Frischer Asphalt, ein stabiler Untergrund und mehr Sicherheit für alle, die hier unterwegs sind: Die Kreisstraße 56 zwischen der Landstraße 165 und Rupperath ist auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern von Grund auf erneuert worden. Rund 3,1 Millionen Euro hat der Kreis Euskirchen in die Strecke investiert. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Maßnahme mit einer Förderung von 75 Prozent.
Die Bauarbeiten dauerten von August 2025 bis Juli 2026. Dabei ging es um weit mehr als eine neue Asphaltdecke: Die Straße wurde komplett neu aufgebaut. Besonders aufwendig waren die Arbeiten an den talseitigen Straßenrändern. Dort hatte sich der Boden stellenweise abgesenkt. Um die Strecke dauerhaft zu sichern, musste der Untergrund bis in drei Meter Tiefe stabilisiert werden.
Gleichzeitig wurde die Straßenentwässerung erneuert, damit Regenwasser künftig zuverlässig abfließen kann. Auch bei der Verkehrssicherheit wurde nachgebessert: Neue Schutzplanken sorgen für mehr Sicherheit. In einigen Abschnitten bieten spezielle Vorrichtungen zusätzlichen Schutz für Motorradfahrer.
„Eine gute Straßeninfrastruktur ist gerade in unseren ländlichen Regionen unverzichtbar. Mit der Erneuerung der K 56 haben wir nicht einfach nur eine Straße repariert, sondern nachhaltig in die Sicherheit und Mobilität der Menschen investiert“, betont Landrat Markus Ramers. „Mir ist aber auch bewusst, dass die Bauzeit mit Umleitungen und zusätzlichen Belastungen verbunden war. Deshalb danke ich allen Anwohnerinnen und Anwohnern ausdrücklich für ihre Geduld und ihr Verständnis.“
Denn während der Bauarbeiten musste die Strecke vollständig gesperrt werden. Der Verkehr wurde umgeleitet, was insbesondere in den umliegenden Ortschaften für zusätzliche Belastungen sorgte. Mit dem Abschluss der Arbeiten ist die K 56 nun technisch auf dem neuesten Stand und für die kommenden Jahre gut gerüstet. Davon profitieren alle, die täglich oder regelmäßig auf dieser Verbindung unterwegs sind.
Dies würdigte auch Achim Blindert, der Allgemeine Vertreter des Landrats. Er betonte, dass bei dieser Baumaßnahme ein neues Verfahren zum Einsatz kam: Über das “Hydro-Zementations-Verfahren” wurde das Erdreich mit einer Zementsuspension, mithilfe von Baggern, zu einer homogenen Masse vermischt. Dabei entstand der sogenannten „Erdbeton“, wodurch in diesem Fall die Böschungs-Randbereiche stabilisiert werden konnten. Hierdurch habe man den sonst üblichen Bodenaustausch und die damit verbundenen Transportwege mit einer Menge von über 6.350 Kubikmetern vermeiden können. “Dies entspricht ca. 1.000 LKW-Fahrten”, so Achim Blindert.
Auch der Bad Münstereifeler Bürgermeister Sebastian Glatzel sowie weitere Kreis- und Ortspolitiker freuten sich über die gelungene Runderneuerung der Kreisstraße.
FOTO: Gute Stimmung trotz Dauerregen: Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde die Kreisstraße 56 bei Rupperath jetzt für den Verkehr freigegeben. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen
