Neue Brücke in Rekordzeit gebaut

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12.10.2026

Neue Brücke in Rekordzeit gebaut

Fünf Monate waren ursprünglich eingeplant, am Ende dauerte es gerade einmal sechs Wochen: Der Neubau der Kolvenbachbrücke an der Kreisstraße 36 ist ein echtes Beispiel dafür, wie schnell Straßenbau funktionieren kann. Pünktlich zum Ende der Sommerferien war die neue Brücke fertig. Schon am Morgen des 2. September rollte der erste Schulbus wieder über den Kolvenbach. Und das nach einem kompletten Abriss und Neubau samt neuer Straßenführung.

„Sechs Wochen für den Abriss einer alten Brücke und den kompletten Neubau inklusive Straßenanschlüssen – das ist eine beeindruckende Leistung und beinahe rekordverdächtig. Hier haben alle Beteiligten gezeigt, was möglich ist, wenn gute Planung, innovative Bauweise und Teamarbeit zusammenkommen. Mein großer Dank gilt allen, die dieses Tempo möglich gemacht haben“, betont Landrat Markus Ramers.

Von fünf Monaten auf sechs Wochen

Ursprünglich sollte die Bauzeit rund fünf Monate dauern. Während dieser Zeit hätte der Verkehr einspurig und mit einer Ampel an der Baustelle vorbeigeführt werden müssen. Doch dann entwickelte die ausführende Firma Weiland HTS GmbH gemeinsam mit dem Kreis eine deutlich schnellere Lösung: Statt über mehrere Monate unter laufendem Verkehr zu bauen, wurde die Kreisstraße während der Sommerferien vollständig gesperrt. So konnten die Arbeiten ohne Unterbrechungen vorangehen – und der Schulbusverkehr war nicht betroffen.

Der Startschuss fiel am 20. Juli 2026, dem ersten Ferientag. Bereits am 1. September waren sämtliche Arbeiten abgeschlossen. Einen Tag später, pünktlich zum Schulbeginn, war die Straße wieder frei.

„Möglich wurde das hohe Tempo vor allem durch eine besondere Bauweise“, wie Achim Blindert, Allgemeiner Vertreter des Landrats und zuständiger Dezernent erläutert. „Statt die neue Brücke aufwendig vor Ort aus Beton zu errichten, kamen vorgefertigte Bauteile aus Wellstahl zum Einsatz. Diese wurden direkt auf der Baustelle zusammengesetzt und verschraubt. Für die Montage des eigentlichen Brückenbauwerks waren dadurch gerade einmal zwei Tage nötig.“

Auch auf Betonarbeiten konnte vollständig verzichtet werden. Die neue Konstruktion wurde auf einem vorbereiteten Fundament aus Schotter errichtet. Das sparte zusätzliche Arbeitszeit, weil keine langen Aushärtungszeiten abgewartet werden mussten.

Dabei beschränkten sich die Arbeiten keineswegs auf die Brücke selbst: Die alte Konstruktion wurde vollständig abgerissen, der Kolvenbach während der Bauzeit umgeleitet und das Bachbett neu gestaltet. Anschließend entstanden die neue Brücke sowie die Straßenanschlüsse. Auch der Straßenunterbau, die Asphaltdecke, die Schutzeinrichtungen und die angrenzenden Wiesenflächen wurden innerhalb der sechs Wochen fertiggestellt.

Mehr Sicherheit auf der Kreisstraße 36

Der Neubau war notwendig geworden, weil die alte Brücke bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 schwer beschädigt worden war. Die Wassermassen hatten Teile der Konstruktion weggerissen und das Bachbett stellenweise bis zu zwei Meter tief ausgespült.

Zwar konnte die Brücke damals provisorisch gesichert werden, doch eine dauerhafte Reparatur war nicht mehr wirtschaftlich möglich. Die aus den 1960er-Jahren stammende Konstruktion war ohnehin bereits in einem schlechten Zustand.

Mit dem Neubau wurde deshalb nicht nur die Brücke ersetzt, sondern auch ein weiterer Schwachpunkt beseitigt: die bislang sehr engen Kurven direkt vor und hinter dem Bauwerk. Auf jeweils rund 75 Metern wurde die Straßenführung verbessert. Damit ist die Strecke jetzt deutlich besser befahrbar.

Der Auftrag für den Neubau hatte ein Volumen von rund 521.000 Euro brutto. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln der Wiederaufbauhilfe nach der Flutkatastrophe 2021. An Planung und Umsetzung waren neben der zuständigen Fachabteilung des Kreises Euskirchen das Ingenieurbüro Fritz Spieth, die Firma Weiland HTS GmbH und die Firma Henk aus Kall beteiligt.

Das Ergebnis: eine neue Brücke, eine verbesserte Straßenführung und eine Bauzeit, die sich sehen lassen kann. Was ursprünglich fünf Monate dauern sollte, war in nur sechs Wochen erledigt – und das wichtigste Ziel wurde punktgenau erreicht: freie Fahrt zum ersten Schultag.

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Dank vorgefertigter Bauteile aus Wellstahl konnte die Brücke über den Kolvenbach in nur sechs Wochen erneuert werden. Vor wenigen Tagen wurde sie offiziell für den Verkehr freigegeben. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen