Personalversammlung am 03.06.2026 - Kreisverwaltung Euskirchen ganztägig geschlossen

Newsletter „Zukunftsimpulse Kreis Euskirchen“ – 02/2026

Willkommen zu unserer Februar-Ausgabe 2026!

Ein Jahr ist vergangen, seit unser Newsletter zum ersten Mal in euren Postfächern gelandet ist – und was für ein Jahr es war! Dank eurer Treue, eures Interesses und eures Feedbacks ist aus einer Idee ein fester Bestandteil unseres Austauschs geworden. Dieses Jubiläum möchten wir nutzen, um Danke zu sagen und gemeinsam zurückzublicken – und natürlich auch nach vorn. Auch in diesem Monat widmen wir uns Themen, die zeigen, wie vielfältig Nachhaltigkeit sein kann – und wie sehr sie unseren Alltag beeinflusst. Ein Schwerpunkt liegt auf dem zunehmenden Müll in der Natur, der nicht nur das Landschaftsbild beeinträchtigt, sondern auch Tiere und Ökosysteme gefährdet. Außerdem rückt am 02. Februar der Tag des Igels in den Fokus: Wir schauen darauf, wie es um den Lebensraum dieser besonderen Tiere steht – und warum Mähroboter ein oft unterschätztes Risiko darstellen.

Zusätzlich beleuchten wir ein Thema, das im Nachhaltigkeitsdiskurs immer wichtiger wird: Greenwashing. Wir zeigen, wie man fragwürdige Umweltversprechen erkennt und woran sich wirklich glaubwürdige Nachhaltigkeit messen lässt.

Darüber hinaus setzen wir unsere monatliche Reihe zu den Sustainable Development Goals (SDGs) fort. Im Mittelpunkt steht diesmal SDG 5: Geschlechtergleichstellung, ein Ziel, das weit über die Gleichberechtigung hinausreicht und grundlegende Voraussetzung für eine nachhaltige Zukunft ist

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Müll in der Natur – Wie lange Alltagsgegenstände zum Zerfall brauchen

Müll gehört nicht in die Umwelt – und doch landen jedes Jahr Millionen Tonnen an Stränden, in Wäldern, Flüssen und Meeren. Was oft nach einem kleinen achtlosen Wegwerf-Moment aussieht, bleibt in Wirklichkeit Jahrzehnte, Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende bestehen. Viele Materialien werden niemals vollständig abgebaut, sondern nur in immer kleinere Mikro- und Nanoplastikpartikel zersetzt. Ein Blick auf die Zerfallszeiten alltäglicher Gegenstände zeigt, wie gravierend die Auswirkungen unseres Mülls auf Umwelt und Ökosysteme sind.

Wie lange braucht Müll zum Zerfall? – Ein Überblick

Hundekot 2 Monate

Zeitung /Papier 1 - 3 Jahre 

Bananen- /Orangenschale 2 - 5 Jahre 

Kaugummi 3 - 5 Jahre

Papiertaschentuch 3 Monate - 5 Jahre

Zigarettenkippe 2 - 5 Jahre 

Coffee-to-go-Becher 50 Jahre 

Verbundverpackung / Getränkekarton 50 - 100 Jahre 

Feuerzeug 100 Jahre 

Plastiktüte /-sack 100 - 200 Jahre 

Getränkedose (Alu) 200 Jahre 

Aluminiumfolie /-schale 50 - 400 Jahre 

Plastikflasche 450 Jahre

Blechdose  50 - 500 Jahre 

Babywindel 100 - 500 Jahre

Autoreifen 2.000 Jahre 

Glasflasche > 4.000 Jahre 

Styropor > 6.000 Jahre

Warum ist das ein Problem?

  • Gefahr für Tiere: Verschlucken, Verheddern, Vergiften
  • Zerstörung von Lebensräumen und Verschmutzung von Böden und Gewässern
  • Übertragung von Mikroplastik in Nahrungsketten – letztlich auch zu uns
  • Ressourcenverschwendung: Viele Materialien könnten recycelt werden

Was wir tun können

  • Müll reduzieren durch bewussten Konsum (z. B. Mehrweg statt Einweg)
  • Müll richtig trennen und recyceln
  • Natur sauber hinterlassen: Müll niemals zurücklassen
  • Mitmach-Aktionen wie Clean-Up-Days unterstützen
  • Bildung & Aufklärung: Wissen teilen, besonders mit Kindern und Jugendlichen

Jeder Gegenstand, den wir wegwerfen, hat eine lange Geschichte – und oft eine noch längere Zukunft in der Natur. Ein bewusster Umgang mit Ressourcen und ein verantwortungsvolles Verhalten im Alltag helfen, unsere Umwelt langfristig zu schützen.

