Mit der Einführung eines flächendeckenden Knotenpunktsystems setzt der Kreis ein starkes Zeichen für modernen Radverkehr und nachhaltigen Tourismus. Das neue Orientierungssystem verbindet Komfort und grenzenlose Mobilität – für Einheimische ebenso wie für Gäste. Inzwischen ist auch der abschließende Aufbau der Informationstafeln abgeschlossen, so dass das „Radeln nach Zahlen“ jetzt im Kreis Euskirchen und in angrenzenden Regionen lückenlos möglich ist. Dazu sagt Achim Blindert, der Allgemeine Vertreter des Landrats: „Mit dem neuen Knotenpunktsystem investiert der Kreis nicht nur in moderne Radverkehrsinfrastruktur, sondern in Lebensqualität, nachhaltige Mobilität und eine Region, die sich auf zwei Rädern noch besser entdecken lässt.“
Radfahren wird künftig einfacher als je zuvor: Mit der Einführung eines kreisweiten Knotenpunktsystems entsteht ein intuitives und zukunftsweisendes Leitsystem, das die bisherige Beschilderung sinnvoll ergänzt und das Radwegenetz auf ein neues Niveau hebt. Die Maßnahme geht auf die Integrierte Gesamtverkehrsplanung (IGVP) zurück und schafft eine einheitliche Wegweisung nach dem üblichen Standard.
Das Prinzip ist ebenso einfach wie überzeugend: Wer von Knotenpunkt zu Knotenpunkt fährt, kann seine individuelle Route ganz unkompliziert anhand von Nummern zusammenstellen – ohne Kartenstudium oder Ortskenntnisse. Dieses bewährte Konzept, bekannt als „Radeln nach Zahlen“, begeistert seit Jahren Millionen Radfahrende in den Niederlanden und setzt sich inzwischen auch in Nordrhein-Westfalen flächendeckend durch.
Mehr Freiheit auf zwei Rädern
Das neue Knotenpunktsystem eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung. Familien finden kinderleicht sichere Touren, ambitionierte Radfahrerinnen und Radfahrer können individuelle Strecken kombinieren, und Gäste entdecken die Region flexibel und unabhängig. Gleichzeitig profitieren Hotels, Pensionen und gastronomische Betriebe davon, ihren Gästen maßgeschneiderte Tourenvorschläge anbieten zu können.
Ein besonderer Gewinn ist die überregionale Vernetzung: Erstmals wird das Radwegenetz nahtlos mit den angrenzenden Kreisen sowie dem belgischen Knotenpunktsystem verbunden. Gemeinsam mit der RadRegionRheinland entstehen dadurch attraktive Angebote für Tages- und Mehrtagestouren – ein wichtiger Impuls für den Radtourismus und die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Investition in die Mobilität der Zukunft
Für die Umsetzung wurden rund 400 Schilderpfosten mit Fundamenten, 900 Pfeilwegweiser, 1.600 Zwischenwegweiser, 100 Routenwegweiser, 2.300 Routenplaketten sowie 120 Knotenpunkthüte installiert. Gleichzeitig wurden rund 500 ältere Schilder zurückgebaut und das bisherige System modernisiert.
Ergänzt wird das neue Netz durch 104 Informationstafeln, die Besucherinnen und Besuchern den Einstieg in das Knotenpunktsystem erleichtern.
Insgesamt wurden rund 400.000 Euro in das Projekt investiert – etwa 350.000 Euro in die wegweisende Beschilderung und weitere 50.000 Euro in die Informationsinfrastruktur. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Einführung des Knotenpunktsystems mit einer Förderquote von 70 Prozent.
Die Vorteile auf einen Blick
• Individuelle Touren einfach nach Zahlen planen
• Perfekt für Familien und Freizeitradler
• Einheitliche Orientierung für Einheimische und Gäste
• Nahtlose Vernetzung mit den Nachbarkreisen und Belgien
• Mehr Sicherheit durch Einbindung in das Rettungsleitsystem
• Stärkung des Tourismus und der regionalen Wirtschaft
• Vom ADFC empfohlen und als Qualitätsmerkmal anerkannt
FOTO:
So fällt die Orientierung leicht: Mit dem Knotenpunktsystem kann man seine individuelle Route unkompliziert anhand von Nummern zusammenstellen. Foto: Kreis Euskirchen