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Kreis Euskirchen

Aktuelles

In regelmäßigen Abständen werden alle Bündnispartner*innen über Neuigkeiten informiert.

Aktuelle Neuigkeiten

Unter den folgenden Überschriften finden Sie alle Neuigkeiten aus dem aktuellen Newsletter. Alle bisher versandten Newsletter können weiter unten im Downloadbereich als pdf abgerufen werden.

Informationsabende

Informationsabend Mehrgenerationenwohnen im September 2021

Aufgrund der großen Nachfrage wird am 20. September 2021 der nächste Online-Informationsabend zum Thema Mehrgenerationenwohnen stattfinden. Auch hier werden wieder verschiedene Referenten*innen über ihre Erfahrungen auf dem Gebiet berichten. Bei den Projekten bzw. Unternehmen, die vorgestellt werden, handelt es sich um

 Conplan Projektentwicklung (Öffnet in einem neuen Tab): Spezialist für gemeinschaftliche Wohn- und Bauprojekte mit Beratung und Betreuung von Baugruppen und Grundstückseigentümern*innen in den Bereichen

  • Gesellschaftsstruktur/Trägerform des Projekts (GbR, Verein, Genossenschaft, WEG)
  • Herstellung des Baurechtes
  • Finanzierung und Kauf des Grundstücks/der Immobilie
  • Eruierung und Beantragung von Fördermitteln
  • Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
  • Moderation des Planungs- und Baugruppenprozesses
  • Baubetreuung

 PrymPark Düren (Öffnet in einem neuen Tab) – Wir mittendrin! (Öffnet in einem neuen Tab) im PrymPark: Gemeinschaftliches, generationsübergreifendes, ökologisches Cohousing-Wohnprojekt mit der Verbindung von privatem Wohnraum in einer Mehrgenerationen-Wohnsiedlung und Gemeinschaftsräumen, Gärten und einem Waldstück in Düren.

 MehrgenerationenWohngenossenschaft Amaryllis eG (Öffnet in einem neuen Tab): Wohngenossenschaft, in der 70 Menschen zwischen null und 90 Jahren mit verschiedenen sozialen Lebensformen in drei Häusern mit insgesamt 33 Wohneinheiten gemeinschaftlich und ökologisch nachhaltig zusammenleben.

Auch bei dieser Veranstaltung wird es wieder genug Zeit für Rückfragen geben!

Sie haben Interesse, in einer freundlichen, unterstützenden Gemeinschaft zu leben, oder möchten sich für Ihre Angehörigen über dieses Thema informieren? Dann melden sie sich per E-Mail (pia.hallmann@kreis-euskirchen) oder telefonisch unter 02251 15234 bis zum 15.09.2021 für die Veranstaltung an.



Rückblick: Informationsabend altersgerechte Wohnformen

Am 21. April dieses Jahres fand bereits eine erste Informationsveranstaltung online statt. Bei dieser standen insbesondere altersgerechte gemeinschaftliche Wohnformen im Mittelpunkt. Diese sind laut Achim Blindert, Geschäftsbereichsleiter des Geschäftsbereiches V Bauen, Umwelt, ÖPNV und Abfall der Kreisverwaltung in Euskirchen, für ältere Menschen eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben in einer unterstützenden Gemeinschaft. Gleichzeitig könnten auch jüngere Familien davon profitieren, da so Einfamilienhäuser im Bestand frei werden könnten. Zudem seien solche Projekte auch hinsichtlich der Frage nach bezahlbarem Wohnraum sinnvoll. Zwei Referenten berichteten deshalb über ihre Erfahrungen, die sie bei der Umsetzung ihrer Wohnprojekte und im Leben in der Gemeinschaft gesammelt haben. Bei den vorgestellten Projekten handelte es sich um ein genossenschaftliches Wohnprojekt, die Genossenschaft am Pulvermaar Gillenfeld und einen Verein, die VIS-a-VIS Wohnalternative im Martin-Luther-King- Park e.V. in Mainz. Auf die Vorträge folgten viele Fragen und eine angeregte Diskussion seitens der ca. 60 Teilnehmenden. Hier kristallisierte sich heraus, dass ebenfalls großes Interesse am Thema Mehrgenerationenwohnen besteht.

