Der Kreis Euskirchen gehört zu den Preisträgern des Landespreises Nordrhein-Westfalen für innovative interkommunale Zusammenarbeit 2.0. In der Kategorie „Wirtschaftsförderung und Tourismus“ wurde das Projekt „Tourist-Information der Zukunft (TI) in der Nordeifel“ ausgezeichnet.
Landrat Markus Ramers nahm den mit 10.000 Euro dotierten Preis gemeinsam mit einer Delegation aus dem Kreis Euskirchen im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung in Düsseldorf persönlich entgegen. Zu dieser Delegation zählten mehrere Bürgermeister und Vertreter der Kommunen sowie weitere Projektpartner. „Diese Auszeichnung ist eine großartige Bestätigung für unsere enge interkommunale Zusammenarbeit und unseren gemeinsamen Einsatz für eine zukunftsfähige Tourismusentwicklung in der Nordeifel“, betont Landrat Markus Ramers. „Das Projekt zeigt, wie wir durch Kooperation und Innovation die Attraktivität unserer Region nachhaltig stärken können.“
Tourismus als bedeutender Wirtschaftsfaktor
Der Tourismus spielt im Kreis Euskirchen eine zentrale wirtschaftliche Rolle. Aktuelle Zahlen belegen die hohe Bedeutung der Branche: Allein im Jahr 2024 wurden in der Nordeifel rund 8,6 Millionen Tagesreisen und über 1,3 Millionen Übernachtungen gezählt, die einen Bruttoumsatz von rund 367 Millionen Euro generierten.
Vor diesem Hintergrund setzt der Kreis Euskirchen seit Jahren auf eine konsequente interkommunale Zusammenarbeit im Bereich der touristischen Strukturentwicklung – ein Ansatz, der sich nun erneut als erfolgreich erweist.
Das ausgezeichnete Projekt umfasst den umfassenden „Relaunch“ der Tourist-Informationen im Kreisgebiet. Ziel ist es, diese zu modernen Erlebnis- und Begegnungsorten weiterzuentwickeln.
Im Fokus stehen dabei:
* eine gestalterische und funktionale Neuausrichtung der Standorte
* der Einsatz innovativer Technologien und digitaler Services
* ein einheitliches Erscheinungsbild bei gleichzeitiger individueller Profilierung der Orte
* die Stärkung der persönlichen Beratung vor Ort
Die Tourist-Informationen sollen künftig als „Schaufenster in die Destination“ fungieren und sowohl Gästen als auch Einheimischen Orientierung, Inspiration und Identifikation mit der Region bieten.
Starke Zusammenarbeit für eine ganze Region
Das Projekt wird als interkommunale Kooperation von allen elf Städten und Gemeinden des Kreises Euskirchen gemeinsam getragen. Der Kreis Euskirchen übernimmt dabei eine koordinierende Rolle. Durch die enge Zusammenarbeit entsteht ein leistungsfähiges Netzwerk touristischer Anlaufstellen, das:
* Synergien nutzt und Ressourcen effizient bündelt
* einheitliche Qualitätsstandards schafft
* die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region stärkt
Mit einem Gesamtvolumen von rund 3,47 Millionen Euro und einer Förderquote von 90 Prozent wird das Projekt im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms umgesetzt. Die Laufzeit erstreckt sich von 2024 bis 2026.
Neben Innovation steht auch Nachhaltigkeit im Mittelpunkt: Moderne Raumkonzepte, digitale Angebote und klimabewusste Infrastruktur sollen die Tourist-Informationen langfristig zukunftsfähig machen und die Aufenthaltsqualität für Besucherinnen und Besucher weiter erhöhen. Mit der Auszeichnung würdigt das Land Nordrhein-Westfalen nicht nur die Qualität des Projekts, sondern auch die beispielhafte Zusammenarbeit der Kommunen im Kreis Euskirchen – ein Modell mit Vorbildcharakter für andere Regionen.
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Große Freude bei der Delegation aus Euskirchen: Staatssekretär Daniel Sieveke (re.) vom Heimatministerium übergab die Auszeichnung an Landrat Markus Ramers und die weiteren Vertreter aus dem Kreis Euskirchen. Foto: MHKBD
