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Kreis Euskirchen

Wie kann dieses Ziel erreicht werden?

Wie kann dieses Ziel erreicht werden?

Die Versorgung mit leistungsfähigen Breitbandnetzen liegt vorrangig in der Hand von privatwirtschaftlichen Unternehmen (Netzbetreibern). Wo ein privatwirtschaftlicher Ausbau durch erschwerte Bedingungen nicht erfolgt, unterstützen Bund und Länder den Ausbau der Breitbandbandnetze durch Förderprogramme.

Grundsätzlich sollen im Rahmen der Förderprogramme insbesondere solche Regionen unterstützt werden, in denen ein privatwirtschaftlicher Ausbau bedingt durch erhebliche Erschwernisse besonders unwirtschaftlich ist. Hierzu gehören zum Beispiel großflächige Gebiete mit geringer Einwohnerzahl. Der Kreis Euskirchen ist insgesamt ländlich geprägt, weist viele Waldflächen auf und zeichnet sich durch eine hügelige Topografie, teilweise mit gewundenen Tallagen und bandartigen Siedlungsstrukturen aus.

Bislang wurde der Breitbandausbau im Kreis Euskirchen im Rahmen des privat-/eigenwirtschaftlichen Ausbaus von Netzbetreibern durchgeführt; eine Förderung des Ausbaus in unterversorgten Gebieten durch die kreisangehörigen Kommunen war aufgrund der Finanzlage kaum möglich. Da die Digitalisierung jedoch zunehmend alle Lebensbereiche bestimmt und die Verfügbarkeit von Breitband mehr und mehr zu einem entscheidenden Standortfaktor wird, müssen jetzt die digitalen Infrastrukturen für die Zukunft geschaffen werden.

Um den Bedarf an einer breitbandigen Internetversorgung für die immer noch unterversorgten Gebiete (sog. weiße Flecken) zu decken und den kostenintensiven Netzausbau zu ermöglichen, haben sich die kreisangehörigen Kommunen entschieden, entsprechende Fördermittel bei Bund und Land NRW (Kofinanzierung) zu beantragen. Der Kreis Euskirchen tritt dabei als bündelnder Antragsteller für die elf kreisangehörigen Kommunen auf und realisiert das Projekt als gemeinsame Aufgabe.

Der Bund sowie das Land NRW gewähren für die Umsetzung des Breitbandausbaus Fördermittel in Höhe von insgesamt 27.627.558,36 Mio. Euro. Um jedoch die gesamten Kosten zu decken müssen die Kommunen des Kreises Euskirchen einen Eigenanteil von 1.686.961,83 Mio. Euro aufbringen.

Das Kreisförderprojekt ergänzt den in vielen Städten und Kommunen bereits abgeschlossenen oder noch laufenden bzw. vorgesehenen privat-/eigenwirtschaftlichen Ausbau der Telekommunikationsunternehmen. Mit dieser Kombination wird eine großflächige Breitbandversorgung erreicht.

Warum ist der Breitbandausbaus, insbesondere die Verlegung von Glasfaser so wichtig?

Ein flächendeckender Breitbandausbau ist heute in Deutschland ein bedeutender Standortfaktor nicht nur für Unternehmen sondern auch für Privathaushalte, da somit die Attraktivität von Wohnstandorten steigt. Neben dem Straßen- und Schienen-, Wasser- und dem Stromnetz hat das Internet als Teil der Infrastruktur eine enorme Bedeutung. Da bereits jetzt der Bedarf an einer höheren Bandbreite jährlich steigt, ist es wichtig in ein zukunftssicheres Glasfasernetz stetig auszubauen.

Was ist eine Glasfaser?

Glasfasern sind lange, dünne Fasern, die aus geschmolzenem, hoch reinem Quarzglas hergestellt werden. Bei der Datenübertragung über Glasfaser werden die Daten in Lichtsignale umgewandelt und durch optische Leitungen gesendet. Signale können in Glasfasern im Vergleich zu Kupferkabeln deutlich schneller (bis zu 40 Gigabit/s) und verlustärmer transportiert werden. Glasfasern sind damit ideal, um große Datenmengen schnell zu übertragen. Ferner ist die Datenübertragung in Glasfaserkabeln unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen. 

Warum reicht das bisherige Netz nicht mehr aus?

Das vorhandene Kupferkabelnetz wurde anfänglich nur zum Telefonieren ausgelegt. Es kann heute Bandbreiten bis zu 250Mbit/s garantieren. Allerdings sind die Bandbreiten abhängig von der Länge des Kabels. Auch der Breitbandausbaubau über das Vectoringverfahren bietet hier auf lange Zeit gesehen keine Lösung, da die Datenmengen vom Kabelverzweiger zum Endverbraucher weiterhin über das veraltete Kupfernetz transportiert werden, was durch oben genannte Gründe zu einem Datenverlust führt. 

Was bedeutet FTTH?

Bei einem FTTH-Anschluss (Fiber To The Home) wird eine Glasfaserleitung nicht mehr nur bis zum Verteilerkasten auf der Straße (FTTC – Fibre To The Cabinet) sondern direkt in das Haus bzw. die Wohnung verlegt. Mit dieser Anschlussmethode sind Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 MBit/s und Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 500 MBit/s realisierbar. Mit solchen Übertragungsraten ist eine gleichzeitige Nutzung von Internet, Telefonie und Fernsehen (Streaming-Dienste) über einen Anschluss möglich.

Welche Vorteile bietet FTTH?

Da bei der Datenübertragung über Glasfaser die Daten in Lichtsignale umgewandelt und durch optische Leitungen gesendet werden, können größere Distanzen ohne Datenverlust überbrückt werden. Gleichzeitig sind Glasfaserkabel deutlich unempfindlicher gegenüber Störungen wie Magnetfelder oder elektronische Einflüsse. Außerdem ermöglichen sie, dass verschiedene Anwendungen, wie Internet, Telefonie und Fernsehen / Streaming-Dienste, gleichzeitig genutzt werden können.

Besteht Gefahr durch schädliche Strahlungen?

Da Glasfaser zur Datenübertragung nur Licht nutzt, entsteht hierbei keine schädliche Strahlung.

Wie kann ich meine jetzige tatsächliche Internetgeschwindigkeit ermitteln?

Es gibt verschieden Internetseiten, die eine Breitbandmessung am PC ermöglichen. Beispielsweise bietet die Bundesnetzagentur unter https://breitbandmessung.de/ eine solche Breitbandmessung an.

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