Die Kreisstraße 58 zwischen Mechernich-Eiserfey und Harzheim ist nach umfassender Erneuerung offiziell für den Verkehr freigegeben worden. Im Rahmen einer Feierstunde in Eiserfey wurde die Straße jetzt eröffnet. Damit ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt für den ländlichen Raum im Kreis Euskirchen abgeschlossen.
Die Bauarbeiten an der K 58 hatten nach den Sommerferien 2024 begonnen. Witterungsbedingt konnten die abschließenden Asphaltarbeiten erst im Frühjahr 2026 ausgeführt werden. Die Ausbaulänge beträgt insgesamt rund 1.200 Meter, davon entfallen etwa 310 Meter auf die Ortsdurchfahrt Eiserfey.
„Eine solche Baumaßnahme ist nicht das Werk einzelner, sondern das Ergebnis eines guten Zusammenwirkens vieler Beteiligter“, sagte Landrat Markus Ramers bei der Verkehrsfreigabe. Sein Dank galt insbesondere der Stadt Mechernich, der ausführenden Firma Wurzel Baugesellschaft aus Jülich, den beteiligten Planern und den Kolleginnen und Kollegen der Kreisverwaltung. „Vor allem aber danke ich den Bürgerinnen und Bürgern aus Eiserfey, Harzheim und der Umgebung. Sie haben während der Bauzeit erhebliche Umwege in Kauf nehmen müssen. Diese Geduld und dieses Verständnis sind keine Selbstverständlichkeit.“
Die Erneuerung der K 58 wurde als Gemeinschaftsmaßnahme des Kreises Euskirchen und der Stadt Mechernich umgesetzt. Neben dem Straßenbau wurden durch die Stadt Mechernich die Gehwege, die Straßenbeleuchtung und die Wasserleitung erneuert. Die Stadtwerke Mechernich investierten rund 290.000 Euro in die Trinkwasserleitung.
Innerhalb der Ortslage Eiserfey wurde die Fahrbahn aufgrund der räumlichen Enge weitgehend als Mischverkehrsfläche gestaltet. Sie ist optisch in gepflasterte seitliche Gehbereiche und eine mittige, 3,50 Meter breite Asphaltfahrspur gegliedert. Eine Einengung mit Fahrbahnversatz vor der Ortslage soll den Übergang in den Innerortsbereich verdeutlichen und zur Reduzierung der Geschwindigkeit beitragen. Zudem wurde die Wasserführung aus den Randbereichen entlang der Gebäude in die Mitte der Fahrbahn verlegt.
„Im Zuge der Maßnahme wurde außerdem der Gewässerdurchlass des Hauserbachs unmittelbar im Einmündungsbereich zur L 115 erneuert“, ergänzt Achim Blindert, der Allgemeine Vertreter des Landrats und zuständige Dezernent. „Zusätzlich wurde ein Leerrohrsystem verlegt, das eine spätere Breitbandversorgung mit Glasfaser ermöglicht und künftige Aufbrüche des neuen Straßenkörpers möglichst vermeiden soll.“
Auch auf der freien Strecke zwischen Harzheim und Eiserfey wurde die K 58 grundlegend modernisiert. Das bislang nicht ausgebaute Teilstück wurde auf ein Regelmaß von 6,0 Metern verbreitert und mit einem Straßenaufbau hergestellt, der den heutigen verkehrlichen Anforderungen entspricht. Die Entwässerungseinrichtungen wurden vollständig erneuert und leistungsfähiger dimensioniert. Zur Rückhaltung von Oberflächenwasser entstand außerhalb der Ortslage ein offenes Erdbecken, das die weiterführenden Entwässerungseinrichtungen entlastet sowie Sedimente und Treibgut zurückhält.
Die Gesamtkosten aller Kostenträger belaufen sich auf rund 2,765 Millionen Euro. Die Erneuerung von Fahrbahn, Gehwegen und Straßenbeleuchtung in Höhe von rund 2,36 Millionen Euro wird zu 75 Prozent aus Landeszuwendungen gefördert.
Landrat Ramers betonte bei der Eröffnung die Bedeutung leistungsfähiger Kreisstraßen für den ländlichen Raum: „Gute Infrastruktur ist kein ‚nice to have‘. Sie ist entscheidend dafür, dass Menschen sicher zur Arbeit kommen, Kinder zur Schule gelangen und Wege zum Vereinssport oder zum Einkaufen verlässlich sind.“ Das Kreisstraßennetz umfasse rund 320 Kilometer. Diese „Lebensadern“ in einem guten Zustand zu erhalten, sei eine dauerhafte Aufgabe des Kreises.
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Die Kreisstraße 58 zwischen Harzheim und Eiserfey ist nach zweijähriger Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben worden. Foto: W. Andres / Kreis EU
