In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 traf die Flutkatastrophe den Kreis Euskirchen mit voller Wucht, 5 Jahre ist das schlimmste Unwetterereignis bei uns in der Region nun her. Der Kreis Euskirchen möchte mit einer Fotoausstellung an diesen Tag erinnern.
Am Freitag wurde die Ausstellung im Foyer des Kreishauses eröffnet. Herzstück der Ausstellung sind Aufnahmen des Kölner Fotografen Joachim Rieger, der den Wiederaufbau in Bad Münstereifel begleitet hat. Dabei hat er den Menschen zugehört und ihre Geschichten eingefangen. „Ich wurde so regelrecht zum Seelsorger“, sagte Rieger bei der Eröffnung. Rieger hat für die Präsentation der Bilder einen Weg gewählt, der aus seiner Sicht sehr passend schien. Die Fotos wurden auf LKW-Planen gedruckt und auf Bauzäune gespannt. Die Bauzäune passen zur Situation in denen die Fotos aufgenommen wurden und sie erzeugen eine entsprechende Stimmung beim Betrachter.
Erweitert wurde seine Sammlung um Fotos von verschiedenen, meist lokalen Fotografinnen und Fotografen, die die Katastrophe vor Ort dokumentiert haben. Sie zeigen das Ausmaß der Zerstörung. „All das sind Momente, die in Bildern und in Erinnerungen festgehalten sind. Momente der Verzweiflung, aber auch Momente der Solidarität, der Entschlossenheit und einer beeindruckenden Gemeinschaft“, sagte Landrat Ramers. Die Ausstellung ist ein Ort des Erinnerns, des Innehaltens und des Dankes: an alle, die geholfen haben, an alle, die durchgehalten haben, und an alle, die bis heute am Wiederaufbau unserer Heimat mitwirken.
Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung im Foyer bis zum 22. Juli besichtigt werden. Im August wird im Kreishaus eine zweite Ausstellung zur Flut zu sehen sein mit dem Schwerpunkt Ahrtal zwischen Blankenheim und Remagen.
Foto: Fotograf Joachim Rieger und seine Frau Stephanie waren gemeinsam sechs Wochen nach der Flut in Bad Münstereifel und haben die Geschichten der Menschen eingefangen. Ihre Eindrücke sind Herzstück der Flutausstellung im Kreishaus