Baulandmobilisierungsgesetz

Am 07.05.2021 hat der Bundestag das Baulandmobilisierungsgesetz des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat verabschiedet. Durch dieses Gesetz werden die gemeindlichen Handlungsinstrumente zur Baulandmobilisierung ausgeweitet, sodass Bauland schneller aktiviert und so bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann. Zudem wird die Wohnbauentwicklung durch einige planungsrechtliche Erleichterungen vereinfacht ( Quelle (Öffnet in einem neuen Tab)). Eine Auswahl der Neuerungen wird im Folgenden kurz zusammengefasst:

Erweiterung der kommunalen Vorkaufsrechte

Sektoraler Bebauungsplan

  • Neuer Bebauungsplantyp „Wohnraumversorgung“ (§ 9 Abs. 2d BauGB) als neues Planungsinstrument
  • Aufstellung von speziellen Plänen für den Wohnungsbau in unbeplanten Innenbereichen
  • Förderung der Entstehung von sozialem Wohnungsbau
  • Aufstellung des Bebauungsplans verkürzt und erleichtert

Erleichterungen für den Wohnungsbau

  • Leichtere Befreiung von bestehenden Bebauungsplänen zugunsten des Wohnungsbaus
  • Umwandlung der Obergrenzen für das Maß der baulichen Nutzung in Orientierungswerte (Erleichterung von Anbauten und Dachgeschossausbauten)( Quelle (Öffnet in einem neuen Tab))
  • Keine Ausgleichspflicht
  • Abweichungen vom Einfügungsgebot im unbeplanten Innenbereich zulässig ( Quelle (Öffnet in einem neuen Tab))

Änderung der Baunutzungsverordnung


 Alle Änderungen des Baulandmobilisierungsgesetzes finden Sie unter  hier (Öffnet in einem neuen Tab).

Pandemiefolge Rohstoffverknappung

Folge der Pandemie: Rohstoffverknappung und Materialmangel trifft die Baubranche

In den letzten Wochen und Monaten zeichnete sich ab, dass es in der Baubranche zu massiven Engpässen bei den Materialien kommt. Laut der  Umfragen des ifo Instituts (Öffnet in einem neuen Tab) gaben im Tiefbau 11,5 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie Probleme hatten, rechtzeitig Baustoffe zu beschaffen. Im Hochbau waren es sogar 23,9 Prozent. Im März gaben dies nur 2,9 und 5,6 Prozent an. Hier gab es also besonders im Hochbau einen starken Anstieg. Auch im Vergleich zu den Umfrageergebnissen der letzten 20 Jahre wird der massive Anstieg deutlich, wie in der folgenden Abbildung zu sehen ist.

Materialmangel im Hoch- und Tiefbau seit 1991

Im April kam es so zu vorübergehenden Beeinträchtigungen bei der Bautätigkeit. Erste Baustellen mussten wegen des Mangels an Baumaterialien und Lieferproblemen bereits ruhen. Die Bandbreite der knappen Materialien erstreckt sich von Dämm- und Kunststoffen über Holz und Stahl bis hin zu Schrauben.( Quelle1 (Öffnet in einem neuen Tab))( Quelle2 (Öffnet in einem neuen Tab))

