Newsletter „Zukunftsimpulse Kreis Euskirchen“ – 08/2026
Liebe Leserinnen und liebe Leser,
Der August steht ganz im Zeichen des Sommers – mit langen Tagen, viel Zeit im Freien und der Möglichkeit, die Natur bewusst zu erleben. Gleichzeitig machen anhaltende Hitzeperioden und ihre Folgen deutlich, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt und ihren Ressourcen ist. Schon kleine Veränderungen im Alltag können einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten.
In dieser Ausgabe richten wir den Blick auf den Tag der Fische am 22. August und zeigen, warum gesunde Gewässer für Mensch, Tier und Natur unverzichtbar sind. Außerdem erfahren Sie, wie Mähroboter tierfreundlich eingesetzt werden können, und erhalten praktische Anregungen für einen Zero-Waste-Sommer.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen, inspirierende Impulse und einen angenehmen August.

Mähroboter im Garten: Gefahr für Igel und andere Wildtiere
Mähroboter sind praktische Helfer im Garten: Sie halten den Rasen stets kurz und arbeiten leise und effizient. Doch was für den Menschen komfortabel ist, kann für die heimische Tierwelt – insbesondere für Igel – zur tödlichen Bedrohung werden. Besonders problematisch wird es, wenn die Rasenroboter in den Abend- und Nachtstunden laufen, wenn viele Tiere auf Nahrungssuche unterwegs sind.
Igel sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Sobald es dunkel wird, beginnen sie, durch Gärten, Hecken und Wiesen zu streifen – auf der Suche nach Insekten, Würmern und Schnecken. Leider treffen sie dabei immer häufiger auf laufende Mähroboter. Da Igel sich bei Gefahr nicht schnell in Sicherheit bringen, sondern sich auf der Stelle zusammenrollen, erkennen die Geräte sie nicht als Hindernis. Die Folge sind schwere Verletzungen durch die rotierenden Klingen – oder sogar der Tod.
Nicht nur Igel sind betroffen. Auch Frösche, Kröten, junge Hasen, Mäuse oder kleine Reptilien können Opfer der automatischen Mäher werden. Viele dieser Tiere tragen wesentlich zum ökologischen Gleichgewicht im Garten bei, indem sie Schädlinge in Schach halten und die Artenvielfalt fördern. Ihr Schutz sollte daher ein wichtiges Anliegen aller Gartenbesitzerinnen und -besitzer sein.
Die Lösung ist einfach und effektiv: Mähroboter sollten ausschließlich tagsüber betrieben werden – idealerweise zwischen 9 und 17 Uhr. In dieser Zeit ist das Risiko für dämmerungs- und nachtaktive Tiere deutlich geringer. Einige Hersteller bieten bereits Modelle mit integrierten Zeitschaltfunktionen oder Tiererkennung an. Dennoch bleibt die Verantwortung beim Menschen, die Geräte so zu programmieren, dass sie keine Gefahr für Wildtiere darstellen.
Wer zusätzlich auf igelfreundliche Gärten achtet – mit Laubhaufen, Verstecken, wilden Ecken und wenig Chemieeinsatz – schafft Lebensräume für bedrohte Arten und leistet einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz– und wird vielleicht mit dem Besuch eines Igels belohnt.
Eine kleine Einschränkung mit großer Wirkung: Schalten Sie Ihren Mähroboter in der Dämmerung und Nacht aus – zum Schutz unserer heimischen Tierwelt.
Tag der Fische- 22. August
Fische sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gewässer. Sie tragen zum natürlichen Gleichgewicht von Flüssen, Seen und Meeren bei und sind gleichzeitig wichtige Indikatoren für die Wasserqualität. Geht es den Fischbeständen gut, profitieren davon auch viele andere Tier- und Pflanzenarten.
Der Tag der Fische am 22. August erinnert daran, wie wichtig der Schutz unserer Gewässer ist. Verschmutzungen durch Plastik, Schadstoffe oder achtlos entsorgten Müll belasten die Lebensräume vieler Arten. Auch der Klimawandel verändert Wassertemperaturen und Lebensbedingungen zunehmend.