Für Fragen zur Sortierung, Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen steht die Abfallberatung des Kreises gerne zur Verfügung. Übrigens: Kennen Sie schon unser Abfall-ABC? Hier lernen Sie, was in welche Tonne gehört!

Abfallberatung des Kreises Euskirchen:

Telefonnummer: 02251 15-530, E-Mail: abfallberatung@kreis-euskirchen.de

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Greenwashing erkennen

Immer mehr Unternehmen werben mit „grünen“ Produkten, klimaneutralen Dienstleistungen oder besonders umweltfreundlichen Verpackungen. Doch nicht alles, was grün aussieht, ist auch wirklich nachhaltig. Greenwashing, nennt man den Versuch von Unternehmen, sich ein umweltfreundliches Image zu geben, ohne dass dies durch echte Maßnahmen gedeckt ist. 

Beim Greenwashing wird Umweltbewusstsein vorgetäuscht und Unternehmen nutzen vage Aussagen, eigene Siegel oder ein geschicktes Wording um ihre Produkte umweltfreundlicher und nachhaltiger klingen zu lassen, als sie tatsächlich sind. Es handelt sich somit um eine Täuschung der Verbraucherinnen und Verbraucher, denn klimabezogene Werbung verbessert die Einschätzung zur Nachhaltigkeit von Produkten deutlich. Durch die fehlende Transparenz entsteht bei ihnen der Eindruck, dass ihr Konsum keine negativen Auswirkungen hat, wenn sie als umwelt- und klimafreundliche beworbene Produkte erwerben. Viele der Umweltsiegel, die es in der EU mittlerweile gibt, beruhen auf Eigenangaben oder Selbsterklärungen und werden nicht unabhängig geprüft. Woran erkennt man Greenwashing:

  • Unternehmenseigene Siegelà werden meistens von keiner unabhängigen Stelle überprüft und sind so meist nichts wert. 
  • Betonung positiv besetzter Eigenschaften à Oft wird Kleidung als „vegan“ bezeichnet, um hervorzuheben, dass das Produkt besonders nachhaltig ist. Trotzdem kann die Kleidung Plastik oder Synthetik enthalten, was gar nicht gut für die Umwelt ist.
  • Betonung positiver und verschweigen negativer Eigenschaften à Ein Kleidungsstück kann mit dem Slogan „Biobaumwolle“ beworben werden, denn es reichen schon 1 Prozent genutzter Biobaumwolle im Materialmix, damit der Slogan verwendet werden darf. 

Ein Fokus der Unternehmen liegt auf Werbung mit vermeintlicher Klimaneutralität. Die beworbene Klimaneutralität beruht auf angeblichen von den Unternehmen umgesetzte Kompensationsmaßnahmen, dessen Wirksamkeit zweifelhaft ist. Trotzdem fühlen sich die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher zu Begriffen wie beispielsweise „klimaneutral“ hingezogen, weil sie etwas Positives damit assoziieren und denken, die Produkte hätten keine schädlichen Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt. Nur Transparenz und überprüfbare Maßnahmen können langfristig Vertrauen schaffen und echten Klimaschutz ermöglichen. Hilfreich sind hier anerkannte Siegel und Gütezeichen.

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Tag des Igels am 2. Februar: So schützen Sie die stacheligen Gartenbewohner

Igel sind gern gesehene Bewohner unserer Gärten und spielen obendrein eine wichtige Rolle im heimischen Ökosystem. Als dämmerungs- und nachtaktive Tiere beginnen sie bei Einbruch der Dunkelheit durch Gärten, Hecken und Wiesen zu streifen – auf der Suche nach Insekten, Würmern und Schnecken. Leider treffen sie dabei immer häufiger auf Mähroboter. Was für den Menschen komfortabel ist, kann für die heimische Tierwelt – insbesondere für Igel – zur tödlichen Bedrohung werden. Da Igel sich bei Gefahr nicht schnell in Sicherheit bringen, sondern sich auf der Stelle zusammenrollen, erkennen die Geräte sie nicht als Hindernis. Die Folge sind schwere Verletzungen durch die rotierenden Klingen – oder sogar der Tod.

