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Kreis Euskirchen

Kompostwerk Mechernich

Das Kompostwerk befindet sich am Abfallwirtschaftszentrum Mechernich. Dort werden die Bioabfälle aus dem Kreis Euskirchen zu hochwertigem "Eifel-Kompost" verarbeitet.

Allgemeines

Schon 1986 baute der Kreis Euskirchen eine erste Kompostierung auf dem Gelände der Mülldeponie (heute  Abfallwirtschaftszentrum Mechernich) auf. Zunächst kompostierten die Kreismitarbeiter nur Grünschnitt.

1990 führte die Umweltabteilung die ersten Versuche mit der Biotonne durch. Grünabfall und Biomüll kompostierten jetzt gemeinsam in einer sogenannten offenen Mietenkompostierung.

Um die Biomüllmengen nicht nur aus den Versuchsbereichen, sondern aus dem ganzen Kreis verarbeiten zu können, baute der Kreis eine moderne Kompostierungsanlage. Sie ging 1995 in Betrieb. In den Jahren 2000 und 2001 gab es umfangreiche Umbauarbeiten. Seitdem werden jährlich insgesamt 24.000 t Bio- und Grünabfälle zu ca. 12.000 t Kompost verarbeitet.

In den Jahren 2006 und 2007 wurde das Kompostwerk erweitert. Fünf zusätzliche Rottetunnel ermöglichen es, die Anlieferspitzen im Sommer besser abzufangen. Gleichzeitig wurde der Anlieferbereich neu strukturiert.

Schema Kompostwerk (ohne Erweiterung)

Anlieferung und Aufbereitung

Radlader beim Befüllen des Aufgabetrichters in der Anliefer-Halle

Der Bioabfall wird zunächst verwogen und dann in der Anlieferhalle entladen. Von großen Störstoffen befreit, wird er 3:1 mit Strukturmaterial (z. B. zerkleinerte Äste) gemischt. Ein Radlader befördert das Material in einen Zerkleinerer, in dem es grob geschreddert wird. Von dort wird es auf ein Förderband gegeben. Über einen Magnetabscheider werden die magnetischen Störstoffe, wie Schrauben und Küchenmesser aus dem Bioabfall aussortiert.

Das Fließband befördert den Bioabfall in die Nachbarhalle, die Tunnelvorhalle.

Intensivrotte

Die Intensivrotteeinheit besteht aus 15 nebeneinander stehenden Rottetunneln aus Beton (20 m lang, 3,5 m breit, 4 m hoch). Ein Radlader füllt den aufbereiteten Bioabfall täglich bis zu einer Höhe von ca. 2,70 m in einen Rottetunnel. Dieser wird mit einem Tor verschlossen und es beginnt die 14-tägige Intensivrottephase.

Ein Prozessleitsystem regelt den Rotteverlauf. Das System sorgt für den optimalen Wasser- und Sauerstoffgehalt im Kompost. Dadurch wird das Material sehr schnell abgebaut. Außerdem stellt das System sicher, dass im fertigen Kompost keine Keime oder Unkrautsamen mehr sind.

In den geschlossenen Hallen des Kompostwerks wird die Luft ständig abgesaugt. So gelangt kein Geruch nach außen. Diese abgesaugte Luft wird als Zuluft in die Rottetunnel geleitet. Wenn sie den Tunnel wieder verlässt, wird sie über einen Luftwäscher und einen Biofilter geleitet. Diese halten Staub und Gerüche zurück.

Nach 14 Tagen entnehmen die Kompostwerksmitarbeiter den Frischkompost mit einem Radlader aus dem Tunnel. Über Förderbänder gelangt das Material dann in die Nachrotte.

Nachrotte und Feinaufbereitung

Blick in den Nachrotte-Bereich

Der Nachrottebereich ist überdacht. Frischkompost aus den Rottetunnel fällt hier vom Förderband. Die Mitabeiter nehmen ihn mit dem Radlader auf und bilden sogenannte Dreiecksmieten. So bleibt der Kompost dann noch ca. 2 Wochen liegen.

Der fertige Kompost durchläuft anschließend die Feinaufbereitung. Die Feinaufbereitung besteht aus einem Trommelsieb, einem Windsichter und einem Abzugsband sowie einer Absackeinrichtung für Fertigkompost. Die Abluft wird gesondert erfasst und entstaubt. Die Aggregate befinden sich in einer geschlossenen Halle. Diese Halle dient auch als Zwischenlager für abgesiebten Fertigkompost und geschreddertes Strukturmaterial.

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Bildnachweise

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