Jeder kann dazu beitragen, unsere Gewässer zu schützen: Müll vermeiden, Abfälle korrekt entsorgen, auf umweltfreundliche Produkte achten und regionale Naturschutzprojekte unterstützen. Denn saubere Gewässer sind die Grundlage für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt – und letztlich auch für uns Menschen
Zero-Waste-Sommer – Weniger Müll, mehr Nachhaltigkeit
Sommerzeit bedeutet Ausflüge, Grillabende, Urlaubsreisen und Picknicks im Freien. Leider entsteht dabei oft unnötig viel Verpackungsmüll. Mit einigen einfachen Veränderungen lässt sich der Sommer jedoch deutlich nachhaltiger gestalten.
Statt Einweggeschirr bieten sich langlebige Mehrwegprodukte an. Wiederverwendbare Trinkflaschen, Brotdosen und Stoffbeutel ersetzen Plastikverpackungen und sparen wertvolle Ressourcen. Auch beim Einkauf lohnt es sich, regionale und saisonale Lebensmittel zu bevorzugen, da sie häufig kürzere Transportwege haben und frischer sind.
Wer unterwegs ist, kann einen kleinen Müllbeutel dabeihaben und seinen Abfall wieder mit nach Hause nehmen. Noch schöner ist es, wenn dabei auch liegen gelassener Müll eingesammelt wird – eine kleine Geste mit großer Wirkung für Natur und Tierwelt.
Zero Waste bedeutet nicht, von heute auf morgen vollkommen müllfrei zu leben. Vielmehr geht es darum, bewusste Entscheidungen zu treffen und Schritt für Schritt nachhaltigere Gewohnheiten zu entwickeln. Jeder vermiedene Einwegbecher, jede wiederverwendete Einkaufstasche und jede nachfüllbare Trinkflasche helfen dabei, Ressourcen zu schonen und unsere Umwelt sauber zu halten.
Denn Nachhaltigkeit beginnt oft mit kleinen Veränderungen – und gerade der Sommer bietet viele Gelegenheiten, diese ganz einfach in den Alltag zu integrieren.
SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden: Gemeinsam unsere Zukunft gestalten
Ob wir in einer Großstadt oder einer kleinen Gemeinde leben – unser unmittelbares Umfeld hat einen großen Einfluss auf unsere Lebensqualität. Das Nachhaltigkeitsziel 11 der Vereinten Nationen verfolgt das Ziel, Städte und Gemeinden inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten.
Nachhaltige Städte zeichnen sich durch gut ausgebaute Rad- und Fußwege, einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr, ausreichend Grünflächen und eine ressourcenschonende Infrastruktur aus. Parks, Bäume und naturnahe Flächen verbessern nicht nur das Stadtklima, sondern bieten auch wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, die Folgen von Hitzeperioden und Starkregen abzumildern.
Doch Nachhaltigkeit beginnt nicht erst bei großen Bauprojekten – auch jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten. Wer kurze Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegt, öffentliche Verkehrsmittel nutzt, regionale Angebote unterstützt oder sich für ein sauberes Wohnumfeld engagiert, stärkt die eigene Gemeinde und schützt gleichzeitig Umwelt und Klima.
Auch Nachbarschaft spielt eine wichtige Rolle. Gemeinschaftsgärten, Tauschbörsen, Repair-Cafés oder lokale Initiativen fördern den Zusammenhalt und helfen dabei, Ressourcen zu sparen. Gemeinsam entstehen so lebenswerte Orte, an denen Menschen gerne wohnen und sich begegnen.

Termine und Veranstaltungen
Online-Seminare 2026 der Gruppe Klimaanpassung der Verbraucherzentrale NRW
Spitze bei Hitze – Das hitzerobuste Haus
Dienstag, 18. August 2026
Zeit: 18:00 Uhr
Detaillierte Informationen finden Sie hier.
Sonnenstrom vom Dach
Donnerstag, 20. August 2026
Zeit: 18:00 Uhr
Detaillierte Informationen finden Sie hier.
Vorschau auf weitere Termine im September 2026
Sanierungstreff Kreis Euskirchen, online
Förderung energieeffiziente Gebäude-Neubau und Sanierung
Dienstag, 08. September 2026
Zeit: 18:30 Uhr
Detaillierte Informationen und Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
Weitere Termine zum Sanierungstreff 2026 finden Sie hier.