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Ein zweites Mal erste Hilfe leisten

RTWs für Ukraine

Pressemitteilungen

13.12.2022

Ein zweites Mal erste Hilfe leisten

„Wir haben nach der Flutkatastrophe selbst viel Hilfe erfahren, wofür wir heute noch sehr dankbar sind. Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, dass wir auch anderen helfen.“ Mit diesen Worten übergab Landrat Markus Ramers zwei ausgediente und voll ausgestattete Rettungstransportwagen (RTW) an Harald Fischer vo „Menschenhilfsprojekt Sophie“. Fischer bringt diese Fahrzeuge mit vielen weiteren Hilfsgütern noch diese Woche in die Ukraine.

Direkt nach der Flutkatastrophe hatte die Stadt Leverkusen die RTWs dem Kreis Euskirchen geschenkt. „Das war damals immens wichtig“, so Landrat Ramers. „Unsere Einsatzflotte ist durch die Flut schwer in Mitleidenschaft gezogen worden.“ Dank der Spende aus Leverkusen und weiterer Unterstützung habe man aber die Einsatzfähigkeit und Mobilität aufrechterhalten können.

„Große Krisen lassen sich nur gemeinsam meistern“, betont auch Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath. „Deshalb haben wir dem Kreis Euskirchen nach der Flutkatastrophe im Jahr 2021 sehr gerne mit zwei Rettungswagen unterstützt. Dass der Kreis Euskirchen diese Fahrzeuge nun wiederum in die Ukraine überführt, wo sie dringend benötigt werden, ist für die Stadt Leverkusen eine doppelte Freude.“ Dies bestätigte auch Hermann Greven, der Leiter der Leverkusener Feuerwehr, der eigens zur Übergabe der RTWs nach Euskirchen gekommen war: „Wir sind sehr froh, dass es für die Rettungswagen eine gute und sinnvolle Weiterverwendung gibt.“

In einer äußerst kurzfristigen „Hauruck-Aktion“ hat die Kreisverwaltung unter der Federführung der Abteilung Gefahrenabwehr und mit Beteiligung vieler Mitstreiter (u.a. Feuerwehr, DRK, MHD) die Rettungswagen mit modernsten Rettungs- und Hilfsmitteln ausgestattet. „Von der Entscheidung bis zur Übergabe an die Hilfsorganisation waren nur wenige Tage Zeit. Wir mussten alle Hebel in Bewegung setzen, damit die Fahrzeuge bereits diese Woche in die Ukraine überführt werden können“, sagte Abteilungsleiter Martin Fehrmann. Beide RTWs wurden u.a. mit speziellen Tragesystemen, Hebekissen, Vakuummatratzen, Defibrillatoren, medizinischem Einwegmaterial und Schutzhelmen aufgerüstet. „Gerade diese Ausstattung ist für den Einsatz in einem Kriegs- und Krisengebiet hervorragend geeignet.“

Harald Fischer vom Frechener „Menschenhilfsprojekt Sophie“ war zunächst sprachlos vor Freude und Dankbarkeit. Mit seinem Helferteam hat er seit Kriegsbeginn im Frühjahr bereits achtmal Hilfskonvois bis an die polnisch-ukrainische Grenze geführt. „Diesmal fahren wir in die Ukraine hinein, um die Fahrzeuge und die Hilfsgüter persönlich übergeben zu können.“ Man habe keine Angst, allerdings großen Respekt vor der schwierigen Situation in der Ukraine. So habe man auch Notstromaggregate und einen Rollstuhl für ein neunjähriges Mädchen dabei. „Es ist uns ein persönliches Bedürfnis, diese Sachen auch persönlich zu übergeben.“