Wirtschaftsnewsletter Mai 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
auch in dieser Ausgabe möchten wir Ihnen wieder kompakt zeigen, welche Themen den Wirtschaftsstandort Kreis Euskirchen aktuell bewegen und welche Angebote Sie für Ihr Unternehmen nutzen können. Wir berichten von unserem Bestandspflegebesuch bei der Phiesel GmbH in Bad Münstereifel, stellen mit VISIONplus 2026 eine interessante Bühne für Unternehmerinnen aus der Region vor und werfen einen Blick auf die erfolgreiche Abschlussveranstaltung der SDG-Scouts®, die eindrucksvoll gezeigt hat, wie nachhaltig wirtschaftende Unternehmen im Kreis bereits heute Verantwortung übernehmen.
Darüber hinaus informieren wir Sie über unsere monatlichen Beraterwochen in der Ideenfabrik, über neue Impulse für Gründung und Internationalisierung sowie über die Ferien-Praktikumswochen NRW als Chance, frühzeitig mit potenziellen Nachwuchskräften in Kontakt zu kommen. Ergänzt wird die Ausgabe durch Hinweise auf aktuelle Fördermöglichkeiten – unter anderem für Kommunen im Bereich Klimaanpassung – sowie durch neue Entwicklungen auf europäischer Ebene mit Blick auf die geplante Rechtsform „EU Inc.“.
Ich lade Sie herzlich ein, in die Beiträge hineinzulesen, passende Angebote für sich zu entdecken und mit uns im Austausch zu bleiben. Wir unterstützen Sie gerne dabei, Ideen weiterzuentwickeln, Chancen zu nutzen und die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts aktiv mitzugestalten.
Herzliche Grüße
Iris Poth
Leiterin der Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen

Bestandspflegebesuch bei Phiesel: Präzisionsarbeit und industrielle Stärke aus Bad Münstereifel
Im Rahmen eines Unternehmensbesuchs haben sich Landrat Markus Ramers, sein Allgemeiner Vertreter Achim Blindert und die Kreiswirtschaftsförderung vor Ort ein Bild von der Phiesel GmbH in Bad Münstereifel-Wald gemacht. Gemeinsam mit Bürgermeister Sebastian Glatzel und der städtischen Wirtschaftsförderung erhielten wir bei einem Betriebsrundgang durch Geschäftsführer Oliver Blankenheim Einblicke in die moderne Fertigung und die Arbeitsabläufe des mittelständischen Industrieunternehmens.
Die Phiesel GmbH steht seit Jahrzehnten für Präzision und Leistungsfähigkeit in der Metallverarbeitung und Zerspanungstechnik. Seit der Gründung im Jahr 1977 hat sich das Unternehmen zu einem leistungsstarken Hersteller von Präzisionsdreh- und Frästeilen entwickelt. Gefertigt werden komplexe Bauteile und Baugruppen aus unterschiedlichen Materialien – von Kleinserien bis hin zur Massenfertigung. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Bad Münstereifel-Wald und Herzberg in Brandenburg. Die Produkte kommen in verschiedenen Branchen zum Einsatz, darunter Automobilindustrie, Maschinenbau sowie Haushaltsgeräte- und Armaturenindustrie, und werden weltweit exportiert.
Im Austausch mit der Unternehmensleitung ging es neben der Produktion auch um aktuelle Herausforderungen für den Mittelstand, etwa bei der Fachkräftesicherung, den Energiepreisen, der ÖPNV-Anbindung und der Wettbewerbsfähigkeit. Besonders positiv fiel auf, dass die Phiesel GmbH konsequent auf Qualitätssicherung, Ausbildung und die Zusammenarbeit mit Hochschulen setzt. Der Besuch hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig starke industrielle Arbeitgeber für Beschäftigung, Wertschöpfung und Zukunftsfähigkeit im Kreis Euskirchen sind.
Ihre Ansprechpartnerin bei der Stabsstelle für Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen:
Alina Kramer
alina.kramer@kreis-euskirchen.de
02251 15 1334