Nicht nur Igel sind betroffen. Auch Frösche, Kröten, junge Hasen, Mäuse oder kleine Reptilien können Opfer der automatischen Mäher werden. Viele dieser Tiere tragen wesentlich zum ökologischen Gleichgewicht im Garten bei, indem sie Schädlinge in Schach halten und die Artenvielfalt fördern. Ihr Schutz sollte daher ein wichtiges Anliegen aller Gartenbesitzerinnen und -besitzer sein.

Eine kleine Einschränkung mit großer Wirkung: Schalten Sie Ihren Mähroboter in der Dämmerung und Nacht aus – zum Schutz des Igels.

Mähroboter sollten ausschließlich tagsüber betrieben werden – idealerweise zwischen 9 und 17 Uhr. In dieser Zeit ist das Risiko für dämmerungs- und nachtaktive Tiere deutlich geringer. Einige Hersteller bieten bereits Modelle mit integrierten Zeitschaltfunktionen oder Tiererkennung an. Dennoch bleibt die Verantwortung beim Menschen, die Geräte so zu programmieren, dass sie keine Gefahr für Wildtiere darstellen.

Wer zusätzlich auf igelfreundliche Gärten achtet – mit Laubhaufen, Verstecken, wilden Ecken und wenig Chemieeinsatz – schafft Lebensräume für bedrohte Arten und leistet einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz– und wird vielleicht mit dem Besuch eines Igels belohnt.

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SDG des Monats: SDG 5: Geschlechtergleichstellung – ein grundlegender Baustein nachhaltiger Entwicklung

SDG 5 zielt darauf ab, Geschlechtergleichstellung weltweit zu erreichen und alle Frauen und Mädchen zu stärken. Dieses Ziel ist weit mehr als ein sozialpolitisches Anliegen – es ist eine zentrale Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung, wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Trotz globaler Fortschritte bestehen nach wie vor erhebliche Ungleichheiten. Frauen übernehmen noch immer den größten Anteil an unbezahlter Care-Arbeit, etwa bei Kinderbetreuung, Pflege und Haushalt. Diese Aufgaben bleiben oft unsichtbar, schränken berufliche Möglichkeiten ein und verstärken finanzielle Abhängigkeiten. Gleichzeitig sind Frauen weltweit häufiger von Armut betroffen, seltener in gut bezahlten Positionen vertreten und in Führungsrollen – sowohl in der Wirtschaft als auch in politischen Entscheidungsprozessen – deutlich unterrepräsentiert.

SDG 5 umfasst daher mehrere konkrete Zielsetzungen, darunter:

  • Beendigung jeglicher Form der Diskriminierung gegenüber Frauen und Mädchen
  • Schutz vor körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt
  • Ermöglichung gleichberechtigter Teilhabe an Bildung, Eigentum, Vermögen und Ressourcen
  • Wertschätzung und gerechte Verteilung unbezahlter Care- und Hausarbeit
  • Gleichberechtigte Beteiligung an politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen

Besonders wichtig ist auch der Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit, der Frauen weltweit ermöglicht, selbstbestimmte Entscheidungen über ihren Körper und ihre Lebensplanung zu treffen.

Warum ist Gleichstellung so entscheidend für Nachhaltigkeit? Studien zeigen, dass Gesellschaften, in denen Frauen gleichberechtigt beteiligt sind, innovativer, friedlicher und resilienter sind. Gleichstellung fördert langfristige wirtschaftliche Entwicklung, stärkt Bildungschancen und unterstützt den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Kurz gesagt: Nachhaltigkeit kann nur erreicht werden, wenn die Hälfte der Weltbevölkerung nicht benachteiligt wird.

SDG 5 erinnert uns daran, dass Geschlechtergleichstellung kein „Nice-to-have“, sondern eine grundlegende Voraussetzung für eine gerechte, stabile und nachhaltige Zukunft ist – lokal wie global.

