Newsletter „Zukunftsimpulse Kreis Euskirchen“ – 01/2026
Liebe Leserinnen und Leser,
ein neues Jahr hat begonnen – und mit ihm die Chance, frische Impulse zu setzen und gemeinsam nachhaltige Wege zu gehen. 2026 fordert uns mehr denn je dazu auf, bewusst zu handeln: Wassermangel wird zunehmend zu einer globalen Herausforderung und nachhaltiges Banking gewinnt an Bedeutung für eine verantwortungsvolle Zukunft.
Darüber hinaus setzen wir unsere monatliche Reihe zu den Sustainable Development Goals (SDGs) fort. Im Fokus steht diesmal SDG 4: Hochwertige Bildung – ein Ziel, das die Grundlage für nachhaltige Entwicklung schafft und Menschen weltweit neue Chancen eröffnet.
In diesem Newsletter möchten wir Ihnen Inspiration, praktische Tipps und spannende Einblicke mit auf den Weg geben, um das Jahr nachhaltig, verantwortungsvoll und voller neuer Ideen zu gestalten.
Wassermangel – eine der größten Herausforderungen unserer Zeit
Wasser ist die Grundlage allen Lebens – und seine Knappheit hat direkte Auswirkungen auf Ernährung, Gesundheit, Wirtschaft und Ökosysteme. Diese globale Herausforderung beginnt bei uns zuhause.
Was wir im Alltag tun können
Unser Alltag entscheidet mit darüber, wie wir mit Wasser und Ressourcen umgehen
- Wasser bewusst nutzen: kürzer duschen, effiziente Geräte, Regenwasser sammeln.
- Nachhaltig essen: regionale, saisonale Produkte wählen; Lebensmittelverschwendung vermeiden.
- Ressourcen sparen: Energieverbrauch reduzieren, Produkte reparieren statt wegwerfen.
- Umwelt schützen: Mikroplastik vermeiden, umweltfreundliche Produkte bevorzugen.
Warum der Wassermangel zunimmt
- Klimawandel: Längere Hitzeperioden, weniger Niederschlag, sinkende Grundwasserspiegel.
- Wachsende Weltbevölkerung: Mehr Bedarf für Trinkwasser, Hygiene, Landwirtschaft und Industrie.
- Intensive Landwirtschaft: 70 % des Süßwassers werden für die Landwirtschaft genutzt; ineffiziente Bewässerung verstärkt die Knappheit.
- Verschmutzung der Wasserressourcen: Pestizide, Industrieabfälle, Mikroplastik und Abwässer machen Wasser unbrauchbar.
- Übernutzung natürlicher Reserven: Grundwasser wird schneller entnommen als es sich regenerieren kann.
Folgen für Mensch und Natur
- Ernteausfälle und steigende Lebensmittelpreise
- Gesundheitsrisiken durch verunreinigtes oder fehlendes Wasser
- Konflikte um Ressourcen in betroffenen Regionen
- Verlust von Artenvielfalt, wenn Feuchtgebiete, Flüsse und Seen austrocknen
- Wirtschaftliche Schäden für Landwirtschaft, Industrie und Tourismus
Nachhaltiges Banking – Geld wirkt stärker, als wir denken
Unser Geld arbeitet – selbst dann, wenn es scheinbar einfach nur auf dem Konto liegt. Banken investieren es in unterschiedliche Projekte, Unternehmen und Branchen. Doch nicht immer sind diese Investitionen nachhaltig. Viele Finanzströme fließen noch immer in umweltbelastende Industrien wie fossile Energien, intensive Landwirtschaft oder sozial fragwürdige Geschäftsmodelle. Nachhaltiges Banking setzt genau hier an und lenkt Geld bewusst in zukunftsfähige, verantwortungsvolle Bereiche.
Was bedeutet nachhaltiges Banking?
Nachhaltiges Banking (auch „grünes“ oder „ethisches“ Banking) berücksichtigt ökologische, soziale und ethische Kriterien bei allen Finanzentscheidungen. Dazu gehören unter anderem:
- Keine Investitionen in fossile Energien, Rüstung oder Umweltzerstörung
- Förderung erneuerbarer Energien, nachhaltiger Landwirtschaft und sozialer Projekte
- Transparenz darüber, wohin Kundengelder fließen
- Langfristiges Denken statt kurzfristiger Profite
Warum ist nachhaltiges Banking wichtig?
Banken haben eine enorme Hebelwirkung. Ihre Investitionsentscheidungen beeinflussen ganze Branchen, positiv oder negativ. Durch nachhaltiges Banking wird Kapital dorthin gelenkt, wo es gesellschaftlichen Mehrwert schafft, zum Beispiel in:
- Klimaschutz und Energieeffizienz
- Bildung und Gesundheitsversorgung
- Faire Arbeitsbedingungen
- Ressourcenschonende Technologien
Jeder Euro kann dadurch einen Unterschied machen – nicht nur auf dem eigenen Konto, sondern global.
Wie kann man selbst nachhaltiger banken?
- Bank wechseln: Viele Institute bieten nachhaltige Girokonten, Sparprodukte oder Fonds an.