VISIONplus 2026: Unternehmerinnen aus dem Kreis Euskirchen gesucht
Mit dem Unternehmerinnenpreis VISIONplus 2026 rückt die GründerRegion Aachen erfolgreiche Unternehmerinnen aus Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg ins Rampenlicht. Gesucht werden Frauen, die Verantwortung übernehmen, ihr Unternehmen strategisch weiterentwickeln und mit ihrem Business die Wirtschaftsregion prägen.
Für Unternehmerinnen aus dem Kreis Euskirchen ist der Wettbewerb eine gute Gelegenheit, Sichtbarkeit zu gewinnen, neue Kontakte zu knüpfen und ihr Unternehmen als starkes Beispiel für modernes Unternehmertum zu positionieren. Neben Reichweite in der regionalen Kommunikation winken Preisgelder in Höhe von insgesamt 7.000 €. Die Preisverleihung findet am 13.10.2026 im Rahmen des „Sie führt. Vision + Summit 2026“ in Übach-Palenberg statt. Dort treffen die Teilnehmerinnen auf Unternehmerinnen, Partner aus Wirtschaft, Politik und Institutionen und erhalten eine Bühne für ihre Leistungen und ihre Geschichte.
Bewerbungen sind bis zum 06.07.2026 möglich. Weitere Informationen finden Sie hier.
Ihre Ansprechpartnerin bei der Stabsstelle für Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen:
Sindy Schlosser
sindy.schlosser@kreis-euskirchen.de
02251 15 113

SDG-Scouts® im Kreis Euskirchen: Nachhaltigkeit erfolgreich in die Praxis gebracht
Mit der Abschlussveranstaltung der Workshopreihe „SDG-Scouts® – business“ in der Ideenfabrik ist im Kreis Euskirchen ein starkes Signal für nachhaltiges Wirtschaften gesetzt worden. Nach drei erfolgreichen Durchläufen in den vergangenen zwei Jahren wurde deutlich, dass Nachhaltigkeit in vielen Betrieben der Region längst nicht mehr nur ein strategisches Ziel ist, sondern bereits ganz konkret im Unternehmensalltag umgesetzt wird. Insgesamt konnten 30 Unternehmen an der Qualifizierung teilnehmen und engagierte Mitarbeitende als SDG-Scouts ausbilden.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden Ergebnisse vorgestellt, Erfahrungen ausgetauscht und Perspektiven für die weitere Entwicklung diskutiert. Besonders eindrucksvoll war, wie viele konkrete Projekte die SDG-Scouts in ihren Unternehmen angestoßen und umgesetzt haben. Die Beiträge aus der Praxis machten deutlich, dass nachhaltige Veränderungen oft dort beginnen, wo Mitarbeitende Verantwortung übernehmen, Ideen einbringen und Themen aktiv vorantreiben.
Ein besonderer Impuls kam zudem vom interaktiven Workshop von ClimateMind zu den psychologischen Herausforderungen bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit in Unternehmen. Dabei wurde deutlich, dass gelingende Transformationsprozesse nicht nur von Strukturen und Maßnahmen abhängen, sondern auch von Haltung, Kommunikation und der Bereitschaft, Veränderungen gemeinsam zu gestalten. Die Abschlussveranstaltung hat damit nicht nur Bilanz gezogen, sondern auch neue Motivation geschaffen, nachhaltiges Wirtschaften im Kreis Euskirchen weiter voranzubringen.
Ihre Ansprechpartnerin bei der Stabsstelle für Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen:
Laura Meyer
laura.meyer@kreis-euskirchen.de

