern gesellschaftsrelevanter Institutionen (im Jan. 09) durchgeführt. In einem 4. Workshop (im Feb. 09) wurden die Ergebnisse gebündelt, die zentralen Handlungsfelder identifiziert, Leitziele zu diesen Handlungsfeldern formuliert und die weitere Gestaltung des Prozesses vereinbart.
Der Prozess wurde von Dr. Winfried Kösters, einem durch die Bertelsmann-Stiftung lizensierten Demografie-Trainer, als Referent und Moderator gestaltet.
Der Prozess wurde von Dr. Winfried Kösters, einem durch die Bertelsmann-Stiftung lizensierten Demografie-Trainer, als Referent und Moderator gestaltet.
1. Workshop - September 2008 - mit Politik und Verwaltung
Im September 2008 fand der 1. Workshop mit Vertretern der Verwaltung und der Kreistagsfraktionen sowie den Ausschussvorsitzenden statt.
Ziel des Workshops war es, die Teilnehmer für den demografischen Wandel und die damit verbundenen Entwicklungen im Kreis Euskirchen zu sensibilisieren. Im Verlauf des Workshops formulierten die Teilnehmer Handlungsansätze und erarbeiteten eine Stärken- und Schwächen-Analyse für den Kreis.
2. Workshop - Dezember 2008 - mit den Bürgermeistern
Im Dezember 2008 kamen die Bürgermeister bzw. deren Vertreter aller elf kreisangehörigen Kommunen zu einem gemeinsamen Workshop zusammen. Ziel war es, zum einen die Bürgermeister über die anstehenden demografischen Veränderungen der Bevölkerung zu informieren, sie aber auch für ein gemeinsames Vorgehens zur Gestaltung der zum Teil irreversiblen Veränderungen des demografischen Wandels zu motivieren.
Die Bürgermeister vereinbarten abschließend eine gemeinsame Agenda, um das Thema Demografischer Wandel nachhaltig im Kreis Euskirchen in Gang zu setzen. So sagten alle Beteiligten unter anderem zu, dieses Thema in ihren Kommunen - in den jeweiligen Räten und Verwaltungen - zu kommunizieren und zu verankern.
3. Workshop - Januar 2009 - mit den Multiplikatoren
Zum dritten Workshop im Januar 2009 waren etwa 150 Personen oder Institutionen eingeladen worden. Die Liste der Eingeladenen umfasste eine breite Palette an gesellschaftlich relevanten Akteuren aus verschiedenen Bereichen: Bildungs- und soziale Einrichtung, Unternehmen der regionalen Wirtschaft, Gesundheitseinrichtungen, regionale Einrichtungen wie z.B. Naturpark und Nationalpark etc.
Die Vorstellung der Teilnehmer wurde als "Wanderung" zwischen dem Ausland, Deutschland, NRW, dem Kreis Euskirchen und der Stadt Euskirchen gestaltet. Zu verschiedenen Fragen (z.B. wo sind Ihre Eltern geboren, wo habe Sie Ihre Ausbildung gemacht, wo machen Ihre Kinder Ihre Ausbildung), "wanderten" die Teilnehmer an die verschiedenen Orte. Die Botschaft des Tages dass "Wanderungen ein Bestandteil der Biografie von nahezu allen Menschen ist und auch der Kreis Euskirchen auf Zuwanderung - auch aus dem Ausland - angewiesen ist, wurde so lebhaft und anschaulich vermittelt.
Als Ergebnisse des Workshops standen schließlich außerdem erste Ideen für den Umgang mit dem demografischen Wandel, Vorschläge für konkrete Handlungsschritte sowie eine Potenzialkarte des Kreises Euskirchen.
Als Ergebnisse des Workshops standen schließlich außerdem erste Ideen für den Umgang mit dem demografischen Wandel, Vorschläge für konkrete Handlungsschritte sowie eine Potenzialkarte des Kreises Euskirchen.
4. Workshop - Februar 2009 - Bündelungs-Workshop
Zum vierten Workshop waren Personen aus Politik, Verwaltung, Kommunen und Vertreter gesellschaftlich relevanter Akteursgruppen eingeladen, mehrheitlich jene, die schon an einem der ersten drei Workshops teilgenommen hatten. Insgesamt nahmen schließlich etwa 90 Personen am Bündelungs-Workshop teil.In diesem letzten großen Workshop des konzeptionellen Prozesses wurden die Erkenntnisse aus den vergangenen Workshops zusammengetragen, die zentralen Handlungsfelder identifiziert, Leitziele formuliert und die weitere Gestaltung des Prozesses vereinbart.
Im Rahmen des Bündelungs-Workshops wurden zunächst die Handlungsfelder vorgestellt, die sich aus den letzten Workshops ergeben hatten. Ergänzt wurden diese durch weitere Handlungsfelder, die Einzelnen oder der Gruppe unter den bereits genannten Handlungsfeldern fehlten.
Die Bewertung der Handlungsfelder erfolgte durch alle Teilnehmer. Dazu erhielten die Teilnehmer je zwei rote Punkte, die sie auf die Handlungsfelder klebten, die ihnen besonders wichtig waren.
Bildung erhielt 31 rote Punkte, Integration, 19, Kinder und Jugend 17, Wirtschaft, Infrastruktur und Attraktivität je 12, Arbeit 11 und Senioren 5.
Im Anschluss an die Bewertung wurden in Kleingruppen zu den Handlungsfeldern, die mehr als 10 Punkte erhielten, Leitziele erarbeitet. Zusätzlich zu diesen sieben Handlungsfeldern, bildete sich eine Gruppe zum Thema Senioren, da dieses Thema - trotz der relativ niedrigen Bewertung - von der Gruppe als sehr wichtig erachtet wurde. Die Gesamtgruppe stimmte dieser Vorgehensweise zu.











