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Kreis Euskirchen

Bauen am Gewässer

Wer in direkter Nähe von Gewässern bauen will, muss besondere Vorgaben beachten. Es können auch zusätzliche Genehmigungen nach dem Landeswassergesetz erforderlich werden.

Gewässerrandstreifen

Bei Bauvorhaben in der Nähe von Gewässern ist zu beachten, dass zum Gewässerufer ein von der Größe des Gewässers abhängiger Schutzabstand (Gewässerrandstreifen) einzuhalten ist.

Dieser Gewässerrandstreifen beträgt beidseitig eines Gewässers 5 Meter. Der Gewässerrandstreifen beginnt ab der Böschungsoberkante des Gewässers.

Gewässerrandstreifen im:

Innenbereich    § 31 Abs. 4 Landeswassergesetz (LWG NRW)       5,00 Meter

Außenbereich   § 38 Wasserhaushaltsgesetz (WHG)                      5,00 Meter

Die Eigentümer und Nutzungsberechtigten des Gewässers und seine Anlieger haben alles zu unterlassen, was die Sicherheit und den Schutz der Ufer gefährden oder die Unterhaltung unmöglich machen oder wesentlich erschweren würde, sowie den Hochwasserabfluss behindert.


Heizölverbraucheranlagen im Überschwemmungs- / Risikogebiet

(1) Die Errichtung neuer Heizölverbraucheranlagen in festgesetzten und vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten ist verboten. Die zuständige Behörde kann auf Antrag Ausnahmen von dem Verbot nach Satz 1 zulassen, wenn keine anderen weniger wassergefährdenden Energieträger zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten zur Verfügung stehen und die Heizölverbraucheranlage hochwassersicher errichtet wird.

(2) Die Errichtung neuer Heizölverbraucheranlagen in Gebieten nach § 78b Absatz 1 Satz 1 ist verboten, wenn andere weniger wassergefährdende Energieträger zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten zur Verfügung stehen oder die Anlage nicht hochwassersicher errichtet werden kann. Eine Heizölverbraucheranlage nach Satz 1 kann wie geplant errichtet werden, wenn das Vorhaben der zuständigen Behörde spätestens sechs Wochen vor der Errichtung mit den vollständigen Unterlagen angezeigt wird und die Behörde innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Eingang der Anzeige weder die Errichtung untersagt noch Anforderungen an die hochwassersichere Errichtung festgesetzt hat.

(3) Heizölverbraucheranlagen, die am 5. Januar 2018 in festgesetzten oder in vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten vorhanden sind, sind vom Betreiber bis zum 5. Januar 2023 nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik hochwassersicher nachzurüsten. Heizölverbraucheranlagen, die am 5. Januar 2018 in Gebieten nach § 78b Absatz 1 Satz 1 vorhanden sind, sind bis zum 5. Januar 2033 nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik hochwassersicher nachzurüsten, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist. Sofern Heizölverbraucheranlagen wesentlich geändert werden, sind diese abweichend von den Sätzen 1 und 2 zum Änderungszeitpunkt hochwassersicher nachzurüsten.


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