- Anlagen prüfen: Transparente Fonds und nachhaltige ETFs bevorzugen Unternehmen, die ökologische und soziale Standards erfüllen.
- Nachfragen: Wer bei der eigenen Bank aktiv nach nachhaltigen Produkten fragt, setzt ein Zeichen – und erhöht den Druck auf traditionelle Institute.
- Bewusst investieren: Kleine, regelmäßige Beträge können gemeinsam große Wirkung erzielen.
Wie können Privatpersonen die Nachhaltigkeit prüfen?
In der EU hilft die SFDR-Einstufung (Artikel 8/9). Zusätzlich gibt es Labels wie das FNG-Siegel sowie unabhängige Plattformen, die offenlegen, ob ein Fonds tatsächlich nachhaltig investiert.
Fazit
Nachhaltiges Banking ist ein einfacher, aber sehr wirksamer Schritt, um selbst zum Wandel beizutragen. Denn Geld hat Macht – und wir können entscheiden, ob es die Welt belastet oder verbessert.
Wie fair und nachhaltig sind deutsche Banken?
Hier mehr erfahren.

SDG des Monats: Hochwertige Bildung – Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft
Bildung ist weit mehr als das Erlernen von Fakten. Sie ist die Grundlage für Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und nachhaltige Entwicklung. Genau deshalb widmet sich das vierte Ziel der Sustainable Development Goals (SDGs) einem zentralen Anliegen: allen Menschen weltweit Zugang zu hochwertiger, inklusiver und chancengerechter Bildung zu ermöglichen.
Warum ist SDG 4 so wichtig?
Bildung verändert Leben. Kinder und Erwachsene, die Zugang zu Lernmöglichkeiten haben, können ihre Zukunft aktiv gestalten. Gleichzeitig wirkt Bildung als Motor für wirtschaftliche Entwicklung, Innovation, soziale Gerechtigkeit und Frieden.
Doch noch immer haben Millionen Menschen keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu schulischer, beruflicher oder digitaler Bildung.
Was soll SDG 4 erreichen?
Das Ziel umfasst mehrere konkrete Teilziele, darunter:
Zugang zu frühkindlicher Bildung für alle Kinder
Sicherstellung eines kostenlosen und hochwertigen Grund- und Sekundarschulunterrichts
Förderung von beruflicher Bildung und lebenslangem Lernen
Abbau von Ungleichheiten im Bildungssystem
Stärkung von Bildung für nachhaltige Entwicklung und globaler Verantwortung
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage: Wie können wir lernen, nachhaltig zu handeln?
BNE vermittelt Kompetenzen, um globale Zusammenhänge zu verstehen, kritisch zu denken und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen – im Alltag, im Beruf und in der Gesellschaft.
Was können wir beitragen?
Auch wir können einen Teil zur Erreichung von SDG 4 leisten:
Durch Unterstützung von Bildungsinitiativen oder Patenschaftsprogrammen
Durch Engagement in lokalen Vereinen, Mentoring oder Nachhilfeangeboten
Durch Förderung der digitalen Kompetenzen junger Menschen
Durch die Integration von Nachhaltigkeitsthemen in pädagogische Arbeit
BNE im Kreis Euskirchen: Lokal handeln, global gestalten
Der alle zwei Jahre stattfindende Fachtag Bildung für nachhaltige Entwicklung und die enge Zusammenarbeit mit den BNE-Regionalzentren Naturpark Rheinland und Naturzentrum Eifel, außerschulischen Lernorten sowie das starke Netzwerk mit Kitas und Schulen zeigen, dass die handelnden Personen im Kreis Euskirchen bereits aktiv daran arbeiten, BNE als ganzheitliches Konzept in der Bildungsregion zu verankern. Das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein wesentlicher Schwerpunkt im Regionalen Bildungsbüro/KoBIZ des Kreises Euskirchen. Als Global Nachhaltige Kommune (GNK) unterstützen wir die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen auf lokaler Ebene. Um neue Impulse zu setzen und den Austausch zwischen den lokalen Institutionen weiter zu fördern, wird auch 2027 wieder ein BNE-Fachtag stattfinden. Weitere Informationen hierzu folgen.
Detailliertere Informationen finden Sie hier.
Die Ansprechpartnerin für das Bildungszentrum des Kreises: Frau Berit Klandt, Telefonnummer: 0225115-8811, E- Mail: berit.klandt@kreis-euskirchen.de

Pflanzendrinks – gut für Gesundheit, Klima und Vielfalt
Pflanzendrinks wie Hafer-, Soja- und Reisdrinks sind vielseitige Alternativen zu Kuhmilch und können in allen typischen Alltagssituationen eingesetzt werden – im Kaffee, Müsli, zum Kochen und Backen. Sie sind gesund, gut verträglich (laktosefrei) und bieten eine große Geschmacksvielfalt von mild bis nussig.
Nachhaltigkeit:
Im Vergleich zu Kuhmilch verursachen Pflanzendrinks deutlich weniger Treibhausgase, benötigen weniger Wasser und weniger Anbaufläche. Haferdrink hat z. B. einen rund 80 % geringeren CO₂-Fußabdruck. Besonders gut schneiden Hafer- und Sojadrinks ab, da sie ressourcenschonend produziert werden und oft regional erhältlich sind.