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Holz ist Mehrwert

Pilotprojekt zur Trennung von Sperrmüll wird 2026 ausgeweitet

Nach dem erfolgreichen Start in Zülpich wird das Projekt „Holz ist Mehrwert – Trenne deinen Sperrmüll clever!“ ab Januar 2026 auf Bad Münstereifel, Blankenheim, Kall, Mechernich und Schleiden ausgeweitet. Ziel ist es, Holz aus dem Sperrmüll getrennt zu sammeln, um Recycling zu fördern, Ressourcen zu schonen und Entsorgungskosten zu senken.

Bereits seit Januar 2025 konnten in Zülpich über 50 % des Holzanteils separiert werden. Das Projekt läuft dort 2026 weiter, in den neuen Kommunen zunächst für ein Jahr. Ob es anschließend fortgeführt wird, entscheidet eine Auswertung der Ergebnisse.

Die Anmeldung der Sperrmüllabfuhr erfolgt wie gewohnt über die Firma Schönmackers (Tel. 0800 1747474, www.schoenmackers.de, Abfall-Info-App). Neu ist, dass der Sperrmüll in zwei Haufen bereitzustellen ist: Holzsperrmüll und übriger Sperrmüll.

Zum Holzsperrmüll zählen u. a. Möbel wie Stühle, Tische, Betten oder Schränke aus Holz. Nicht dazu gehören Bau- und Außenhölzer, imprägniertes Holz, Glas, Spiegel sowie Renovierungsabfälle. Die Abfuhr erfolgt mit zwei Fahrzeugen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Abfallberatung des Kreises Euskirchen (abfallberatung@kreis-euskirchen.de, Tel. 02251 15-530) oder bei Ihrer Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung.

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Termine und Veranstaltungen

Sanierungstreff Kreis Euskirchen, online 

Das neue Programm des Sanierungstreffs des Kreises Euskirchen für das Jahr 2026 ist jetzt online! 

Unter folgendem Link können Sie das aktuelle Programm einsehen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an unseren informativen Veranstaltungen rund um die Themen Energieeffizienz, Sanierung und Klimaschutz!

Online-Vortrag der Biologischen Station Düren: Klima- und Naturschutz im Dorf

Der Gartenschläfer – der unbekannte Bilch mit der Zorro- Maske 

Donnerstag, 19.02.2026

Zeit: 18:30 Uhr- 20:00 Uhr

Detaillierte Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

 

Online-Seminare 2026 der Gruppe Klimaanpassung der Verbraucherzentrale NRW

Neue Heizung- Wärmepumpe und ihre Alternativen 

Montag, 02. Februar 2026 

Zeit: 18:00 Uhr

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Sonnenstrom vom Balkon 

Dienstag, 10. Februar 2026

Zeit: 18:00 Uhr 

Detaillierte Informationen finden Sie hier. 

Energetisch sanieren- vom Keller bis zum Dach 

Mittwoch, 11. Februar 2026

Zeit: 18:00 Uhr

Detaillierte Inforationen finden Sie hier.

Spitze bei Hitze – Das hitzerobuste Haus

Dienstag, 17. Februar 2026

Zeit: 18:00 Uhr

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Sonnenstrom vom Dach 

Donnerstag, 19. Februar 2026

Zeit: 18:00 Uhr 

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

 

Online Vorträge zu Klima- und Naturschutz im Dorf

Der Gartenschläfer- der unbekannte Bilch mit der Zorro-Maske

Donnerstag,19.Februar 2026

Zeit: 18:30 Uhr-20:00 Uhr

Unter folgendem Link können Sie sich anmelden.

Zukunft im dörflichen Arten- und Klimaschutz – Ehrenamt sichern durch Vereinsentwicklung

Donnerstag,26. Februar 2026

Zeit: 18:30 Uhr- 20:00 Uhr

Unter folgendem Link können Sie sich anmelden.

 

Vorschau auf weitere Termine im März 2026

Sanierungstreff Kreis Euskirchen, online

Wärmepumpen und Photovoltaik

Dienstag, 17. März 2026

Zeit: 18:30 Uhr 

Detaillierte Informationen und Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Weitere Termine zum Sanierungstreff 2025 finden Sie hier.

Online-Seminare 2026 der Gruppe Klimaanpassung der Verbraucherzentrale NRWNeue Heizung- Wärmepumpe und ihre Alternativen 

Montag, 02. März 2026 

Zeit: 18:00 Uhr

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

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