Wasserstoff-Initiative

Wasserstoff-Initiative

Der Runde Tisch Wasserstoff Kreis Euskirchen ist die Netzwerkveranstaltung für Interessierte Unternehmen der Wasserstoffwirtschaft und seiner gesamten Werkschöpfungskette aus dem Kreis Euskirchen. Das Netzwerk trifft sich zwischen zwei und dreimal pro Jahr für einen gemeinsamen Austausch und tauscht Neuigkeiten in der Förder- und Projektlandschaft aus. Das Veranstaltungsformat bietet Raum für interessante Vorträge, Workshops oder Diskussionsrunden. Zugleich ist der Runde Tisch das Bindeglied für übergeordnete Wasserstoffnetzwerke auf lokaler Ebene.

Wasserstoff-Roadmap des Kreises Euskirchen

Der Kreistag des Kreises Euskirchen hat am 14.12.2022 die Wasserstoff-Roadmap für den Kreis Euskirchen beschlossen. Seitdem befinden sich zudem die Maßnahmenpakete der Roadmap in Bearbeitung.

Zum Gelingen der Energiewende müssen fossile Energieträger und Ressourcen durch erneuerbare und klimafreundliche Alternativen ersetzt werden. Hierzu sind wesentliche Meilensteine zu erreichen.

  1. Ausbau erneuerbarer Energien     
    Für die Energiewende brauchen wir erhebliche Mengen erneuerbarer Energie. Nicht nur als Strom aus der Steckdose, sondern auch für die Beheizung unseres Wohnraums sowie als erneuerbare Rohstoffe für unsere industriellen Prozesse. Als Grundlage all dieser Energieformen benötigen wir jedoch erneuerbare Elektrizität. Diese können wir nur mit entsprechenden Erzeugungsanlagen produzieren und mit den erforderlichen Infrastrukturen auch zum Endanwender bringen.
  2. Bereitstellung großskaliger Energiespeicher      
    Erneuerbare Energien, insbesondere Sonne und Wind, stehen nicht immer dann zur Verfügung, wenn sie auch benötigt werden. Daher sind neben intelligenten Prozessen, welche Energie verbrauchen, wenn diese auch zur Verfügung steht, große Energiespeicher notwendig, um diese Energien stets versorgungssicher bereitzustellen.  
  3. Kopplung der Sektoren und Bereitstellung erneuerbarer, stofflicher Ressourcen
    Erneuerbarer Strom aus dem Windrad oder der Solaranlage kann direkt als solcher genutzt werden. Verschiedene industrielle Prozesse jedoch können nicht elektrifiziert werden und benötigen andere Energieträger oder Rohstoffe. Nur wenn diese auch erneuerbar bereitgestellt werden, kann eine ganzheitliche Energiewende gelingen.

Wasserstoff hat das Potenzial, einen erheblichen Beitrag zur Speicherung und Nutzung erneuerbarer Energien in nicht elektrifizierbaren Prozessen zu leisten. Wasserstoff darf jedoch kein Selbstzweck sein. Er muss sinnvoll produziert und dort eingesetzt werden, wo er einen bestmöglichen Beitrag zur Defossilisierung von Prozessen leisten kann.

Mit der Wasserstoff-Roadmap für den Kreis Euskirchen schaffen wir die Basis für die Verbreitung von Wasserstoff und Wasserstofftechnologien und vor allem für die Realisierung konkreter Projekte zur Wasserstoff (H2)-Erzeugung sowie auch -Anwendung in unserer Region.

Dabei haben wir drei zentrale Handlungsfelder sowie neun Ziele mit einem umfassenden Maßnahmenkatalog zur Umsetzung der Wasserstoff-Roadmap des Kreises Euskirchen definiert.

Diese sollen unter anderem die folgenden Bereiche umfassen:

  • Aufbau erster Wasserstoff-Erzeugungsanlagen
  • Umstellung existierender Prozesse von fossilem auf grünen Wasserstoff
  • Hochlauf der Wasserstoffmobilität mittels eigener Flottenfahrzeuge sowie          
    entsprechender Tankinfrastruktur

Hierzu haben wir zunächst die möglichen Potenziale zur erneuerbaren Wasserstoffproduktion im Kreis und perspektivische Energiebedarfe untersucht. Diese werden nun zeitnah, gemeinsam mit regionalen Akteuren, konkretisiert. Weiterhin sollen Projekte zur Wasserstofferzeugung wie auch -anwendung, insbesondere in der Industrie und Mobilität, initiiert werden. Mittels intensiven regionalen Austauschs, aber auch überregionaler Integration schaffen wir die Grundlage für eine aktive Wasserstoffwirtschaft in der Region.

EMR H2-HUBs: Förderung und Bereitstellung von Wasserstoff, Transformation und kohlenstoffarmer Infrastruktur in der EMR-Region

Ein funktionierendes grenzüberschreitendes Wasserstoff-Ökosystem für Unternehmen: Das ist das Ziel des Interreg-Projekts EMR H2-HUBs. Es soll dazu beitragen, die Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur in der Euregio Maas-Rhein voranzutreiben und Wasserstoff als Energieträger zu etablieren.

Denn Wasserstoff gilt als entscheidender Faktor für eine saubere Energieversorgung und kann insbesondere Unternehmen helfen, unabhängiger und klimaneutraler zu agieren. Im Rahmen des Projekts werden vor allem kleine und mittlere Betriebe beraten und vernetzt, um ihnen den Umstieg auf Wasserstoff zu erleichtern. Dazu entstehen Wasserstoff-Hubs in den Partnerregionen – gemeinsam entwickelt von Unternehmen, Forschung und Politik.

Die Kooperation von zehn Projektpartnern ermöglicht es, unterschiedliche Kompetenzen und Erfahrungen zu bündeln und zu nutzen. In Deutschland beteiligt sind die Stadt Aachen, die Städteregion Aachen, die Kreisverwaltung Düren, die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg sowie die Stabsstelle Struktur- und Wirtschaftsförderung Kreis Euskirchen. Aus Belgien unterstützen das Cluster TWEED, Green Energy Park sowie GRE-Liège. Partner in den Niederlanden ist WaterstofNet.

EMR H2-HUBs wird im Rahmen des Interreg-Programms Maas-Rhein (NL-BE-DE) durchgeführt – und kofinanziert von der Europäischen Union (ca. 1.174.475 Euro), dem Land Nordrhein-Westfalen (428.301 Euro), der Wallonie (190.512 Euro) und dem niederländischen Ministerium für Wirtschaft (EZK) (33.144 Euro). Durch die Investition von EU-Mitteln in Interreg-Projekte investiert die Europäische Union direkt in wirtschaftliche Entwicklung, Innovation, territoriale Entwicklung, soziale Eingliederung und Bildung in der Euregio Maas-Rhein.

Weitere Informationen unter: https://www.interregmeuserhine.eu/de/projekte/emr-h2-hubs/