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Kreis Euskirchen

Wassergefährdende Stoffe

Der Schutz der Gewässer ist aus vielfacher Sicht unverzichtbar. Die Gesundheit der Bevölkerung, der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und die Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung stellen hierbei nur einige Aspekte dar.

Im Sinne des Vorsorgeprinzips ist zu verhindern, dass wassergefährdende Stoffe aus Anlagen auslaufen und oberirdische Gewässer und dem Grundwasser verunreinigen. Dabei geht es nicht nur um spektakuläre Schäden, sondern auch um kleine Leckagen (Tropfverluste) die auf den ersten Blick nicht sichtbare Schädigungen von Wasserorganismen, wie Algen oder Kleinkrebsen verursachen können. Außerdem kann es zu einer akuten Gefährdung der Trinkwasserversorgung kommen.

Wichtig ist, dass jeder Unfall, bei dem wassergefährdende Stoffe/Gemische auslaufen und zu befürchten ist, dass diese Stoffe/Gemische in den Boden oder ein Gewässer gelangen, den zuständigen Behörden gemeldet wird. Neben den örtlichen Feuerwehren und Polizeidienststellen, sind dies auch die zuständigen Umweltschutzbehörden.


Was sind wassergefährdende Stoffe?

Wassergefährdende Stoffe/Gemische werden über ihre physikalischen, chemischen und human- und ökotoxikologischen Eigenschaften definiert und führen zu nachteiligen Veränderungen der Wasserbeschaffenheit (zum Beispiel Öle, Kraftstoffe, Lösemittel, Säuren, Laugen oder Salze).

Eine Einstufung in Wassergefährdungsklassen (WGK) bildet die Grundlage für abgestufte Sicherheitsanforderungen an die Anlagen und muss vom Betreiber vorgenommen werden, sofern ein wassergefährdender Stoff/Gemisch noch nicht eingestuft ist. Eine Recherche, welcher Stoff schon eingestuft wurde, kann auf der Internetseite "Rigoletto" des Umweltbundesamtes erfolgen.


Vorschriften zu technischen Anlagen

Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) legt den bundesweiten Maßstab fest, dem die Anlagen genügen müssen. Nach dem sogenannten Besorgnisgrundsatz in § 62 Absatz 1 WHG müssen Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen so beschaffen sein und so errichtet, unterhalten, betrieben und stillgelegt werden, dass eine nachteilige Veränderung der Eigenschaften von Gewässern nicht zu besorgen ist. Dies ist dann gegeben, wenn die Anlage über zwei Sicherheitsbarrieren verfügt und der Betreiber bestimmten Pflichten nachkommt und Überwachungsmaßnahmen vorsieht.

Überwachungsmaßnahmen dienen dazu, festzustellen, ob die Anlage dicht ist und die Sicherheitseinrichtungen funktionieren und sollen außerdem eine schnelle und zuverlässige Gefahrenerkennung und –beseitigung garantieren. Verantwortlich dafür ist der Betreiber, der aber vor Inbetriebnahme einer Anlage und regelmäßig wiederkehrend zusätzlich externe Sachverständige zu beauftragen hat, eine Anlagenprüfung durchzuführen.


Prüfung der Anlagen

Einen Überblick über die derzeit anerkannten Organisationen und den Sachverständigen finden Sie beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen. Wird bei diesen Prüfungen ein Mangel an der Anlage festgestellt, ist dieser unverzüglich zu beseitigen.


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Herr Frederik Slowenski

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