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Karte - Euskirchen

Aktuelles aus dem Bereich Veterinärwesen & Lebensmittelüberwachung

Deutschland ist als "BHV1-freie" Region anerkannt

Ganz Deutschland ist als "BHV-1 - freie" Region nach Artikel 10 der Richtlinie 64/32 durch die EU anerkannt. Mit der Anerkennung fallen die bislang notwendigen aufwändigen Quarantänemaßnahmen und zusätzlichen Blutuntersuchung für die Vermarktung von Rindern in andere Gebiete weg. Allerdings müssen gemäß der BHV1-Verordnung zur Aufrechterhaltung des Status die regelmäßigen BHV1-Untersuchungen wie bisher fortgeführt werden. Die Untersuchungsintervalle für Blut- und Milchproben müssen weiterhin konsequent eingehalten werden. Bei Zukauf von Tieren aus anderen EU-Mitgliedstatten und Drittländern ist auf eine BHV1-freie Herkunft der Tiere zu achten.

Beim Verbringen von Rindern in andere Betriebe ist die Vorlage einer BHV1-Bescheinigung nicht mehr zwingend erforderlich. Um aber den eigenen Status nicht zu gefährden wird trotzdem empfohlen, Tiere nur mit einer entsprechenden BHV1-Freiheitsbescheinigung einzustallen.

Gegen BHV1 geimpfte Tiere dürfen weder innerhalb Deutschlands noch in andere BHV1-Freie Regionen verbracht werden.

Transparenz von Ergebnissen amtlicher Kontrollen in der Lebensmittelüberwachung

Der nordrhein-westfälische Landtag hat am 15.02.2017 das "Gesetz zur Bewertung, Darstellung und Schaffung von Transparenz von Ergebnissen amtlicher Kontrollen in der Lebensmittelüberwachung" (Kontrollergebnis-Transparenz-Gesetz - KTG), beschlossen. Zweck dieses Gesetzes ist es, den Verbraucher leicht verständlich über das Ergebnis der letzten amtlichen Lebensmittelkontrolle zu informieren.

Hierzu wurde ein sogenanntes Kontrollbarometer mit den Farbabstufungen Grün - Gelb - Rot entwickelt. Die Einstufung Ihres Betriebes in einen dieser Bereiche hängt von Ihrer Zuverlässigkeit, der Verlässlichkeit Ihrer Eigenkontrollen und Ihrem Hygienemanagement zum Zeitpunkt der Kontrolle ab. Das Überprüfungsintervall wiederum wird darüber hinaus nach einer Risikobeurteilung festgelegt, die zusätzliche betriebsspezifische Kriterien wie z. B. das produktspezifische Risiko und die Größe des von einer eventuellen Gesundheitsgefährdung betroffenen Personenkreises berücksichtigt. Das Überprüfungsintervall liegt deshalb je nach Betrieb zwischen wenigen Wochen und vielen Monaten.

Das Kontrolltransparenzgesetz sieht vor, dass jeder Lebensmittelunternehmer nach einer Übergangsfrist von 3 Jahren eines der beiden beiliegenden Kontrollbarometer öffentlich sichtbar dokumentieren muss, aber bereits vorher auf freiwilliger Basis veröffentlichen darf. Dabei besteht die Wahl zwischen zwei verschiedenen Layouts des Kontrollbarometers.

Impfmöglichkeit gegen Blauzungenerkrankung

Zum Schutz vor der Blauzungenkrankheit hat die Abt. Veterinärwesen eine Allgemeinverfügung erlassen.

Für das Gebiet des Kreises Euskirchen wird folgende Genehmigung erteilt:

  1. Die Halter von Rindern, Schafen und Ziegen dürfen aufgrund der aktuellen Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Institutes zur geografischen Ausbreitung der Blauzungenkrankheit ihre empfänglichen Tiere freiwillig gegen die Virusserotypen 4 und 8 impfen  lassen. Die Impfung darf nur mit inaktivierten Impfstoffen und nach den Angaben der Impfstoffhersteller vorgenommen werden.
  2. Der Tierhalter hat jede Impfung gegen die Blauzungenkrankheit innerhalb von sieben Tagen nach der Durchführung der Impfung unter Angabe
    -  der Registriernummer seines Betriebes,
    -  des Datums der Impfung,
    -  des verwendeten Impfstoffes einschl. der Chargennummer und
    -  im Falle von Rindern der Ohrmarkennummern der geimpften Tiere
    im Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere (HI-Tier) einzutragen bzw. durch den Impftierarzt/ die Impftierärztin eintragen zu lassen.
    Bei Schafen und Ziegen reicht die Angabe der Anzahl der geimpften Tiere.
  3. Die Genehmigung ist vorläufig befristet bis zum 31.12.2017.  

Diese Genehmigung gilt nur, wenn die Eintragungen der durchgeführten Impfungen in der HI-Tier-Datenbank durch den Impftierarzt/ die Impftierärztin vorgenommen werden. In allen anderen Fällen muss eine Einzelgenehmigung bei der zuständigen Veterinärbehörde (Der Landrat, Abt. 39. Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung, Jülicher Ring 32, 53879 Euskirchen) beantragt werden. Die Erteilung der Einzelgenehmigung ist kostenpflichtig.

Lebensmittelüberwachung - Kontrollen werden gebührenpflichtig

Lebensmittelkontrollen werden im Kreis Euskirchen künftig gebührenpflichtig. Darauf weist das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Euskirchen hin. Grundlage ist eine Änderung des Gebührenrechts in NRW.

Der Kreis ist gesetzlich verpflichtet, die Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Vorschriften regelmäßig zu überprüfen. Wie oft das geschieht, richtet sich nach der Risikoklasse, in die ein Betrieb eingestuft wird. Das wiederum hängt von den Produktionsabläufen, den verarbeiteten Materialien und nicht zuletzt den Ergebnissen der letzten Kontrollen ab.

Die Landesregierung von NRW hat durch eine Änderung gebührenrechtlicher Vorschriften dafür gesorgt, dass für diese risikoorientierten Regelkontrollen nunmehr Gebühren erhoben werden. Die Höhe richtet sich nach der Dauer: Für eine Kontrolle bis zu 60 Minuten werden pauschal 77 Euro fällig. Wenn es länger dauert, steigt die Gebühr je nach Zeitaufwand.

Die Kontrollen werden im Kreis Euskirchen von der Abteilung für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung bei der Kreisverwaltung Euskirchen ausgeführt. Von dort erhalten die Unternehmer auch ihren schriftlichen Gebührenbescheid. Im Anschluss an die Kontrolle wird auf der Grundlage des Ergebnisses die Risikoeinstufung des Betriebes überarbeitet.

Eventuelle Nachkontrollen sind ebenfalls gebührenpflichtig. Das war allerdings früher auch schon so. Die Höhe der Gebühren dafür richten nach dem Zeitaufwand für die Nachkontrolle.

Registrierungspflicht nach AMG in der HIT-Datenbank

Bekanntermassen ist die Reduzierung des Antibiotikaverbrauchs in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung auf der politischen Agenda ganz weit oben angekommen. Als erste Maßnahme hat der Gesetzgeber mit der 16. Änderung des Arzneimittelgesetzes (AMG) hierzu die Einrichtung einer nationalen Antibiotikadatenbank beschlossen. Diese soll in der bewährten HIT-Datenbank integriert werden. Wie in der einschlägigen Fachliteratur und den Landwirtschaftsverbänden kommuniziert, bestand bereits bis zum 1. Juli 2014 für bestimmte Mast,- und Kombibetriebe die Verpflichtung, sich in der HIT-Datenbank mit Angabe der entsprechenden Nutzungsart zu registrieren. (Ein entsprechender Menüpunkt hierzu ist unmittelbar auf der Startseite der HIT-Datenbank zu finden). Alle Halter landwirtschaftlicher Nutztiere, die dieser Verpflichtung bislang noch nicht nachgekommen sind, werden aufgefordert, dies schnellstmöglich nachzuholen, damit dann innerhalb des nächsten Halbjahres die vorgeschriebenen Eingaben aller anfallenden Antibiotikaanwendungen vorgenommen werden können. Dazu wäre zunächst einmal zu überprüfen (auch als Kombibetrieb), ob man überhaupt unter die o. a. Meldungsverpflichtung im Sinne des § 58 des Arzneimittelgesetzes fällt. Hierbei sind nachfolgende Bestandsgrößen maßgeblich:

 > 20 Mastrinder

 > 250 Mastschweine

 > 1000 Mastputen

 > 10.000 Masthähnchen.

Für weitere Nachfragen stehen die Mitarbeiter der Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Kreises Euskirchen unter 02251-15 254 und 15 250 jederzeit zur Verfügung.

Probensammlung im Kreisgebiet

Die vom Veterinäramt aufgestellten "Kühlbriefkästen" zur Sammlung von Proben (in Bad Münstereifel, ARAL-Tankstelle Kölner Straße; Blankenheim, Aral-Tankstelle Mülheimer Heide; Schleiden, Kreisbrandschutzzentrum Blankenheimer Str.; Kreisverwaltung Euskirchen, Tiefgarage neben Betriebstankstelle und  neu in Mechernich-Kommern, ARAL-Tankstelle Monzenbend 8) werden

montags, mittwochs und freitags

jeweils zwischen 5.30 Uhr und 6.30 Uhr geleert.

Über das Wildbret kann unter Berücksichtigung des Probeneinwurfzeitpunktes ab 18.00 Uhr des Folgetages der maßgeblichen Leerung verfügt werden.

Reisen mit Heimtieren

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat eine neu überarbeitete Seite mit Tipps zum Reisen mit Heimtieren auf seine Internetplattform gestellt. (http://www.bmelv.de/reisen-mit-heimtieren)


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Montag bis Donnerstag:
8.30 Uhr bis 15.30 Uhr
Freitag: 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr

Sprechtag Lebensmittelkontrolleure

Freitags: 9.30 Uhr - 12.30 Uhr

Hausanschrift

Kreis Euskirchen
Jülicher Ring 32
53879 Euskirchen

Postanschrift

Kreisverwaltung Euskirchen
53877 Euskirchen

Telefon & Fax

Telefon: 02251/15-254 und -253 (Veterinärwesen)
Telefon: 02251/15-249 und -128 (Lebensmittelüberwachung)
Telefax: 02251/15-555

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