Beraterwochen: Ihr direkter Draht zur Wirtschaftsförderung
Mit den monatlichen Beraterwochen in der Ideenfabrik bietet der Kreis Euskirchen Unternehmen, Gründenden und Nachfolgeinteressierten ein unkompliziertes, kostenfreies Angebot: In der ersten Woche jedes Monats, jeweils von Montag bis Donnerstag, können Sie individuelle Gesprächstermine mit dem Beratungsteam der Kreiswirtschaftsförderung vereinbaren. In bis zu 60 Minuten pro Termin geht es konkret um Ihre Fragestellungen – von Fachkräftesicherung und Arbeitsmarkt über Energie- und Ressourceneffizienz bis hin zu Gründung, Nachfolge, Investitionen und passenden Förderinstrumenten.
Die Gespräche finden in ruhiger Atmosphäre in der Ideenfabrik statt, sind vertraulich und praxisnah ausgerichtet. Ziel ist es, Ihnen schnell Orientierung zu geben, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und bei Bedarf die nächsten Schritte – etwa in Richtung Förderantrag oder Kooperationspartner – gemeinsam zu planen. Wenn ein Termin in der Beraterwoche für Sie nicht passt, besteht zudem die Möglichkeit, einen individuellen Gesprächstermin zu vereinbaren; auf Wunsch kommt die Wirtschaftsförderung auch direkt in Ihren Betrieb.
Alle Informationen zu den Beraterwochen sowie die Online-Terminbuchung finden Sie im Beteiligungsportal des Kreises unter https://tinyurl.com/Beraterwoche. Wenn Sie kein passendes Zeitfenster sehen, melden Sie sich gerne telefonisch oder per E-Mail bei der Wirtschaftsförderung – wir unterstützen Sie dabei, einen passenden Gesprächstermin zu finden.
Ihr Ansprechpartner bei der Stabsstelle für Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen:
Maximilian Metzemacher
maximilian.metzemacher@kreis-euskirchen.de
02251 15 977

Für Kommunen: Zwei Bundesprogramme für Klimaanpassung und nachhaltige Entwicklung nutzen
Kommunen im Kreis Euskirchen können aktuell auf zwei interessante Bundesprogramme blicken, die unterschiedliche, aber gut ergänzende Schwerpunkte setzen: KoMoNa richtet sich besonders an Strukturwandelregionen wie das Rheinische Revier, während das Programm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ auf die klimagerechte Weiterentwicklung öffentlicher Grün- und Freiräume zielt.
KoMoNa: Strukturwandelkommunen mit breitem Nachhaltigkeitsansatz
Das Programm „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ richtet sich an Kommunen und weitere regionale Akteure im Rheinischen Revier. Gefördert werden sowohl investive Maßnahmen als auch konzeptionelle Vorhaben. Dazu zählen etwa die naturnahe Gestaltung von Flächen und Gewässern, Projekte zu nachhaltigem Tourismus, Umweltgerechtigkeit in Quartieren, kommunale Nachhaltigkeitskonzepte oder Personalstellen für Nachhaltigkeitsmanagement.
Wichtig für die Planung:
Projektskizzen können in der aktuellen Runde vom 25.03.2026 bis 08.09.2026 eingereicht werden. Damit eignet sich KoMoNa besonders für Kommunen, die Nachhaltigkeit strategisch angehen und gleichzeitig konkrete Pilotprojekte umsetzen wollen.
Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel: Für klimaresiliente Grün- und Freiräume
Dieses Bundesprogramm unterstützt Kommunen dabei, öffentliche Grün- und Freiräume klimaangepasst weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen, die Städte und Gemeinden widerstandsfähiger gegen Hitze, Dürre und Starkregen machen. Gefördert werden unter anderem die Neuplanung und Erweiterung von Grünanlagen, die Aufwertung bestehender Parks, Regenwasserrückhaltung und -speicherung, Neupflanzungen, Oberflächenbegrünungen sowie Entsiegelungen.
Was das Programm auszeichnet:
Seit 2020 wurden bundesweit bereits über 300 Projekte ausgewählt. Die Bewerbung erfolgt über Projektaufrufe; nach fachlicher Prüfung trifft der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die finale Auswahl. Für Kommunen ist das Programm besonders interessant, wenn größere, sichtbare Klimaanpassungsprojekte im öffentlichen Raum geplant sind.
Welche Kommune sollte welches Programm prüfen?
KoMoNa passt besonders gut, wenn Nachhaltigkeit im Strukturwandel strategisch und modellhaft aufgebaut werden soll. Das Programm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ ist die stärkere Option, wenn konkrete Grün-, Frei- und Freiraumprojekte zur Klimaanpassung im Vordergrund stehen. Für viele Kommunen lohnt sich daher ein Blick auf beide Programme.
Ihr Ansprechpartner bei der Stabsstelle für Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen:
Maximilian Metzemacher
maximilian.metzemacher@kreis-euskirchen.de
02251 15 977

