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Rubrikillustration Umwelt
Karte - Euskirchen

Reiten in der Landschaft

Informationen zu Reitwegen und Reitkennzeichen

Allgemeines

Beispiel für ein Reitkennzeichen Beispiel für ein Reitkennzeichen Großbildansicht

Das Reiten in der freien Landschaft und im Walde ist in den §§ 58 und 59 Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG) NRW geregelt. Danach ist das Reiten in der freien Landschaft über den Gemeingebrauch an öffentlichen Verkehrsflächen hinaus auch auf privaten Straßen und Wegen gestattet. Freie Landschaft sind alle Gebiete, die nicht Wald gemäß Bundeswaldgesetz sind und außerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile liegen.

Ausgenommen ist jedoch das Reiten auf Wegen, die mit einem Reitverbotsschild gekennzeichnet sind. Auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen darf nicht geritten werden. In Naturschutzgebieten und Landschaftsschutzgebieten ist das Reiten nur auf Straßen und Wegen erlaubt. Ein Querfeldeinritt über Felder oder Wiesen ist nicht gestattet.

Das Reiten im Wald ist über den Gemeinbrauch an öffentlichen Verkehrsflächen hinaus auch auf privaten Straßen und Fahrwegen sowie auf den nach den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung gekennzeichneten Reitwegen gestattet. Unter Fahrwegen werden befestigte oder naturfeste Waldwirtschaftswege verstanden, die ganzjährig mit herkömmlichen - nicht geländegängigen - zweispurigen Personenkraftwagen befahren werden können.

Für die Waldbereiche Billiger Wald, Hardtburg, Kottenforst-Ville, Schornbusch und Stadtwald Bad Münstereifel hat die Untere Naturschutzbehörde eine Allgemeinverfügung zur Regelung des Reitens im Wald erlassen. Hier ist das Reiten im Wald gemäß § 58 Abs. 4 LNatSchG NRW nur auf den nach der Straßenverkehrsordnung gekennzeichneten Reitwegen und Reitbanketten gestattet. Die Wege, auf denen geritten werden darf, sind durch ein blaues Schild mit einem weißen Reitersinnbild gekennzeichnet. Anstelle eines Schildes kann das Reitersinnbild auch auf Bäume aufgesprüht sein.

Diese Wege sind ausdrücklich den Reitern vorbehalten. Durch andere Erholungssuchende, wie Wanderer und Radfahrer, dürfen die gekennzeichneten Reitwege und Reitbanketten in der Regel nicht genutzt werden.

Grundsätzlich gilt, dass für ein gutes Miteinander immer eine gegenseitige Rücksichtnahme besonders wichtig ist. Das bringt auch das Naturschutzgesetz zum Ausdruck. Dort heißt es, die Belange der anderen Erholungssuchenden und die Rechte der Eigentümer oder Besitzer dürfen durch das Reiten nicht unzumutbar beeinträchtigt werden.

 

Reitkennzeichen

Wer auf Wegen, die in der freien Landschaft oder im Wald liegen, reitet, muss ein beidseitig am Pferd befestigtes, gültiges Kennzeichen führen, das sogenannte Reitkennzeichen, welches bei Zahlung einer Reitabgabe ausgehändigt wird. Die Reitabgabe beträgt für Privatpferdehalter 25,00 € und für Reiterhöfe 75,00 € je Kennzeichen und Kalenderjahr. Hinzu kommen die jeweiligen Verwaltungsgebühren und Auslagen.

Die Einnahmen aus der Reitabgabe werden vollständig an die Bezirksregierung Köln als Höhere Naturschutzbehörde abgeführt und ausschließlich zweckgebunden für die Neuanlage, Unterhaltung und Instandsetzung von Reitwegen verwendet.

Aus diesem Grund sind alle Reiterinnen und Reiter im eigenen Interesse gefordert, die Reitregelung aktiv zu unterstützen und damit letztlich auch den Zustand des Reitwegenetzes zu verbessern.

Leider gibt es immer noch Reiter, die ohne Kennzeichen unterwegs sind und auch keine Reitabgabe leisten. Sie nutzen die Reitwege auf Kosten der eigenen Sportsfreunde. Letztlich schaden sie durch ihr Verhalten allen Reitern, da durch die Einnahmeverluste insgesamt weniger Geld zur Unterhaltung und zum Ausbau des Reitwegenetzes zur Verfügung steht.

Das gültige Kennzeichen besteht aus zwei gelben Tafeln mit je einer Jahresreitplakette. Diese Plaketten (Aufkleber) werden in einer jährlich wechselnden Farbe ausgegeben und gelten lediglich für das aufgedruckte Kalenderjahr.

Wer ohne gültiges Reitkennzeichen ausreitet, handelt ordnungswidrig und muss mit einer Geldbuße rechnen.

Das Kennzeichen bezieht sich auf den Halter des Pferdes.

Für ein Paar Reitkennzeichen mit Jahresaufkleber (für das Kalenderjahr) ist z. Zt. folgender Betrag zu entrichten:

Privatpferdehalter

- Erstantrag          40,50 €

- Verlängerung        30,50 €

Reiterhöfe

- Erstantrag          90,50 €

- Verlängerung        80,50 €

 

Weitere Hinweise für Halter von Pferden

Hinweis zum Equidenpass

Für jedes Pferd muss ein Equidenpass, auch Pferdepass genannt, ausgestellt werden. Die können den Pass bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) beantragen - Telefon: 02581 / 6362-0.

Im Equidenpass werden bestimmte Identifikationsmerkmale des Pferdes vermerkt. Er ist bei jedem "Verbringen" des Tieres, beispielsweise beim Transport zum Tierarzt oder zum Turnier, mitzuführen.

 

Meldung der Tierhalter

Halter von Pferden sind verpflichtet, ihren Tierbestand schriftlich bei der Tierseuchenkasse zu melden.

Die Meldepflicht ergibt sich aus dem Tierseuchengesetz (§ 71) und den entsprechenden landesrechtlichen Vorschriften.

Reitwege Billiger Wald

Karte der Reitwege im Billiger Wald Foto: © Kreis Euskirchen Großbildansicht

Reitwege Hardtburg

Karte der Reitwege Hardtburg Foto: © Kreis Euskirchen Großbildansicht

Reitwege Kottenforst-Ville

Karte der Reitwege Kottenforst-Ville Foto: © Kreis Euskirchen Großbildansicht

Reitwege Schornbusch

Karte der Reitwege Schornbusch Foto: © Kreis Euskirchen Großbildansicht

Reitwege Stadtwald Bad Münstereifel

Karte der Reitwege im Stadtwald Bad Münstereifel Foto: © Kreis Euskirchen Großbildansicht



Infoboxen

Weitere Informationen

Reiten in der Landschaft

Reitkennzeichen

Frank Kerz
Telefon: 02251 - 15 235
Email: frank.kerz@kreis-euskirchen.de

Reitwege

Verena Pantenburg
Telefon: 02251 - 15 1317
Email: verena.pantenburg@kreis-euskirchen.de

Reisebestimmungen

für Pferde - Infos der Veterinäre