1.529 Teilnehmende aus 50 Organisationen waren beim Gesundheitswettbewerb des Kreises Euskirchen dabei. Die Wirkungsanalyse zeigt: Viele Teilnehmende berichten von einem verbesserten Gesundheitszustand und einer gesteigerten Arbeitsfähigkeit. Bei der Abschlussveranstaltung zeichnete Landrat Markus Ramers die erfolgreichsten Organisationen, Teams und Einzelpersonen aus.
Gemeinsam aktiv werden, sich gegenseitig motivieren und Gesundheit im Alltag fördern: Unter diesem Motto hat der Kreis Euskirchen am 30. März den Gesundheitswettbewerb „Kreis in Bewegung“ gestartet. Nach sechs Monaten endete die Challenge am 27. September. Bei der Abschlussveranstaltung am 12. Oktober in der Ideenfabrik in Euskirchen wurden die erfolgreichsten Unternehmen, Teams und Einzelpersonen durch Landrat Markus Ramers ausgezeichnet. Gleichzeitig bot der Abend Gelegenheit, auf die beeindruckenden Ergebnisse und die gemeinsamen Erlebnisse der vergangenen Monate zurückzublicken.
Insgesamt beteiligten sich 1.529 Menschen aus 50 Organisationen an dem Wettbewerb. Mithilfe der Gesundheits-App BeMyPT konnten sie Punkte und Sterne für ihre gesundheitsfördernden Aktivitäten sammeln und sich innerhalb ihrer Teams messen. Dabei ging es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern darum, möglichst viele Menschen zu mehr Bewegung und einem gesundheitsbewussten Alltag zu motivieren.
Die gemeinsame Leistung kann sich sehen lassen: Insgesamt kamen während des Wettbewerbs 203.171 Stunden gesundheitsfördernde Aktivität zusammen. Das entspricht rund 8.465 Tagen, die mit gesundheitsfördernden Aktivitäten gefüllt wurden. Durchschnittlich sammelten die Teilnehmenden 5,1 Stunden gesundheitsfördernde Aktivität pro Woche. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen mindestens 2,5 Stunden moderate körperliche Aktivität pro Woche. Ob beim Spaziergang, auf dem Fahrrad, beim Sport oder durch andere gesundheitsfördernde Aktivitäten: Entscheidend war, ins Tun zu kommen und über einen längeren Zeitraum dranzubleiben.
Die begleitende Wirkungsanalyse von BeMyPT zeigt, wie die Teilnehmenden „Kreis in Bewegung“ erlebt haben und welche Veränderungen sie bei ihrer Gesundheit und Arbeitsfähigkeit wahrgenommen haben. Grundlage dafür waren Befragungen zu Beginn und gegen Ende des Wettbewerbs.
Die Ergebnisse sind bemerkenswert: 61 Prozent der Befragten gaben an, ihren Gesundheitszustand verbessert zu haben. Besonders profitierten dabei Menschen, die vor dem Wettbewerb wenig aktiv waren. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung niedrigschwelliger Angebote, die den Einstieg in einen aktiveren Alltag erleichtern und Menschen erreichen, die sich bisher wenig bewegt haben.
Auch mit Blick auf die Arbeitswelt liefert die Wirkungsanalyse ein interessantes Ergebnis: 50 Prozent der zuvor inaktiven Teilnehmenden berichteten von einer gesteigerten Arbeitsfähigkeit. Damit zeigt „Kreis in Bewegung“ Potenzial nicht nur für die individuelle Gesundheit, sondern auch für Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Kreis Euskirchen. Gesundheitsförderung kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Beschäftigte zu stärken und ein gesundes Arbeitsumfeld zu unterstützen.
Bei der Abschlussveranstaltung würdigte Landrat Markus Ramers die Leistungen der Teilnehmenden und zeigte sich beeindruckt von deren Einsatz und Kreativität. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich gesundheitsfördernde Aktivitäten in den Alltag integriert werden können. Der Landrat berichtete, dass er selbst bereits stolz darauf sei, mehrmals in der Woche laufen zu gehen. Umso beeindruckender fand er die Geschichten der Teilnehmenden, die beispielsweise morgens um fünf Uhr mit dem Hula-Hoop-Reifen trainieren und dabei gleichzeitig ein Buch lesen.
Die Anekdote steht stellvertretend für den Einfallsreichtum und die Motivation, die den Wettbewerb geprägt haben: Gesundheit muss nicht immer im Fitnessstudio beginnen. Oft reichen kleine, kreative Ideen, um Bewegung und Wohlbefinden in den Alltag einzubauen.
Ein Höhepunkt der Abschlussveranstaltung war die Ehrung der erfolgreichsten Unternehmen, Teams und Einzelpersonen durch Landrat Markus Ramers. Den ersten Platz der Organisationen belegte die Gemeinde Kall, gefolgt von der AXA Geschäftsstelle Spilles oHG auf Platz zwei und der Marien-Hospital Euskirchen GmbH auf Platz drei.
Neben den Platzierungen standen vor allem das gemeinsame Engagement, die gegenseitige Motivation und die vielen kleinen und großen Erfolge der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Denn bei „Kreis in Bewegung“ zählte nicht nur, wer die meisten Punkte sammelte. Jede Aktivität war ein Beitrag zu mehr Gesundheit und Bewegung im Alltag.
Mit „Kreis in Bewegung“ hat der Kreis Euskirchen gezeigt, wie ein gemeinschaftlicher Gesundheitswettbewerb Menschen, Unternehmen und Organisationen über einen längeren Zeitraum miteinander verbinden kann. Die Ergebnisse machen deutlich, dass ein spielerischer Wettbewerb Anreize schaffen kann, gesundheitsfördernde Aktivitäten in den Alltag zu integrieren und auch Menschen zu erreichen, die zuvor wenig aktiv waren.
Die Abschlussveranstaltung bildete den feierlichen Schlusspunkt einer gemeinsamen Challenge und zugleich einen Anlass, die erreichten Erfolge mitzunehmen. Denn auch wenn der Wettbewerb beendet ist, bleibt die Botschaft bestehen: Jede Aktivität zählt und gemeinsam fällt es leichter, dranzubleiben.