EU Inc.: Neue EU-Rechtsform könnte Gründungen ab 2027 erleichtern
Mit der geplanten „EU Inc.“ hat die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine neue europäische Gesellschaftsform vorgelegt, die grenzüberschreitendes Wirtschaften innerhalb der EU deutlich vereinfachen soll. Der Entwurf wurde am 18.03.2026 vorgestellt und sieht eine einheitliche Rechtsform vor, die die nationalen Gesellschaftsrechte ergänzt. Für international ausgerichtete Unternehmen kann das perspektivisch interessant werden, weil Gründung, Registrierung und Expansion innerhalb des Binnenmarkts einfacher und schneller organisiert werden sollen.
Nach aktuellem Stand soll die EU Inc. als Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung ausgestaltet sein, ohne Mindeststammkapital, vollständig digital gegründet werden können und innerhalb von 48 Stunden registrierbar sein. Auch Zweigniederlassungen in anderen EU-Staaten sollen künftig mit einem einheitlichen Verfahren und reduzierten formalen Anforderungen angemeldet werden können. Das würde vor allem für wachstumsorientierte Unternehmen den administrativen Aufwand bei der Expansion in andere EU-Märkte spürbar senken. Wichtig bleibt jedoch: Arbeits-, Steuer- und Sozialversicherungsrecht sollen weiterhin weitgehend national geregelt bleiben.
Die Europäische Kommission strebt eine Einigung noch im Jahr 2026 an, erste Gründungen einer EU Inc. könnten damit ab 2027 möglich werden.
Ihre Ansprechpartnerin bei der Stabsstelle für Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen:
Sindy Schlosser
sindy.schlosser@kreis-euskirchen.de
02251 15 113

Jetzt mitmachen: Ferien-Praktikumswochen NRW – Nachwuchs fördern, Zukunft sichern!
Mit der Ferien-Praktikumswoche NRW können Unternehmen im Kreis Euskirchen in den Sommerferien unkompliziert mit Schülerinnen und Schülern ab 15 Jahren in Kontakt kommen und sich als Arbeitgeber präsentieren. Vom 20.07.2026 bis 01.09.2026 haben Jugendliche die Möglichkeit, freiwillig tageweise Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Für Betriebe ist das eine gute Chance, junge Menschen niedrigschwellig kennenzulernen, Interesse für die eigenen Ausbildungsberufe zu wecken und im besten Fall den Einstieg in ein längeres Praktikum oder sogar eine Ausbildung anzubahnen.
Die Teilnahme ist für Unternehmen kostenfrei, Praktikumstage können flexibel für ein bis drei Tage pro Unternehmen angeboten werden. Die Kurzpraktika können ab sofort online über die Plattform der Praktikumswoche eingetragen werden. Unternehmen entscheiden selbst, an welchen Tagen sie teilnehmen möchten und welche Einblicke sie anbieten. Ergänzend werden digitale Sprechstunden angeboten, in denen offene Fragen geklärt und Erfahrungen ausgetauscht werden können.
Wichtig ist: Das Ferienpraktikumsportal NRW gilt ausschließlich für den Zeitraum der Sommerferien und ersetzt nicht das bestehende BFE- und Praktikumsportal des Kreises Euskirchen.
Ihre Ansprechpartnerin bei der Stabsstelle für Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen:
Laura Meyer
laura.meyer@kreis-euskirchen.de
02251 15 1541

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