Newsletter „Zukunftsimpulse Kreis Euskirchen“ – 03/2026

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Der März lädt dazu ein, Natur und Nachhaltigkeit neu zu entdecken. In dieser Ausgabe räumen wir mit Bio-Mythen rund um die Biotonne auf und widmen uns dem SDG des Monats: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen.

Passend zum Weltwassertag am 22. März werfen wir einen Blick auf die Renaturierungsmaßnahmen des Erftverbands im Kreis Euskirchen, die unsere Gewässer naturnäher machen und Mensch wie Natur zugutekommen.

Viel Freude beim Lesen!

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„In die Biotonne darf mehr, als du denkst!“ – Bio-Mythen entzaubert

Rund um die Biotonne kursieren viele Geschichten, die wie kleine Märchen weitergegeben werden. Manche halten sich erstaunlich hartnäckig, obwohl sie gar nicht stimmen. Im Rahmen der Kampagne#wirfuerbio klärt die Abfallberatung des Kreises seit Ende Februar darüber auf und zeigt, welche Abfälle tatsächlich in die Biotonne gehören und welche nicht.

Zitrusfrüchte:
Zitrusfrüchte wie Orangen, Mandarinen oder Zitronen, auch wenn sie überreif oder verschimmelt sind, dürfen mitsamt der Schale in die Biotonne. 


Lebensmittelabfälle, die nicht mehr genießbar sind, gehören ohne Verpackung in die Biotonne. Dazu zählen auch verschimmelte Brote, gekochte Essensreste, wie Kartoffeln, Nudeln, Gemüse und Soßen oder auch Joghurt.

Gehört im Kreis Euskirchen in die Restmülltonne…aus hygienischen Gründen.

Hygienepapiere, wie Taschentücher, Küchenkrepp und Servietten gehören in die Restmülltonne. Lediglich zum Einwickeln von Bioabfall dürfen die Papiere genutzt und über die Biotonne entsorgt werden. Am besten wird schon vorhandenes Zeitungspapier dazu verwendet. Zerknülltes Zeitungspapier am Boden der Tonne oder Eierkartons helfen die Feuchtigkeit zu binden. Im Winter schützt dies gegen das Anfrieren des Bioabfalls und im Sommer gegen Gestank und Madenbildung.

Kompostierbare Bioabfalltüten, komposttierbare Kunststoffverpackungen und -besteck:

Auch wenn „kompostierbar“ draufsteht: Kunststoffe gehören im Kreis Euskirchen nicht in die Biotonne. Sie werden am Kompostwerk in Mechernich nicht zersetzt, da ihre Verrottungsdauer zu lange ist. Kostenintensiv müssen sie aussortiert und als Restabfall entsorgt werden. Somit kann und darf Ihre Biotonne ungeleert stehen bleiben, sollten Biokunststoffe darin enthalten sein. Das gleiche gilt natürlich auch für erdölbasierten Kunststoff. 

Etiketten auf Obst oder Gemüse:

Gehören in die Gelbe Tonne. Oft bestehen sie aus Kunststoff und sind mit Alu beschichtet. Sie verrotten nicht.

Warum die richtige Trennung wichtig ist:

Die Abfälle in der Biotonne sind wertvolle Rohstoffe. Am Abfallwirtschaftszentrum in Mechernich werden sie zu Kompost verarbeitet, der als natürlicher Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt wird. So schließen sich Kreisläufe und wertvolle Nährstoffe gelangen wieder in den Boden. Dieser soll frei von Kunststoffen und sonstigen Störstoffen sein.

Kontakt: Abfallberatung, Tel. 02251-15-530, abfallberatung@kreis-euskirchen.de

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SDG des Monats: SDG 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen für alle

Wasser ist lebenswichtig für Gesundheit, Ernährung, Wirtschaft und Ökosysteme. Dennoch haben weltweit Millionen Menschen keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser oder sanitären Einrichtungen. Mit dem Nachhaltigkeitsziel 6 wollen die Vereinten Nationen bis 2030 sauberes Wasser und Sanitärversorgung für alle sicherstellen.

SDG 6 umfasst den Zugang zu sicherem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und Hygiene, die Verbesserung der Wasserqualität, eine nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen sowie den Schutz wasserabhängiger Ökosysteme.

Warum ist SDG 6 wichtig?

Rund zwei Milliarden Menschen leben ohne sicheren Zugang zu Trinkwasser. Fehlende Sanitärversorgung begünstigt Krankheiten, verschärft soziale Ungleichheit und betrifft besonders Frauen und Kinder. Sauberes Wasser ist daher ein zentrales Gesundheits- und Menschenrechtsthema.

Herausforderungen sind Wasserknappheit durch Klimawandel, Verschmutzung von Gewässern, fehlende Infrastruktur und ungleiche Verteilung von Wasserressourcen.