Es gibt verschiedene Gründe für diese Entwicklung, die vor allem aus der Corona-Pandemie resultieren. Insbesondere sind hier die Auswirkungen auf die Transportkapazitäten und Lieferketten zu nennen. Geringere Transportkapazitäten hatten erhöhte Kosten bei Transporten über den Seeweg zur Folge, wodurch es zu Verzögerungen bei Lieferungen, einem Anstieg der Rohstoffpreise und letztendlich Beeinträchtigungen in den Produktionsabläufen kam ( Quelle (Öffnet in einem neuen Tab)). Verschobene Lieferketten mit Nachfrageschwerpunkten ließen außerdem besonders Holz und Stahl knapp werden ( Quelle (Öffnet in einem neuen Tab)). Die Kapazitäten in bestimmten Bereichen sanken auch durch verminderte Bedarfe an bestimmten primären und sekundären Energieträgern. So ist die Gipsproduktion beispielsweise eingeschränkt, da durch eine geringere Kohleverstromung weniger Flugasche entsteht, die für die Produktion notwendig ist. Durch den gesunkenen Bedarf an Kerosin und Automobilkraftstoffen gibt es Engpässe in der Kunststoffproduktion. Generell wird in diesem Zusammenhang befürchtet, dass die Mobilitäts- und Energiewende auch eine Baumaterialwende zur Folge haben wird, da für bestimmte Produktionsprozesse die Ausgangsstoffe nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie gab es auch noch andere Einflüsse, wie beispielsweise der Wintereinbruch in den USA, wodurch es im Transport, der Produktion und der Weiterverarbeitung von Holz zu Verzögerungen kam ( Quelle (Öffnet in einem neuen Tab)). Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind stark steigende Preise und nicht planbare Lieferzeiten. Die Preise haben sich teilweise verdreifacht, was sich sogar bei den Preisen im Baumarkt bemerkbar macht ( Quelle (Öffnet in einem neuen Tab)).

Wohnungsbarometer 2021

Einschätzungen zur aktuellen Lage auf den Wohnungsmärkten in Nordrhein-Westfalen

Die  NRW.Bank (Öffnet in einem neuen Tab) führt bereits seit 1995 jährliche Befragungen zur Einschätzung der Lage der Wohnungsmärkte in Nordrhein-Westfalen durch. Dabei werden Vertreter und Vertreterinnen aus Kommunalverwaltungen, Kreditinstituten, Bau- und Wohnungswirtschaft, Wissenschaft und Interessenverbänden befragt. Bei der aktuellen im Mai veröffentlichten Befragung wurden insgesamt 435 Personen befragt.

Das diesjährige Wohnungsmarktbarometer beinhaltete Einschätzungen zu vier verschiedenen Themenschwerpunkten. Die Ergebnisse sind im Folgenden kurz dargestellt:

Chancen für ausgewählte Nachfragegruppen, in ihrer Region eine adäquate und bezahlbare Wohnung zu finden

Wohneigentumspolitik

Wohneigentumspolitik im europäischen Vergleich

Verschiedene Studien haben sich in den letzten Monaten mit der Wohneigentumsquote beschäftigt. Im Auftrag der  Friedrich-Naumann-Stiftung (Öffnet in einem neuen Tab) hat das Institut der deutschen Wirtschaft die Wohneigentumsbildung und deren Hemmnisse und Chancen in Deutschland näher betrachtet und die Wohneigentumsquote mit denen anderer europäischer Länder verglichen, um herauszustellen, was wir bezüglich der Wohneigentumspolitik von anderen Ländern lernen können. Welche Instrumente und Förderungen in den jeweiligen Ländern zu teilweise deutlich höheren Wohneigentumsquoten führen, wurde in der folgenden Tabelle zusammengefasst.    

Aspekte der Wohneigentumspolitik in ausgewählten europäischen Ländern im Vergleich

Eine  Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank (Öffnet in einem neuen Tab), der Research Brief, hat eine Studie zum Thema Wohneigentumsquote hervorgebracht. Hier wurden Auswirkungen von verschiedenen Maßnahmen auf die Wohneigentumsquote näher betrachtet.

Praxisbeispiel

Mehrgenerationenwohnen im KoDorf

Eine neue Form des gemeinschaftlichen Wohnens ist das KoDorf. In Deutschland gibt es bereits in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen jeweils ein Modellprojekt, bei denen KoDörfer entstehen und hier kurz vorgestellt werden.

In den folgenden Abbildungen werden die wichtigsten Eckdaten der KoDörfer Erndtebrück (NRW) und Wiesenburg (BB) zusammengefasst:

KoDorf in Erndtebrück
KoDorf in Wiesenburg

Archiv

Frau Pia Hallmann

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Kreis Euskirchen
  • Kreis Euskirchen
  • Kreis Euskirchen
  • Ifo Institut (Konjunkturumfrage, April 2021)
  • Eigene Abbildung nach NRW.Bank 2021
  • Inhalte nach Sagner/Voigtländer (2021)
  • Eigene Darstellung nach VielLeben eG
  • Eigene Darstellung nach VielLeben eG