K 79 für den Verkehr freigegeben

Pressemitteilungen

19.06.2026

K 79 für den Verkehr freigegeben

Die Kreisstraße 79 zwischen der Ortsdurchfahrt Tondorf und der Kreisgrenze bei Falkenberg ist offiziell wieder für den Verkehr freigegeben worden. Nach rund zweijähriger Bauzeit wurde der gesamte Streckenzug auf einer Länge von rund 3.150 Metern grundhaft erneuert. Davon entfallen etwa 2.586 Meter auf die freie Strecke und rund 565 Meter auf den innerörtlichen Bereich. Landrat Markus Ramers, sein Allgemeiner Vertreter Achim Blindert, Bürgermeister Norbert Crump, Vertreter der e-regio, der ausführenden Firma Josef Scheiff aus Kirchheim sowie Bürgerinnen und Bürger kamen zur offiziellen Freigabe in Tondorf zusammen.

„Die K 79 verbindet nicht nur Orte miteinander, sie reicht bis an die Landesgrenze und damit über die Grenzen unseres Kreises hinaus“, sagte Landrat Markus Ramers. „Gerade im ländlichen Raum entscheidet eine verlässliche Infrastruktur darüber, ob Menschen gut und sicher zur Arbeit kommen, Kinder zur Schule gelangen und Wege zum Einkaufen, zum Vereinssport oder zu Terminen funktionieren. Gute Straßen sind kein nice to have, sondern Teil der Daseinsvorsorge.“

Die Maßnahme war als Gemeinschaftsbaumaßnahme des Kreises Euskirchen mit der Gemeinde Nettersheim und der e-regio umgesetzt worden. Die Gemeinde Nettersheim erneuerte unter anderem Bordsteinanlagen, Gehwegpflaster, Trinkwasserleitung und Straßenbeleuchtung. Außerdem wurden vorsorglich Schutzrohre im Gehwegbereich verlegt, um spätere Aufbrüche im Zuge eines Breitbandausbaus so weit wie möglich zu vermeiden. Die e-regio führte parallel Arbeiten am Stromnetz durch und verstärkte die Mittelspannung.

Vor Beginn der Arbeiten wies die K 79 auf der gesamten Streckenlänge erhebliche Fahrbahnschäden auf. Insbesondere auf der freien Strecke waren zuvor immer wieder Ausbesserungen durch den Bauhof erforderlich. Auch Bordstein- und Rinnenanlagen in der Ortslage waren stark beschädigt. Im Zuge der Baumaßnahme wurden die Fahrbahnen innerorts und außerorts erneuert, Entwässerungsanlagen überarbeitet sowie Leerrohre unter der K 79 verlegt, um künftige Eingriffe in die Fahrbahn zu vermeiden. Eine Besonderheit sind Querriegel in den Gräben der freien Strecke: Sie halten Oberflächenwasser zurück und sorgen dafür, dass es langsamer abfließen kann.

„Wir haben hier nicht nur eine Fahrbahn erneuert, sondern ein Stück Infrastruktur zukunftsfähig gemacht“, sagte Achim Blindert. „Durch die Kombination aus Straßenbau, Entwässerung, Leitungsarbeiten, Beleuchtung und Vorsorge für den Breitbandausbau konnten mehrere wichtige Aufgaben gebündelt werden. Das ist effizient, reduziert spätere Eingriffe und bringt am Ende einen spürbaren Mehrwert für die Menschen vor Ort.“

Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen bei rund 2,35 Millionen Euro. Für Straße, Nebenanlagen und Straßenbeleuchtung belaufen sich die förderfähigen Kosten auf rund 1,58 Millionen Euro; hiervon werden 75 Prozent aus Landesmitteln gefördert. Der Eigenanteil des Kreises Euskirchen und der Gemeinde beträgt somit rund 395.000 Euro. Die Gemeinde Nettersheim trägt für ihren Anteil, unter anderem Hauptwasserleitung, Grundstücksanschlüsse und vorsorglich verlegte Leerrohre, zusätzlich rund 650.000 Euro. Die e-regio investierte rund 120.000 Euro in die Verstärkung des Stromnetzes.

Landrat Ramers dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit: „Eine solche Baumaßnahme ist nie das Werk einzelner. Sie ist das Ergebnis eines guten Zusammenspiels vieler Partner. Mein Dank gilt der Gemeinde Nettersheim, der e-regio, der Firma Scheiff und den Kolleginnen und Kollegen der Kreisverwaltung, die dieses Projekt von der Planung bis zur Umsetzung begleitet haben.“

Ein besonderer Dank galt den Anwohnerinnen und Anwohnern aus Falkenberg, Hümmel und der Umgebung. Sie mussten während der Bauzeit erhebliche Umwege in Kauf nehmen, zumal zeitgleich auch in Ohlenhardt gebaut wurde. Um die Belastungen zu reduzieren, wurde die Strecke in den beiden Winterperioden jeweils für den Verkehr freigegeben.

„Wir wissen, dass die vergangenen zwei Jahre für viele Menschen vor Ort mit Einschränkungen verbunden waren“, sagte Achim Blindert. „Umso mehr danken wir den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Geduld und ihr Verständnis. Die Umwege waren belastend, sie haben aber zugleich gezeigt, welche Bedeutung dieser Streckenzug für die Region hat.“

Die Erneuerung der K 79 ist Teil der fortlaufenden Investitionen des Kreises Euskirchen in die Verkehrsinfrastruktur. In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Kreisstraßen erneuert oder ausgebaut. Auch für die kommenden Jahre sind weitere Maßnahmen geplant. Dazu gehören unter anderem Deckenerneuerungen, Ausbaumaßnahmen, Radwegeprojekte sowie der Ersatzneubau der durch die Flut beschädigten Brücke Kolvenbach.

„Wir sind ein flächendeckender Kreis mit großen Strecken im ländlichen Raum“, so Landrat Ramers. „Gute Infrastruktur ist deshalb eine Daueraufgabe. Dieser Aufgabe stellen wir uns – heute mit der K 79 in Tondorf und morgen mit den nächsten Projekten im Kreisgebiet.“

FOTO: Nach rund zweijähriger Bauzeit ist die Kreisstraße 79 zwischen Tondorf und Falkenberg wieder für den Verkehr freigegeben. Foto: U. Mießeler / Gemeinde Nettersheim