Zur Umsetzung von SDG 6 gehören der Ausbau von Wasser- und Abwassersystemen, Hygieneaufklärung, effizienter Wasserverbrauch sowie der Schutz von Flüssen, Seen und Grundwasser.

Beiträge zur Erreichung von SDG 6 sind auch im Alltag möglich, zum Beispiel durch Wassersparen und die Unterstützung von Wasserprojekten.

Fazit: SDG 6 ist entscheidend für nachhaltige Entwicklung. Der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser ist eine gemeinsame Aufgabe – weltweit und im Alltag.

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Leader Projekt „Zukunftsdörfer“ im Kreis Euskirchen

Liebe Natur- und Insektenfreundinnen und -freunde,

das Leader Projekt „Zukunftsdörfer“, die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Euskirchen und des Rhein-Erft-Kreises laden herzlich zu einem zweitägigen Wespen- und Hornissenberaterkurs ein. 

Ihr interessiert euch für Wespen, Artenschutz und die Beratung von Menschen? Hier könnt Ihr euch zum/zur Wespen- und Hornissenberater/in weiterbilden. 

Kursinhalte:

Tag 1: Der Referent Matthias Kistenich (Bienenzuchtverein Porz) führt ein in die Welt der einheimischen Wespen- und Hornissenarten. Neben Bestimmungsübungen werden Wissenswertes zu Lebensweisen, Gefährdungen und Schutzmöglichkeiten vermittelt. Zudem werden Aufgaben, rechtliche Grundlagen und praktische Aspekte der Tätigkeit als Wespenberater/in vorgestellt.

Tag 2: Alles rund um die invasive Asiatische Hornisse (Vespa velutina) vermittelt Referent Dirk Wacker (Bienenzuchtverein Euskirchen). Neben Themen wie Herkunft, Ausbreitung und die ökologischen Folgen zeigt Dirk Wacker den Umgang mit der Teleskoplanze und berichtet aus jahrelanger Praxiserfahrung im Umgang mit der Art.   

Datum: 28.03. und 29.03.2026 je von 9:00 – 17:00 Uhr

Veranstaltungsort: Naturparkzentrum Gymnicher Mühle, 50374 Erftstadt 

Die Teilnahme am Seminar wird mit einem Sachkundenachweis zertifiziert.

In der Kursgebühr von 30 € ist eine Suppe/Eintopf sowie Getränke an beiden Tagen enthalten. Die Kursgebühr muss bis Do, 26. 03. 2026 auf das Konto der Biostation Bonn / Rhein-Erft IBAN: DE25 3705 0198 0000 0321 69 · BIC: COLSDE33XXX mit dem Betreff: „Leader-Wespenseminar“ überwiesen werden.

Ein Bestimmungsschlüssel (5 €) und ein Praxis-Leitfaden (22,50 €) können am ersten Kurstag zusätzlich käuflich erworben werden. 

Wir freuen uns besonders über Teilnehmer*innen, die sich generell vorstellen können, in Zukunft Wespenberatungen durchzuführen. Bitte vermerken Sie das bei Ihrer Anmeldung.

Mindestteilnehmerzahl: 15 Personen

Wir freuen uns auf Eure Anmeldungen bis zum 22.03.2026 per E-Mail an verena.schueller@kreis-euskirchen.de

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Renaturierung und Hochwasserschutz im Kreis Euskirchen

Im Rheinland gibt es kaum noch einen Fluss, dessen Verlauf nicht vom Menschen verändert wurde. Auch die Erft wurde in den letzten rund 200 Jahren stark begradigt und verbaut. Um die negativen Folgen dieser Eingriffe zu verringern, setzt der Erftverband zahlreiche Maßnahmen zur Renaturierung und zum Hochwasserschutz um.

Naturnah gestaltete Flüsse und Bäche können Wasser bei Starkregen besser aufnehmen und langsamer weiterleiten. Dadurch sinkt die Hochwassergefahr für Anwohnerinnen und Anwohner. Gleichzeitig entstehen wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Beispiele aus dem Kreis Euskirchen

Ein wichtiges Projekt ist die Umgestaltung der Erft in der Erftaue Euskirchen. Zwischen August 2021 und Juli 2022 wurde der Flusslauf von etwa 1 km auf 1,6 km verlängert. Neben der Renaturierung spielt hier auch die Umweltbildung eine große Rolle.

Zwischen Wißkirchen und Euenheim wurde die Erft in zwei Bauabschnitten umgestaltet. Durch Aufweitungen und verlängerte Flussabschnitte erhielt das Gewässer mehr Raum, was den Hochwasserschutz deutlich verbessert.

Auch bei Bad Münstereifel sowie an einem Erft-Zufluss in Weilerswist wurden Gewässer naturnah umgestaltet. Begradigte Abschnitte wurden aufgeweitet, Ufer abgeflacht und neue Strukturen geschaffen, die den Wasserabfluss verlangsamen.

