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Kreis Euskirchen

Die Deponie

Auf der Zentralen Mülldeponie Mechernich wurden von 1981 bis 2005 Abfälle abgelagert. Seit 2005 befindet sich auf dem Gelände das Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) des Kreises.

01.06.2005: Die Deponie "schließt", das Abfallwirtschaftszentrum öffnet

Mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Ende der Ablagerung von unbehandelten Siedlungsabfällen wurde die Deponie am 31.05.2005 "geschlossen". Seitdem werden Abfälle der Kreisbürger*innen am  "Abfallwirtschaftszentrum (AWZ)" angenommen. Es befindet sich auf dem Gelände rund um die alte Deponie. Die Abfälle werden nicht mehr deponiert. Die meisten Abfallfraktionen werden dort umgeschlagen, um sie so hochwertig, wie möglich, verwerten zu lassen. Im kreiseigenen Kompostwerk wird vor Ort aus Bioabfall und Grünschnitt hochwertiger organischer Dünger erzeugt.

Näheres zum AWZ, den angenommen Abfällen, den Gebühren und dem Buchen eines Entsorgungtermins finden Sie hier:

Historisches

Bis in die 70er Jahre hinein hatten jede Stadt, jede Ortschaft und auch viele Privatunternehmen eigene "Kippen". Diese arbeiteten oft ohne Maßnahmen zum Schutz der Umwelt: Untergrundabdichtungen, Gasfassung, verdichter Einbau oder gar Sickerwasserreinigung waren eher die Ausnahme.

Die Zahl solcher Ablagerungsplätze wurde 1971 bundesweit auf ca. 50.000 geschätzt. Als das erste Bundes- und Landesabfallgesetz (1972 bzw. 1973) in Kraft trat, gab es eine wesentliche Änderung: die Kreise und kreisfreien Städte wurden für die richtige Entsorgung verantwortlich. Viele Ortschaften und Unternehmer schlossen daher ihre Kleindeponien. Im Kreis Euskirchen gab es 1972 noch insgesamt 89 offizielle Deponien; ab 1981 (Inbetriebnahme der Zentralen Mülldeponie Mechernich) gab es nur noch eine Deponie.

Die Deponie Mechernich wurde 1981 auf Grundlage des Planfeststellungsbeschlusses des Landesoberbergamtes Dortmund in Betrieb genommen. Sie liegt auf dem ehemaligen Gelände eines Blei- und Zinkbergwerkes, das bis 1958 von der Preußag betrieben wurde. Die Deponie verfügt auf einer Fläche von 64 Hektar über ein Gesamtablagerungsvolumen von 11 Millionen m³ Abfall (dies entspricht 11 Millionen Tonnen). Dieses Volumen wurde allerdings nicht vollständig genutzt. 

Blick auf die Deponiefläche 2004

Auf der Deponie wurden sämtliche Restabfälle aus dem Kreis Euskirchen abgelagert. Außerdem wurde Restabfall aus anderen Bereichen angenommen:

  • aus Gütersloh bis 1996
  • aus Köln bis Ende 1997
  • aus dem Kreis Daun bis 2003
  • aus dem Rhein-Sieg-Kreis bis Ende 2004

Die Abfälle aus dem Kreis Euskirchen wurden direkt mit den Sammelfahrzeugen angeliefert. Köln und der Rhein-Sieg-Kreis nutzten die Bahn. Der Kreis Daun lud die Abfälle an einer Umladestation auf Großraumfahrzeuge, die dann nach Mechernich fuhren.

Die Wiegemeister am Eingang zur Deponie hatten die Aufgabe, alle Abfälle zu wiegen und zu kontrollieren. Eine weitere Kontrolle gab es an der Kippstelle. Erst dann wurden die Abfälle auf der Deponie eingebaut.

Die Deponie Mechernich verfügt in einem Teilbereich über eine mineralische Basisabdichtung. In allen anderen Bereichen gibt es eine Kombinationsabdichtung. Die Böschungen sind mit Spezialfolien abgedichtet.

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften hat der Kreis die Deponie am 31.05.2005 geschlossen. Die Restabfälle aus dem Kreis Euskirchen werden seitdem thermisch verwertet, zum Teil mit vorgestellter Abschöpfung der verwertbaren Stoffe. 

Deponiebelüftung der Zentralen Mülldeponie Mechernich, Kreis Euskirchen, als kommunale Klimaschutzmaßnahme - ein Projekt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums

Der Kreis Euskirchen nimmt an der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums teil. Die kommunale Umsetzung hat zum Ziel zukünftige Methanemissionen aus der Zentralen Mülldeponie Mechernich nachhaltig zu reduzieren. Methan ist ein klimaschädigendes Gas und für die Erderwärmung - Stichwort "Treibhauseffekt" - mitverantwortlich.

Zurzeit wird das Deponiegas noch über das vor Ort befindliche Blockheizkraftwerk umweltgerecht verwertet. Zukünftig wird dies aufgrund der rückläufigen Gasbildungsrate nicht mehr möglich sein. Hier setzt die Klimaschutzinitiative ein: Mittels Deponiebelüftung wird Luft in den Deponiekörper eingebracht, parallel die entstehende Abluft abgesaugt und einer Behandlungsanlage zugeführt. Die ablaufenden biologischen Abbauprozesse werden somit kontrolliert beschleunigt, so dass nach Beendigung der Maßnahme nahezu kein Methan mehr im Deponiekörper entsteht.

Die Umsetzung dieser Maßnahme ist für das Jahr 2017 geplant. Die Machbarkeitsstudie dazu läuft vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015.

Ausführlichere Informationen erhalten Sie unter folgenden Links:

 

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

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