Deponiebelüftung Zentrale Mülldeponie Mechernich

Aerobe in situ Stabilisierung auf der Deponie Mechernich

Die Zentrale Mülldeponie Mechernich (ZMM) im Kreis Euskirchen befindet sich seit Juni 2005 in der Stilllegungsphase. Von der Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Behörde wurde im Juni 2007 die Plangenehmigung zur Stilllegung und Nachsorge erteilt.

Wesentliches Ziel der beantragten und genehmigten Stilllegungsmaßnahmen ist es, die Deponie in einen emissionsarmen Zustand zu überführen, so dass sie auch langfristig umweltverträglich bleibt und u.a. mit einer standortangepassten Oberflächenabdichtung versehen werden kann.

Vor diesem Hintergrund wurde der Einsatz eines aeroben in situ Stabilisierungsverfahrens (Deponiebelüftung) insbesondere im Hinblick auf die Zielstellung der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKl) des Bundesumweltministeriums standortbezogen festgelegt. Die abschnittsweise Überführung des Deponiekörpers in einen emissionsarmen Zustand würde eine langfristige Deponieschwachgasproduktion mit entsprechenden klimarelevanten Methanemissionen sehr weitgehend reduzieren und auch einer wirtschaftlichen Vorgehensweise Rechnung tragen.

Die Ausführung der Maßnahmen wurde durch Zuwendung aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unter dem Förderkennzeichen 67K21949 mit insgesamt 2.157.653,00 € gefördert.

Die dazu erforderlichen baulichen Umsetzungen wurden in zwei Teilbereiche ausgeschrieben und ausgeführt:

Teil 1:

Bohrung von Gasbrunnen und Kombibrunnen.

Neuerrichtung von Leitungssystemen und Anpassungen des vorhandenen Systems zur Deponiegaserfassung sowie ergänzende Leistungen zu Infrastruktureinrichtungen.

Teil 2:

Herstellung und Lieferung von zwei Gasverdichterstationen zur Ablufterfassung und Belüftung des Deponiekörpers mit zwei nachgeschalteten Abluftbehandlungsanlagen.

Die Ausführung der Leistungen erfolgte im Zeitraum von September 2023 bis November 2025.

Im Auftrag des Kreises Euskirchen erfolgte die Planung und die ablauftechnische Betreuung durch das Ingenieurbüro für Abfallwirtschaft IFAS, Prof. R. Stegmann und Partner aus Hamburg.

Die bauliche Umsetzung am Deponiestandort übernahm für den Teil 1 die Fa. Zech Umwelt GmbH aus Erkrath. Der Teil 2 wurde von der Fa. Göbel Energie & Umwelt aus Neumünster ausgeführt.