Ein weiteres Projekt ist das geplante Hochwasserrückhaltebecken am Kommerner Mühlensee in Mechernich-Kommern. Es soll künftig bis zu 95.000 m³ Wasser aufnehmen und Hochwasserspitzen im Bleibach reduzieren. Bereits im Januar 2026 hatte die Stadt Mechernich einen entsprechenden Antrag beim Kreis Euskirchen eingereicht. Die Genehmigung wurde jetzt im Juli erteilt.

Weitere Renaturierungs- und Gewässerprojekte des Erftverbandes sind auf einer interaktiven Karte auf der Homepage des Erftverbandes zu finden.

Fazit:

Die Maßnahmen des Erftverbandes im Kreis Euskirchen zeigen, wie Renaturierung und Hochwasserschutz erfolgreich kombiniert werden können. Sie tragen zum Schutz der Bevölkerung bei und stärken gleichzeitig Natur und Umwelt.

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Gemeinsam anpacken für eine saubere Umwelt!

Am 23. März 2026 starten im Kreis Euskirchen die kreisweiten Clean-up-Wochen. Ob allein, mit Freundinnen und Freunden oder als Gruppe – jede helfende Hand zählt! Schließen Sie sich bestehenden Müllsammelaktionen an oder gründen Sie ganz einfach eine eigene Sammelgruppe, zum Beispiel über Sportvereine, Kitas oder Schulen.

Damit alles reibungslos läuft, bitten wir darum, die Sammelaktionen rechtzeitig bei der jeweiligen Abfallberatung Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung anzumelden. Häufig können dort sogar Greifzangen ausgeliehen werden. Bis einschließlich 16. Mai 2026 übernimmt der Kreis Euskirchen die Entsorgungskosten für alle teilnehmenden Kommunen.
Und auch darüber hinaus gilt: Wilder Müll kann das ganze Jahr über gesammelt werden – Engagement für eine saubere Umwelt lohnt sich immer!

Machen Sie mit – für einen sauberen Kreis Euskirchen! 🌱🧤

Kontakt: Abfallberatung, Tel. 02251-15-530, abfallberatung@kreis-euskirchen.de

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Blumenwiese für E-Schrott – es geht wieder los!

Vom 9. bis 21. März 2026 heißt es: alten E-Schrott abgeben und Saatgut geschenkt bekommen! Wer seine Elektroaltgeräte am Abfallwirtschaftszentrum Mechernich (Strempter Heide 1) abgibt, erhält eine Tüte regionales Saatgut – für mehr Artenvielfalt im Garten oder auf dem Balkon

Also: Schubladen auf, Kabelsalat raus! 📱🔌🌱

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Termine und Veranstaltungen

Sanierungstreff Kreis Euskirchen, online

Wärmepumpen und Photovoltaik

Dienstag, 17. März 2026

Zeit: 18:30 Uhr  

Detaillierte Informationen und Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Weitere Termine zum Sanierungstreff 2025 finden Sie hier.

Online-Seminare 2026 der Gruppe Klimaanpassung der Verbraucherzentrale NRW

Sonnenstrom vom Balkon 

Dienstag, 10. März 2026

Zeit: 18:00 Uhr 

Detaillierte Informationen finden Sie hier. 

Raus mit dem Pflaster – Deutschland ent-siegelt!

Versiegelte Böden durch Pflaster, Asphalt oder Beton sind ein wachsendes Problem: Regenwasser kann nicht versickern, Städte heizen sich stärker auf und Lebensräume für Pflanzen und Tiere verschwinden. Die Folgen sind oft unsichtbar – genauso wie die Alternativen.

Deshalb gibt es den deutschlandweiten Wettbewerb „abpflastern“. Städte und Gemeinden treten gegeneinander an, um versiegelte Flächen zu entsiegeln und in Blühstreifen, Beete oder Grünflächen zu verwandeln. Jede/ Jeder kann mitmachen – allein, in Gruppen, als Schule, Verein oder Kommune. Jeder Quadratmeter zählt!

So funktioniert’s:

Start: 21. März 2025

Ende: 31. Oktober 2025

Ablauf: Foto vor und nach dem Entsiegeln, Fläche messen, Projekt eintragen

Wöchentliche Rangliste, Auszeichnung der drei besten Kommunen im November

Die Idee stammt aus den Niederlanden („Tegelwippen“), wo bereits Millionen Pflastersteine entfernt wurden. Auch in Deutschland soll „abpflastern“ das Stadtklima verbessern, Biodiversität fördern und das Risiko von Überschwemmungen reduzieren – und dabei das Gemeinschaftsgefühl stärken.

Mach mit – für eine grünere Zukunft! Weitere Infos gibt es hier.

Vorschau auf weitere Termine im April 2026

Online-Seminare 2026 der Gruppe Klimaanpassung der Verbraucherzentrale NRW

Energetisch sanieren- vom Keller bis zum Dach

Montag, 08. April 2026 

Zeit: 18:00 Uhr

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

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