Herstellung:
Pflanzendrinks werden aus gemahlenen pflanzlichen Rohstoffen und Wasser hergestellt, anschließend gefiltert, homogenisiert und erhitzt, bevor sie – meist im Tetra-Pak – verkauft werden.
Warum Kuhmilch belastend ist:
Tierische Produkte verursachen einen Großteil der ernährungsbedingten Emissionen und benötigen viel Fläche für Futtermittelanbau. Kuhmilch erzeugt je nach Sorte 1,1–1,7 kg CO₂-Äquivalente pro kg – deutlich mehr als Pflanzendrinks.
Vorteile auf einen Blick:
- ballaststoffreich, wenig gesättigte Fette
- große Sorten- und Geschmacksvielfalt
- laktosefrei und für viele Allergiker geeignet
- deutlich niedrigere CO₂-Emissionen
- geringer Wasser- und Flächenverbrauch
- vegan, keine Nutztierhaltung
Tipps zu Auswahl und Küche:
- Haferdrink: mild, ökologisch besonders gut, ideal für Kaffee, Müsli, Backen
- Sojadrink: proteinreich, neutral, gut für Suppen, Soßen und Desserts
- Reisdrink: mild, glutenfrei
- Barista-Versionen lassen sich besonders gut aufschäumen
- Beim Kochen und Backen eignen sich je nach Gericht unterschiedliche Sorten
- Bio- und regionale Produkte sind oft umweltfreundlicher
- Preise variieren, Hafer- und Sojadrinks sind meist günstiger als Reisdrinks
Fazit:
Pflanzendrinks sind geschmacklich vielfältig, umweltfreundlich und leicht in den Alltag integrierbar. Es lohnt sich, verschiedene Sorten und Marken auszuprobieren.

Termine und Veranstaltungen
- Sanierungstreff Kreis Euskirchen 2026
Das neue Programm des Sanierungstreffs des Kreises Euskirchen für das Jahr 2026 ist jetzt online!
Unter folgendem Link können Sie das aktuelle Programm einsehen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an unseren spannenden Veranstaltungen rund um die Themen Energieeffizienz, Sanierung und Klimaschutz! - Veranstaltung: "Lokale Projekte – passend gefördert" der LEADER-Regionen Eifel, Voreifel – Die Bäche der Swist und Zülpicher Börde
Montag, 26. Januar 2026
Zeit: 17:00 Uhr- 20:00 Uhr
Ort: Kreishaus Euskirchen, Jülicher Ring 32, 53879 Euskirchen
Detaillierte Informationen und die Anmeldung finden Sie hier. - Online- Vorträge der Biologischen Station Düren- Klima- und Naturschutz im Dorf
Vogelfreundliches Bauen mit Glas
Donnerstag, 29.01.2026
Zeit: 18:30 Uhr- 20:00 Uhr
Detaillierte Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. - Online-Seminare 2026 der Gruppe Klimaanpassung der Verbraucherzentrale NRW
- Sonnenstrom vom Balkon
Dienstag, 13. Januar 2026
Zeit: 18:00 Uhr
Detaillierte Informationen finden Sie hier. - Sonnenstrom vom Balkon
Dienstag, 13. Januar 2026
Zeit: 18:00 Uhr
Detaillierte Informationen finden Sie hier. - Spitze bei Hitze – Das hitzerobuste Haus
Dienstag, 20. Januar 2026
Zeit: 18:00 Uhr
Detaillierte Informationen finden Sie hier.
- Sonnenstrom vom Balkon
- Veranstaltungen der Verbraucherzentrale NRW (online)
- Demokratie und Mobilität im Wandel – Vorstellung Planspiel
Dienstag,13.Januar 2026 oder Donnerstag, 22.Janaur 2026
Zeit: 18:30–19:30 Uhr
Lehrkräfte und Multiplikator:innen lernen das neue Planspiel „Alte Dörfer, neue Wege – Mobilität mitgestalten im Braunkohlerevier“ kennen und erhalten praxisnahe Hinweise zur Umsetzung mit Spielerinnen und Spielern ab 16 Jahren.
Detaillierte Informationen finden Sie hier. - Nachhaltige Ernährung im Fokus – Vorstellung Bildungseinheit
Donnerstag,15.Januar 2026
Zeit: 14:30–15:30 Uhr
Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte lernen eine alltagsnahe, Bildungseinheit kennen, mit der Schüler:innen (14–16 Jahre) erfahren, was nachhaltige Ernährung bedeutet. Kreativ mit Photovoice-Methode, Analyse und Reflexion – so lässt sich die Lebenswelt in den Unterricht oder außerschulische Bildung einbinden.
Detaillierte Informationen finden Sie hier.
- Demokratie und Mobilität im Wandel – Vorstellung Planspiel
Vorschau auf weitere Termine im Februar 2026
- Online-Seminare 2026 der Gruppe Klimaanpassung der Verbraucherzentrale NRW