Nach gut zweieinhalb Jahren Bauzeit ist die Kreisstraße 66 in der Ortsdurchfahrt Scheuren offiziell wieder für den Verkehr freigegeben worden. Seit März 2024 ist die stark beschädigte Ortsdurchfahrt in mehreren Bauabschnitten grundlegend erneuert worden. Neben Fahrbahn und Gehwegen wurden dabei auch große Teile der unterirdischen Infrastruktur modernisiert. Die Arbeiten waren Ende Juli 2026 abgeschlossen.
Die Baumaßnahme umfasste eine Strecke von rund 775 Metern. Die alte Fahrbahn und die bisherigen Asphaltgehwege wurden vollständig neu hergestellt. Die Fahrbahn ist nun 5,50 Meter breit. Durch die geringfügige Reduzierung der Fahrbahnbreite konnten die zuvor teilweise zu schmalen Gehwege auf das Regelmaß von 1,50 Metern verbreitert werden. Sie erhielten zudem einen neuen Pflasterbelag. Auch die Entwässerungsrinne wurde erneuert.
„Mit der erneuerten K 66 haben wir nicht einfach nur eine Straße saniert. Wir haben die Ortsdurchfahrt insgesamt sicherer, komfortabler und zukunftsfähiger gemacht“, sagt Landrat Markus Ramers. „Davon profitieren die Menschen in Scheuren ebenso wie alle, die die Kreisstraße täglich nutzen,“
Ein Schwerpunkt des Ausbaus lag auf der Sicherheit der verschiedenen Verkehrsteilnehmenden. Im inneren Ortsbereich wurde zur Verkehrsberuhigung eine Engstelle eingerichtet, zugleich bleibt der Gehweg dort durchgängig. Die vorhandenen Bushaltestellen wurden durch die Stadt Schleiden erstmals barrierefrei ausgebaut und mit ausreichenden Sicherheitsräumen versehen. Auch die Querungsstellen entlang der Gehwege wurden mit Elementen für einen barrierefreien Verkehrsraum ausgestattet.
Die Arbeiten gingen weit über die sichtbare Straßenoberfläche hinaus. Die Stadt Schleiden erneuerte Teile des Mischwasserkanals, Kanalanschlüsse sowie die Straßenbeleuchtung. Der Wasserverband Oleftal erneuerte Teile der Trinkwasserleitungen und Hausanschlüsse. Hinzu kamen Arbeiten an der Stromversorgung sowie an Telekommunikationsleitungen. Erstmals wurde bei einer solchen Gemeinschaftsmaßnahme zudem der Glasfaserausbau durch die Telekom direkt mit vorbereitet beziehungsweise umgesetzt.
„Dass Straße, Gehwege, Kanal, Beleuchtung und Versorgungsleitungen gemeinsam angegangen wurden, war anspruchsvoll, aber sinnvoll. So konnten wir die gesamte Infrastruktur in einem Zuge auf einen zeitgemäßen Stand bringen“, resümiert Achim Blindert, der Allgemeine Vertreter des Landrats und zuständige Dezernent der Kreisverwaltung. „Unser Ziel ist, dass hier nun für viele Jahre keine grundlegenden Unterhaltungsarbeiten mehr notwendig werden.“ Der Schleidener Bürgermeister Ingo Pfennings dankte insbesondere den Bewohnern von Scheuren, die in den vergangenen Jahren aufgrund der Bauarbeiten mit gewissen Einschränkungen klarkommen mussten. “Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen”, so Pfennings.
3,43 Millionen Euro Gesamtinvestition
Die Gesamtkosten der Gemeinschaftsmaßnahme belaufen sich auf rund 3,43 Millionen Euro. Für die Erneuerung von Fahrbahn, Gehwegen und Straßenbeleuchtung fallen rund 1,92 Millionen Euro an. Diese Maßnahmen werden zu 75 Prozent aus Landesmitteln gefördert. Weitere rund 1,51 Millionen Euro entfallen auf die Arbeiten der Stadt Schleiden sowie der beteiligten Versorgungsträger.
Die Planung und Bauleitung für Straßen- und Kanalbau lag beim Ingenieurbüro Scheuch aus Prüm. Ausgeführt wurden die Arbeiten durch die Firma Backes Bau und Transport aus Stadtkyll. Auftraggeber und Oberbauleitung waren der Kreis Euskirchen und die Stadt Schleiden.
Der Bürgerverein Scheuren feiert die neue Straße am 19. September 2026 ab 15.15 Uhr mit einem Straßenfest.
