
Gesicht des Ehrenamts
Landrat Markus Ramers hat Paul Mager aus Dom-Esch als „Gesicht des Ehrenamts“ ausgezeichnet und würdigt damit sein langjähriges, sichtbares Engagement für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
In der Reihe „Gesicht des Ehrenamts“ steht Paul Mager stellvertretend für vielen Engagierten, die die Idee „Erinnern für den Frieden“ nach außen tragen. Er sammelt seit nun sieben Jahren in Dom-Esch Spenden im Rahmen der Haus- und Friedhofssammlung. Darüber hinaus stößt er Projekte im Ort an und lässt Taten sprechen. Konkret mit der Restaurierung der Ehrentafel oder der Instandhaltung des Ehrenkreuzes auf der Gedenkstätte des Friedhofs Dom-Esch im Jahr 2020. Auch für solche Vorhaben wirbt Paul Mager engagiert um Unterstützung, getragen und unterstützt von den lokalen Landwirten und dem Bürgerverein Dom-Esch.
Seine persönliche Motivation ist eng mit seiner Familiengeschichte verknüpft. Auf Anregung seines Vaters stellte Paul Mager am 01.02.2008 einen Antrag auf Grabnachforschung für seinen Onkel Johannes Mager, der als Angehöriger des 2. Nachschubbataillons 542 der 6. Armee in Stalingrad eingesetzt war, und wurde in diesem Zuge Mitglied im Volksbund. Auch über den Kreis hinaus packte er mit an. 2013 in Vladslo und 2014 in Langemark/Ypern (beide Gedenkstätten befinden sich in der belgischen Provinz Westflandern) beteiligte er sich gemeinsam mit befreundeten Reservisten an der Freilegung eines Denkmals des Ersten Weltkriegs.
„Sein Engagement ist tief heimatverbunden und zeigt dennoch, dass Frieden durch Erinnerung und Mahnung keine Grenzen kennt“, so Landrat Markus Ramers.
Die Auszeichnung unterstreicht, warum die Arbeit des Volksbundes gerade in Zeiten internationaler Konflikte, bis an unsere europäische Haustür, so wichtig ist. Kriegsgräberstätten sind Orte der Würde und des Innehaltens, zugleich Lernorte der Demokratie. Sie machen Geschichte greifbar, fördern historische Bildung und Begegnung. Wer sammelt, pflegt, dokumentiert und vermittelt, verhindert das Vergessen. In diesem Sinne ist Paul Mager ein Friedensstifter: Sein persönlicher Antrieb und seine Beharrlichkeit zeigen, wie sehr ehrenamtliches Engagement Frieden konkret werden lässt.